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Mit Montgomery optimistisch in die Saison

Jamie Benn ist sich sicher, dass der Coach einen frischen Wind nach Dallas bringt

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

NHL.com/de hat sich kürzlich mit einigen der besten Spieler aus der NHL getroffen und sie befragt, um einen Einblick in ein breites Themenspektrum zu bekommen.

In dieser Ausgabe Jamie Benn über die Entwicklung der Dallas Stars:

Ein Trainerwechsel ist immer wie ein Neuanfang, auch für einen Top-Spieler wie Jamie Benn, der bereits auf neun Jahre NHL-Erfahrung zurückblicken kann und im Anschluss der Spielzeit 2014/15 sogar die Art Ross Trophy als bester Scorer der Liga gewann.

Am 4. Mai 2018, 21 Tage nachdem Ken Hitchcock sein Karriereende als Headcoach bekanntgegeben hatte, übernahm Jim Montgomery das Amt des Übungsleiters der Dallas Stars, die sich zuletzt zweimal in Folge nicht für die Stanley Cup Playoffs qualifizieren konnten. Benn ist als Teamkapitän der verlängerte Arm des Trainers in der Kabine, dementsprechend ist es notwendig, dass das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und dem neuen Cheftrainer stimmt.

Der 29-jährige Stürmer hat auch keinerlei Vorbehalte gegenüber Montgomery, für den Dallas die erste NHL-Station in seiner Trainerlaufbahn ist, nachdem er von 2013 bis 2018 fünf Jahre lang mit großem Erfolg das Eishockeyteam der University of Colorado betreut hatte.

Video: DAL@TOR: Benn netzt Seguins tollen Pass ein

"Es wird schon Veränderungen geben, denke ich. Viele Leute sind fasziniert von College-Trainern, die in die NHL kommen und schauen, was sie tun können. Er hätte den Job nicht angenommen, wenn er nicht dazu fähig und bereit wäre. Ich denke, er bringt frische Ideen mit, er hat in der Vergangenheit mit jungen Spielern zusammengearbeitet und unser Team ist voller junger Leute. Unsere Gruppe besteht aus jungen Männern, umgeben von älteren, erfahrenen Spielern und (Jim) Montgomery hat ein außerordentliches Trainergespann, also denke ich schon, dass es eine gute Mischung für jeden ist."

Benn gab sein NHL-Debüt 2009/10 unter Headcoach Marc Crawford mitten in einer Phase des Umbaus, der nicht so schnell vonstattenging, wie es sich die sportlich Verantwortlichen vorstellten. Nach Crawford folgten als Trainer der Stars Glen Gulutzan, Lindy Ruff und Hitchcock. Einhergehend mit jedem Trainerwechsel ist eine Systemumstellung. Jeder von ihnen hatte eine eigene Vision davon, wie und mit welchen Spielern er die Mannschaft zum Erfolg führt.

Video: STL@DAL: Benn stiehlt den Puck und gleicht aus

Benn hätte sich etwas mehr Konstanz gewünscht: "Es [häufige Trainerwechsel] ist nicht das Beste. Wir riefen Monty an.... Ich sagte ihm, ich hoffe, er ist mein letzter Cheftrainer (lacht). Ich bin mir nicht sicher, doch ich glaube, es wäre für mich eine gute Sache. Fünf Trainer. Es ist nicht einfach, wenn man jedes Jahr die Dinge ändern muss, aber wir werden sehen, wie es dieses Jahr läuft."

Verhalten optimistisch, ohne die Ziele allzu hoch zu hängen, startet der Linksaußen in die neue Saison.

"Ich bin irgendwie unvoreingenommen. Ich werde nicht sagen, dass wir große Erwartungen haben. In das Jahr, in dem wir in der Western Conference (2015/16) den ersten Platz belegten, ging ich mit der gleichen Einstellung hinein. Ich war mir damals nicht sicher, was passieren würde, also bin ich mir als abergläubischer Typ auch in diesem Jahr nicht wirklich sicher, wie es ausgehen wird. Hoffentlich endet es gut", verriet Benn.

Dem Saisonstart fiebert er schon einmal entgegen, und bereits die ersten drei Vorbereitungsspiele verliefen für die Stars mit Siegen über die St. Louis Blues (5:3) und Minnesota Wild (3:1) sowie einer 3:4-Overtime-Niederlage gegen die Florida Panthers durchaus vielversprechend (2-0-1).

 

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"Es ist fantastisch. Weißt du, man wartet etwa fünf, vier, drei, zwei Monate, um wieder mit den Jungs da draußen zu sein und die Atmosphäre wieder zu spüren. Es ist manchmal etwas langweilig im Sommer, auf den Schlittschuhen mit den paar Jungs, die man dabei hat, aber wenn man mit seinem Team wieder zusammen ist, dann bekommt man auch wieder dieses Gefühl der Aufregung. Wenn man dann rausgeht, sich aufs Eis begibt und die Fans da sind, baut sich die Atmosphäre auf. Es ist ein tolles Gefühl und aufregend für uns als Spieler."

Die Zeiten, in denen die Stars vor einem halbleeren Stadion antreten mussten, sind längst vorbei, weiß Benn zu berichten: "Es ist unglaublich. Zu meinen Anfangszeiten hier, gab es einige Probleme mit den Inhaberverhältnissen. Wir hatten nicht so viele Fans, also war das ein wenig schwierig. Aber zehn Jahre später ist Dallas ein Eishockeymarkt und unsere Spiele sind fast jeden Abend ausverkauft. Die Beziehung, die wir zu unseren Fans und der Stadt haben ist großartig. Ich glaube, es wird immer noch besser."

 

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Ein Grund, warum die Massen in das American Airlines Center der texanischen Metropole strömen, ist das attraktive Offensivspiel, das die Stars mit dem Stürmer-Duo Benn und Tyler Seguin sowie mit John Klingberg (59 Assists), dem besten Vorlagengeber 2017/18 unter den Verteidigern der Liga, aufziehen.

Für seinen Verteidiger-Kollegen hat Benn sogar noch ein Sonderlob parat: "Ich bekomme es jeden Tag mit, also für mich ist es offensichtlich, aber Außenstehende wissen nicht, was er alles für unser Team tut. Ich denke, viele Leute schauen sich nur an, wie viele Punkte er erzielt, aber er spielt in jeder Situation für uns, er ist gut in der eigenen Zone und er tritt jeden Abend gegen die besten Spieler an. Was erwartest du noch mehr von deinem besten D-Man?"

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