Skip to main content

ESDW Jets gegen Flyers: 5 Gründe einzuschalten

Playoff-Kampf total zwischen Philadelphia und Winnipeg beim NHL Europa-Spiel der Woche am Samstag

von Christian Göbel @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

NHL.com/de geht jeden Freitag in der Saison 2019/20 auf das am Samstag oder Sonntag zur Primetime in Europa stattfindende NHL Europa-Spiel der Woche besonders ein, indem fünf Gründe für das Anschauen der Partie, vorgestellt werden. In dieser Ausgabe geht es um das Spiel der Winnipeg Jets gegen die Philadelphia Flyers.

Der Samstag steht in Österreich und Deutschland im Zeichen der Partie Winnipeg Jets gegen Philadelphia Flyers (Sa 19 Uhr MEZ, live bei Sport 1+, DAZN, NHL.tv). Die Jets gastieren im Wells Fargo Center zu Philadelphia. 

Zeitgleich steigt in Newark das zweite Europa-Spiel der Woche (Schweiz). Dort treffen die Washington Capitals auf die New Jersey Devils (Sa 19 Uhr MEZ, live bei Teleclub Sport, NHL.tv). Zusätzlich werden das Duell der New York Islanders und der Detroit Red Wings (Sa 2 Uhr MEZ, live bei DAZN, Sport 1+, NHL.tv), die Partie Buffalo Sabres gegen Winnipeg Jets (So 21 Uhr MEZ, live bei DAZN, Sport 1, Teleclub Sport, NHL.tv) und das Aufeinandertreffen der Pittsburgh Penguins und der Washington Capitals (So 18 Uhr, live bei Teleclub Sport, NHL.tv) übertragen. 

In Deutschland und Österreich steht dabei die Begegnung Jets gegen Flyers im Fokus.

Fünf Gründe, warum es sich lohnen wird, das Spiel live anzuschauen:

Der enge Plyoffkampf

Kaum ein anderes Duell könnte die Enge des Wettstreits um die Plätze in den Stanley Cup Playoffs besser beschreiben als das Aufeinandertreffen der Flyers und der Jets. Winnipeg liegt auf dem ersten Wildcard-Rang im Westen. Der Abstand auf den dritten Rang in der Central Division, aktuell gehalten von den Colorado Avalanche, beträgt sechs Punkte. Der Blick in den Rückspiegel zeigt hingegen sehr viele Verfolger auf engstem Raum. Nur einen Punkt weniger haben die Arizona Coyotes, die aktuell nicht in der Schlussrunde um den Stanley Cup stehen würden.

"Es macht Spaß, wenn wir so spielen wie wir es tun sollten. Ich glaube in den vergangenen zwei Partien haben wir das getan", freute sich Flyers-Angreifer Kevin Hayes nach dem zweiten Erfolg gegen Columbus. "Vier Punkte gegen einen Divisions-Rivalen, der erst vor uns war und jetzt hinter uns ist. Vor zwei oder drei Wochen haben wir noch um den Wildcard-Rang gekämpft. Jetzt geht es sogar um das Heimrecht."  

Der Weg zum Heimvorteil in der ersten Runde ist jedoch weit und die Gefahr von hinten groß. Washington liegt mit einem Spiel weniger fünf Punkte vor Philadelphia, schwächelt jedoch aktuell etwas. Columbus, die Carolina Hurricanes und die New York Islanders haben nur zwei bis drei Punkte Rückstand und teilweise zwei Partien weniger absolviert. Die Gefahr abzurutschen und nicht um den Titel kämpfen zu können ist groß, genau wie der Druck vor der Partie gegen die Jets.

Der Gegner sitzt länger in der Kühlbox

Viele Statistiken werden immer wieder heraufbeschworen. Gerade bei den Special Teams ist die Effizienz der Über- und Unterzahl-Formationen häufig die entscheidende Größe. Weder Winnipeg noch Philadelphia können in diesen besonderen Situationen glänzen, doch auch zu den schwächsten Teams der Liga gehören sie nicht. 

Besonders interessant ist der Blick auf die Zeit, die beide Mannschaften mit einem Mann mehr oder weniger auf dem Eis verbringen. Philadelphia hat im Schnitt 0,35 Minuten mehr Über- als Unterzahl pro Partie (3,73 Minuten gegenüber 3,37 Minuten). Diese 21 Sekunden Powerplay-Überschuss bedeuten über eine 82-Spiele-Saison immerhin 28,7 Minuten mit einem Feldspieler mehr. Die Flyers liegen damit auf dem fünften Rang in dieser Statistik. 

Die Jets halten den zweiten Rang und sind im Schnitt 0,46 Minuten mehr im Powerplay aktiv als ihr Kontrahent. Über die gesamte Saison gesehen sind das 37,72 Minuten und damit ein entscheidender Vorteil. Auch in der vergangenen Partie wusste Winnipeg mit drei Treffern aus sechs Überzahlsituationen aus ihrer Powerplay-Zeit Kapital zu schlagen.

