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Mehr als erholt

Seitdem Predators Roman Josi am 4. Februar von seiner Verletzungspause zurückkam, ist er der punktbeste Verteidiger

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Am Dienstag mussten die Nashville Predators im TD Garden eine 4-1 Niederlage gegen die Boston Bruins hinnehmen. Nashville verpasste es, den Sack zuzumachen und muss weiter auf die amtliche Bestätigung ihrer Playoffteilnahme warten. Aktuell rangieren die Predators mit 89 Punkten auf dem dritten Rang der Pacific Division. Zwar sind sie rechnerisch noch nicht qualifiziert, doch dass die Winnipeg Jets (77 Punkte) mit einem ausstehenden Spiel weniger zwölf Punkte aufholen, scheint schier unmöglich.

Angesichts der Erfolge der vergangenen Wochen und der Form, in der sich das Team von Coach Peter Laviolette nur wenige Tage vor den Stanley Cup Playoffs präsentiert, war die Auswärtspleite in Boston zu verschmerzen. Durch die Bank scheinen nahezu sämtliche Akteure der Predators pünktlich zur heißen Phase der Saison in einer erstklassigen Verfassung zu sein.

Auch wenn Nummer 1 Torhüter Tuukka Rask gegen Boston seine erste Niederlage nach fünf aufeinanderfolgenden Siegen kassierte, könnte die Aussicht auf die Playoffs wahrlich schlechter sein. Neben den jungen Stürmern brilliert zurzeit vor allem Roman Josi. Der 26-jährige Defensivspezialist verkörpert bei den Predators die Waffe an der Blauen Linie.

Video: WSH@NSH: Josi erzielt zweiten Treffer im Powerplay

In den vergangenen 19 Spielen erzielte Josi insgesamt 19 Punkte. Nur neun Verteidiger sammelten in der laufenden Spielzeit mehr Scorerpunkte, als der Predatorscrack. Ein erstaunlicher Wert, wenn man bedenkt, dass Josi mehrere Wochen verletzungsbedingt ausfiel.

Am 12. Januar zog sich Josi beim 2-1 Sieg gegen die Bruins eine Verletzung am unteren Körperbereich zu, weil ihn Bostons Stürmer Anton Blidh unfair checkte. Erst am 4. Februar kehrte Josi wieder ins Team zurück.

Von diesem Tag an gerechnet ist Josi der punktbeste Verteidiger der Liga. In 25 Spielen sammelte er insgesamt 25 Punkte (6 Tore, 19 Assists). Ebenfalls profitiert Josis Team von seiner Plus-10 Statistik.

Auch gegen die Bruins schaltete sich Josi mehrfach in das Angriffsspiel ein. Zwar war ihm ein eigener Treffer vergönnt -- Bruins Verteidiger Adam McQuaid rettete allein im ersten Drittel zwei Mal in höchster Not indem er sich in einen Josischuss warf -- doch am zwischenzeitlichen 2-1 Anschlusstreffer war Josi maßgeblich beteiligt.

Nachdem Verteidigungskollege Ryan Ellis es aus zentraler Position mit einem Schlenzer versuchte, jedoch das Tor verfehlte, versuchte sich Josi. An der linken Bande schnappte er sich die Scheibe und schoss frech in Richtung Bruinsgehäuse. Stürmer Craig Smith hielt seinen Schläger rein und der Puck zappelte im Netz.

Doch dass dies der einzige Treffer bleiben sollte, tut der Stimmung im Lager der Predators keinen Abbruch. So erklärte Pekka Rinne: "Ich spüre, dass wir unser Spiel noch auf ein höheres Level heben können. Wir können besser als das sein. Es war eine richtige Playoffatmosphäre. Wir können einen besseren Job machen und ich weiß, dass wir es werden. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Gedanken für die Postseason in die richtige Spur zu bekommen."

Das Spiel gegen die Bruins war das zweite von fünf in nur sieben Tagen für die Predators. Viel Zeit bleibt ihnen nicht, um über die liegen gelassenen Chancen in Boston zu grübeln. Am Mittwoch gastieren die Toronto Maple Leafs in der Bridgestone Arena. Mit weiteren Spielen gegen die Minnesota Wild am Samstag, die St. Louis Blues am Sonntag und die New York Islanders am Dienstag haben die Predators die Gelegenheit, ihren Playoffrhythmus zu finden.

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