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Johnson schießt wichtige Tore für Tampa Bay

von Tom Gulitti / NHL.com



PITTSBURGH –
Tampa Bay Lightning Center Tyler Johnson hat in den vergangenen zwei Partien des Eastern Conference Finales zwei gänzlich andere Bekanntschaften mit dem Puck gemacht.

Nachdem er am Freitag in Spiel 4 beim Warm-up am Mund getroffen wurde, landete der Puck, in Spiel 5 gegen die Pittsburgh Penguins im Consol Energy Center nach 53 Sekunden in der Overtime beim 4-3 Sieg der Lightning, von seinem Gesäß direkt im Netz.

Es war der siebte Game-Winner des 1,72m großen und 84 kg schweren Johnson in den Stanley Cup Playoffs. Er zog mit Brad Richards gleich und hat nur ein Tor weniger erzielt als Lightnings Rekordinhaber Martin St. Louis.

"Er ist ein Siegertyp", sagte Lightning Coach Jon Cooper. "Das macht Sieger aus -- sie liegen nicht auf dem Rücken. Wenn du vor einer Herausforderung stehst, dann musst du einen Weg finden, diese zu bewältigen. Tyler Johnson war auf diesem Weg schon bevor er zu den Tampa Bay Lightning kam. Ich freute mich als ich sah, dass er das, was ich von ihm in der American [Hockey] League gesehen habe, jetzt macht und Bill Peters hatte dasselbe auch schon in Spokane [bei den Junioren] gesehen. Es gab viele Trainer, die in der ersten Reihe saßen ... zusahen, wie dieser Junge spielt und wie er sich behauptet. Es kommt nicht immer auf die Größe eines Spielers an, sondern wie groß sein Herz ist - das ist Tyler Johnson."

Johnson verpasste den ersten Shift beim 4-3 Sieg der Lightning in Spiel 4, da er wegen des Pucks, der ihn beim Aufwärmen getroffen hatte, verarztet wurde. Er kam mit einem Vollgitter an seinem Helm, das seinen mit Stichen genähten Mund schützen sollte, zurück. Später wechselte er zu einem Vollvisier, bevor ihm das Siegtor im zweiten Drittel gelang.

Er beschrieb, typisch Johnson, den Schaden mit "einige Stiche und einige Zähne".

Nach dem Zahnarztbesuch am Samstag entschied sich Johnson in Spiel 5 wieder ein Halbvisier zu tragen. Er sprach davon, dass er diese Entscheidung ohne Zögern gefällt habe.

"Ich wollte nicht mit einem Ding vor meinem Gesicht spielen", sagte Johnson. "Mir fiel die Entscheidung leicht. Sobald sie mich selbst entscheiden ließen, fällte ich sie."

Doch es kann vor dem Tor gefährlich zugehen. Johnson gestand ein, dass er den Puck schon in seinem Mund gesehen habe, als er vor dem Tor stand und Verteidiger Jason Garrison in der Overtime vom linken Bullykreis zu einem Schuss ausholte.

Darum drehte er sich weg und der Puck traf ihn am Hinterteil.

"Ich war gerade in einem Zweikampf vor dem Tor, sah [Garrison] wie er schießen wollte, und ich dachte, der trifft wieder meinen Kopf. Darum habe ich mich weggedreht und hatte Glück", sagte Johnson. "Er hat mich nur leicht gestriffen. Ich war mir nicht sicher, ob er mich getroffen hat oder nicht, umso überraschter war ich als ich ihn im Netz sah."

Dank Johnson können die Lightning mit einer 3-2 Führung im Gepäck die Heimreise in die Amalie Arena antreten, wo am Dienstag Spiel 6 stattfindet. (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports). In der Best-of-7 Serie fehlt ihnen noch ein Sieg, um im zweiten Jahr in Folge in das Stanley Cup Finale einzuziehen.

"Einige Stiche und einige Zähne" sind hierfür ein kleiner Preis.

"Das ist etwas, was halt passiert - unglücklicherweise", sagte Johnson. "Da musst du einfach nur weiterspielen. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben und wenn wir nach Tampa heimkommen, dann können wir es abschließen."

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