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Schweiz will mehr und Kanada ärgern

Eidgenossen wollen bei der Weltmeisterschaft über die Ahornblätter wie vor fünf Jahren ins Finale einziehen

von Stefan Herget @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Am Samstag stehen bei der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 2018 in Dänemark die Halbfinalspiele an. Neben den großen Nationen USA, Schweden und Kanada ist sensationell auch die Schweiz mit dabei. Hier die Vorschau von NHL.com/de auf die beiden Duelle:

Kanada - Schweiz

Vergessen ist die Enttäuschung bei den Olympischen Spielen im Februar in Südkorea, als die Schweiz in der Qualifikationsrunde zum Viertelfinale in der Verlängerung an Deutschland scheiterte und vorzeitig die Heimreise antreten musste.

Als die Nationalmannschaft der Eidgenossen jedoch am Donnerstagabend den haushohen Favoriten und Gruppensieger Finnland mit einem 3:2-Sieg aus dem Turnier in Dänemark warf und ins Halbfinale einzog, wurden Erinnerungen an die Weltmeisterschaft 2013 wach, als die Schweiz sensationell Vize-Weltmeister wurde und an eine große Zukunft im Eishockey glaubte, doch an diesem Erfolg inklusive der beiden Olympischen Spiele nicht mehr anknüpfen konnte.

Jetzt stehen sie am Samstag um 19.15 Uhr der scheinbaren Übermacht Kanada um den erneuten Einzug in das Finale gegenüber, doch das junge Team der Ahornblätter gespickt mit NHL-Stars wie Connor McDavid und Ryan Nugent-Hopkins wusste bisher nicht immer im Turnierverlauf zu überzeugen und unterlag zum Beispiel in der Vorrunde, die sie nur als Dritter in Gruppe B abschlossen, den Finnen mit 1:5, besiegte allerdings im Viertelfinale Olympiasieger Russland mit 5:4 nach Verlängerung.

Die Schweiz sieht sich in dem Duell keineswegs chancenlos und hofft den Erfolg von 2013 zu wiederholen. "Wir haben vom ersten Tag an an uns geglaubt", betont Trainer Patrick Fischer. "Wir sind ein gutes Team und haben uns im Turnierverlauf entwickelt."

In der Tat absolvierte die Schweiz nach dem mühevollen Auftakt gegen Aufsteiger Österreich, in dem sie nur mit 3:2 nach Verlängerung gewannen, eine gute Gruppenphase und verloren gegen Tschechien nur im Shootout und zeigten starke Leistungen mit knappen Niederlagen gegen Russland (3:4) und Schweden (3:5). Jetzt die Krönung mit dem Sieg gegen Finnland, der nicht die Endstation sein soll.

Viel wird dabei auf Torhüter Leonardo Genoni oder Reto Berra und die mittlerweile von den NHL-Verteidigern Roman Josi, Mirco Mueller und Kapitän Raphael Diaz, ebenfalls langjähriger NHL-Spieler, angeführte Defensive der Schweiz ankommen.

Im Sturm sorgen unter anderem die NHL-Akteure Nino Niederreiter, Timo Meier, Kevin Fiala und Sven Andrighetto, aber auch Enzo Corvi, der bereits auf vier Tore und vier Assists kommt, für Gefahr.

Kanada dürfte gewarnt genug sein und Olympia im Hinterkopf haben, als sie zwar in einer anderen Besetzung, aber nicht weniger sensationell Deutschland unterlagen und sich mit Bronze begnügen mussten. Immerhin winkt ihnen die große Chance durch zwei weitere Siege den 27. Titelgewinn einzufahren und mit Russland in der ewigen Rangliste gleichzuziehen.

Schweden - USA

Bereits am Nachmittag um 15.15 Uhr erfolgt das Eröffnungsbully zwischen Schweden und den USA. Aufgrund des Turnierverlaufs sind die Skandinavier hier der Favorit, doch auch sie taten sich nach ihrem Gruppensieg im Viertelfinale gegen Lettland unerwartet schwer und siegten nur knapp mit 3:2. Die Amerikaner gaben den Tschechen das Nachsehen. Beide Mannschaften sind hochkarätig besetzt, so dass eine hochklassige Partie zu erwarten ist. Die Fans dürfen sich also auf eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe freuen.

Insbesondere einen spielfreudigen amerikanischen Kapitän Patrick Kane müssen die Schweden in der Defensive um Oliver Ekman-Larsson stoppen. Acht Tore und elf Assists, insgesamt folglich 19 Punkte, hat Kane schon auf der Habenseite und führt damit die Scorerwertung an. Anders Nilsson ist wiederum mit fünf Siegen, einem Gegentorschnitt von 1,20 mit zwei Shutouts und einer Fangquote von 94,34 % der überragende Torhüter, den es zu bezwingen gilt.

Außerdem treffen die beiden besten Powerplay-Mannschaften des Turniers aufeinander. Die USA führen die Kategorie mit tollen 40 % Erfolgsquote (35/14) vor den Schweden mit 38,46 % (26/10) an. Für beide Teams gilt es also Strafzeiten weitestgehend zu vermeiden. Es könnte den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen.

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