Wohlfühloase Wells Fargo Center

Der Heimvorteil ist für die Flyers ein besonders entscheidender Punkt. Kaum ein anders Team liefert zuhause und in der Ferne so unterschiedliche Leistungen ab wie Philadelphia. Während als Gast in anderen NHL-Arenen nur 14 Siege bei 18 Niederlagen (14-15-3) heraussprangen, dominieren die Flyers ihre Gegner im heimischen Wells Fargo Center fast nach Belieben. 

Als viertbestes Heimteam der NHL lehrt Philadelphia allen Gästen das Fürchten. Nur fünfmal blieben sie ohne eigenen Zähler und konnten 20 der 29 Matches gewinnen (20-5-4). 

Besonders Carter Hart im Kasten der Flyers ist bei Heimspielen ein großer Rückhalt seines Teams. Nur 1,62 Gegentore kassierte er im Schnitt bei seinen 19 Heimauftritten und parierte dabei 94,3 Prozent aller Schüsse. In der Fremde sackt seine Quote auf 3,88 Gegentreffer und 85,5 Prozent gehaltene Abschlüsse. Auch der zweite Torhüter, Brian Elliott, ist im Wells Fargo Center stärker, als in anderen Arenen (2,42 zu 3,10 und 91,0% zu 89,4%). 

Mit den Winnipeg Jets steht nun aber ein wahrer Prüfstein an. Die Jets sind das zehntbeste Auswärtsteam der NHL (16-11-2) und Top-Scorer Mark Scheifele punktet lieber in der Fremde (29 Heimpunkte vs. 36 Auswärtszähler).
Scheifele ist heiß

Ein Top-Scorer der in der vergangenen Partie einen Hattrick erzielte ist sicher ein Grund einzuschalten. Scheifele netzte gegen die OttawaSenators am Donnerstag dreifach ein und war an vier der fünf Treffer beim 5:1-Sieg der Jets beteiligt. 

Nach einer Punkteflaute von drei Partien punktete der Angreifer in den vergangenen beiden Matches insgesamt sechs Mal (3 Tore, 3 Vorlagen). "Er hat es sich verdient", lobte Jets-Trainer Paul Maurice seinen Stürmer. "Er hat für uns sehr stark gespielt." Sollte Scheifele an die beiden vergangenen Partien anknüpfen können, dann dürfen sich die Zuschauer auf ein Offensivspektakel freuen. 

Auch für den Österreicher Michael Raffl wäre ein Punkt wünschenswert. Der 31-jährige Angreifer konnte in 462 NHL-Spielen bislang 149 Punkte (76 Tore, 73 Vorlagen) sammeln und steuerte beim 4:3-Overtime-Erfolg der Flyers gegen die Columbus Blue Jackets am Donnerstag einen Assist bei. Mit einem weiteren Zähler würde er den 150-Punkte-Meilenstein erreichen.

Auf dem Weg zur Siegesserie

Das Selbstvertrauen der Flyers und der Jets dürfte nach den jüngsten Ergebnissen gestärkt sein. Winnipeg gewann drei Partien hintereinander und blickt auf eine 7-2-1 Bilanz aus den vergangenen zehn Partien. Durch die starke Phase kletterten die Kanadier in der Tabelle wieder in die Playoff-Ränge. 

Auch bei den Flyers sieht die Bilanz aus den zurückliegenden Matches gut aus. Nur einen Zähler weniger als Winnipeg konnte das Team aus Pennsylvania verbuchen (7-3-0) und zwei Spiele hintereinander erfolgreich gestalten. Beide Erfolge fuhr Philadelphia gegen die Columbus Blue Jackets ein, einen vermeintlichen Lieblingsgegner in der Saison (vier Siege).

Im direkten Duell wird nur eine der Siegesserien bestand haben und beide Mannschaften werden alles daran setzen, dass es die eigene ist. 

Die klareren Erfolge und die etwas längere Serie lässt einen Vorteil auf Seiten der Jets vermuten, doch kam die Niederlage der Flyers gegen die Tampa Bay Lightning, während die Jets zuletzt gegen die San Jose Sharks als Verlier vom Eis gingen. Die ungleich starken Gegner verzerren das Bild somit etwas und versprechen eine enge und umkämpfte Begegnung.

Mehr anzeigen

Die NHL hat ihre Datenschutzrichtlinien mit Wirkung zum 27. Februar 2020 aktualisiert. Wir bitten Sie, diese sorgfältig durchzulesen. Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung von NHL-Websites oder anderen Online-Diensten stimmen Sie den in unserer Datenschutzrichtlinien und unseren Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken zu, einschließlich unserer Cookie-Richtlinie.