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NHL.com/de fünf Fragen an Patrik Laine

Jets Shootingstar fühlt sich in Winnipeg wohl und will noch konstanter werden

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Die NHL.com/de Frage und Antwort Reihe, genannt "Fünf Fragen an …" wird die komplette Saison über laufen. Wir sprechen mit Schlüsselfiguren des Sports und Spielern über ihr Leben, ihre Karriere, sowie die jüngsten Neuigkeiten.

Hier ist die neueste Ausgabe mit Winnipeg Jets Shootingstar Patrik Laine:

Wie so oft in den letzten Wochen waren die Winnipeg Jets auch am Sonntag drauf und dran, unglücklich Punkte liegen zu lassen. Gegen die Minnesota Wild führten sie in der Mitte des zweiten Spielabschnitts noch mit vier Toren, dann fingen sie sich vier Treffer innerhalb von 10:24 Minuten zum zwischenzeitlichen 4-4 Ausgleich ein. Auch wenn die Jets am Ende wegen Josh Morrisseys spielentscheidenden Treffer 7:17 Minuten vor dem Abpfiff als Sieger vom Eis des heimischen MTS Centers gingen, zeigten ihnen die Wild unverkennbare Schwächen auf.

Mit 71 Punkten liegen die Jets aktuell zehn Punkte hinter den Nashville Predators, die die zweite Wild Card zu den Stanley Cup Playoffs der Western Conference innehaben. Und obwohl der Playoffzug für Winnipeg abgefahren scheint, kann ihr Youngster Patrik Laine auf eine hervorragende Debütsaison in der NHL zurückblicken. Mit 60 Punkten (33 Tore, 27 Assists) nach 64 Spielen zählt der Nummer 2 Draftpick von 2016 zu den heißesten Kandidaten für die Calder Memorial Trophy.

Video: WPG@NSH: Laine setzt Puck an den Pfosten und rein

In den letzten Spielen wurden eure Anstrengungen nicht immer belohnt. Wie ist die Stimmungslage in der Kabine und wie siehst du dein erstes Jahr in der NHL?

"Für mich persönlich war es sicherlich eine tolle Saison. Natürlich habe ich gehofft, dass wir es in die Stanley Cup Playoffs schaffen, aber noch ist nichts verloren. Man weiß nie. Es kann viel passieren. Wir haben noch ein paar Spiele und da versuchen wir als Team gut zu spielen und zu gewinnen. Jeder in der Kabine ist motiviert, darüber müssen wir uns keine Sorgen machen. Auch ich will meinem Team zu weiteren Siegen verhelfen."

Für Rookies ist es in dieser Liga nicht einfach, gut zu sein, aber noch schwieriger ist es, konstant gut zu sein. Du hast bis auf wenige Durchhänger regelmäßig gepunktet. Worauf würdest du das zurückführen?

"Das ist eine gute Frage. Ich versuche einfach jeden Abend gut zu spielen. Ich kümmere mich eigentlich nicht drum, ob ich nun score oder nicht. Natürlich ist es immer schön, wenn man Tore schießt aber ich will einfach nur gut spielen. Ich weiß, dass ich auch gut spielen kann, wenn ich mal nicht treffe. Es gab in dieser Saison auch mal nicht so tolle Zeiten. Nicht viele, aber ein paar Spiele waren es schon. In vielleicht fünf Spielen war ich nicht so gut drauf aber im Großen und Ganzen habe ich eigentlich ziemlich konstant gespielt. Darüber bin ich selbst ein bisschen überrascht."

Fühlst du dich noch wie ein Rookie?

"Ja doch. Das ändert sich nicht, nur weil ich ein paar Tore und Punkte gemacht habe. Ich muss trotzdem noch einige Rookieaufgaben übernehmen. Zwar bin ich jetzt nicht wirklich Opfer von Streichen geworden, aber diese klassischen Rookieaufgaben musste ich trotzdem machen - aber hoffentlich nicht mehr lange. Dennoch sehe ich noch den Unterschied zu den erfahreneren Jungs. Die haben so eine großartige Routine. Vielleicht machen sie nicht immer fünf Punkte in einem Spiel aber trotzdem spielen sie regelmäßig großartig."

Video: MIN@WPG: Laine haut Onetimer vom Slot rein

Es gibt so viele Dinge in diesem Spiel, die ich noch lernen muss. Ich mache immer noch einige Fehler, aber die älteren helfen mir oft. Ich kann viel von ihnen lernen. Zum Beispiel von Blake Wheeler. Er ist einer der besten Kapitäne, die ich je gesehen habe. Er hilft jedem und ist ein Krieger auf dem Eis, der nie aufgibt. Seine Art auf und abseits des Eises beeindruckt mich sehr."

Wie sind deine Eindrücke von Winnipeg?

"Ich finde es toll dort. Natürlich ist es nicht New York City, aber die Leute sind nett, es ist eine tolle Stadt um Eishockey zu spielen. Schon mein erstes NHL-Spiel war ein unvergessliches Erlebnis. Meine ganze Familie hat zugeschaut und ich habe ein Tor geschossen. Man kann sich hier voll auf den Sport konzentrieren. Es erinnert mich ein wenig an meine Heimatstadt. Auch die Fans sind sehr ähnlich. Vielleicht fühle ich mich deshalb dort auch so heimisch."

Vom WorldCup im September bis jetzt stehst du schon seit über sieben Monaten auf dem Eis. Solltet ihr es am Ende nicht in die Playoffs schaffen, würden sich die Leute in Finnland sicherlich freuen, wenn du dein Land bei der Weltmeisterschaft vertrittst. Hast du dir schon Gedanken über eine WM-Teilnahme gemacht?

"Es ist wirklich eine lange Saison. Dennoch will jeder spielen und die Saison noch etwas länger machen, indem wir es in die Playoffs schaffen. Ich habe in dieser Saison wirklich viel Eishockey gespielt. Jetzt müssen wir in den letzten Spielen nochmal richtig pushen. Dann können wir uns ausspannen und die Eishockeyfreie Zeit genießen, bevor es wieder an die Arbeit geht. Bis jetzt habe ich noch nicht über eine WM-Teilnahme nachgedacht. Ich weiß noch nicht, was passieren wird, aber eine kleine Pause brauche ich nach dieser langen Saison auch. Es ist immer eine schöne Sache und große Ehre, dieses Trikot überzustreifen aber ich habe hier einen Job auf den ich mich konzentriere. Die Saison geht noch fast einen Monat. Wie ich bereits sagte, kann noch alles passieren. Erstmal werde ich dann nach Hause fliegen."

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