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Jagr zufrieden mit Panthers; kein Ruhestand

von Mike Morreale / NHL.com

NEW YORK - Florida Panthers Rechtsaußen Jaromir Jagr hörte sich sicher nicht wie jemand an, der bereit für den Ruhestand ist, selbst als die Saison am Sonntag nach Spiel sechs im Barclays Center endete.

Stattdessen schien der Veteran sogar noch entschlossener, weiter ein Teil der jungen, energiegeladenen Panthers zu sein, die Vereinsrekorde für Siege und Punkte aufstellten. Er war ohne Zweifel stolz Teil des Ganzen zu sein.

Die Islanders gewannen die Best-of-7 Serie 4-2, nach zwei 2-1 Siegen nach doppelter Verlängerung gegen die Panthers.

"Ich habe in den letzten Jahren nicht in den Playoffs gespielt und selbst in meinem alter lernt man weiter dazu", sagte Jagr. "Wenn ich zurückkomme, bin ich bereit. Ich muss anders trainieren. Ich will spielen, dass ist klar. Aber ich muss mich mehr vorbereiten, dass weiß ich."

Jagr war tatsächlich zum ersten Mal seit 2012-13 in den Playoffs, als er bei den Boston Bruins spielte. Er machte zwei Assists in sechs spielen gegen die Islanders, traf aber seit 37 Playoff spielen nicht mehr.

Jagr schoss sein letztes Playoff Tor für die Philadelphia Flyers, beim 8-5 Sieg gegen die Penguins in der ersten Rune der Eastern Conference am 13. April 2012. Er liegt auf Platz fünf der ewigen Liste der NHL, für Punkte in den Playoffs, mit 201 Punkten und 78 Toren.

"Natürlich ist es frustrierend, dass ich nicht getroffen habe, aber ich werde immer bis zum Schluss kämpfen", beteuerte Jagr.

Die Panthers kämpften sicher bis zum Ende, obwohl sie in sechs Spielen gegen die Islanders ausschieden. Die Atlantic Division Champions spielten gegen die Islanders über weite strecken besser, bissen sich aber am bayrischen Torhüter Thomas Greiss die Zähne aus und verloren den Kampf gegen den unglaublich entschlossenen Kapitän John Tavares.

"Die Jungs arbeiteten am Sonntag und in jedem Spiel bis zum Umfallen", lobte Verteidiger Erik Gudbranson. "Man kann es in den Gesichtern sehen. Wie schwer wir gearbeitet haben. Leider haben wir Lehrgeld bezahlt und es war schwer zu schlucken. Um besser zu werden, muss man da vielleicht durch, auch die schweren Zeiten mitmachen, den Schmerz spüren und lernen, wie hart es ist den Stanley Cup zu gewinnen."

"Wir werden mit einem miesen Gefühl nach Hause gehen und nächstes Jahr zurückkommen, bereit noch härter zu arbeiten."

Das war das herrschende Thema der Interviews nach dem Spiel.

Die Panthers erreichten 1996 zum letzten Mal den Stanley Cup, mit einem Team, das auf Erfahrung setzte. Dieses Jahr baute das Team auf jungen Spielern auf, mit ein paar Veteranen als Anführer. General Manager Dale Tallon übernahm 2010 und begann mit dem Draft ein neues Fundament zu legen. Seine erste Wahl war Gudbrandson, der in Los Angeles als dritter Spieler gedraftet wurde.

"Wir hatten viele Leute, die ihre ersten Playoff Erfahrungen sammelten und in den Playoff wird ein anderes Eishockey gespielt", erklärte Jagr. "Wir können daraus mit unseren vielen jungen Spielern lernen. Manchmal muss man diese Spiele verlieren um im nächsten Jahr zu gewinnen."

Trainer Gerard Gallant war mit der Leistung der jungen Spieler, die wichtige Rollen übernahmen zufrieden. Neun Spieler der Panthers gaben ihr Playoff Debüt, darunter Stürmer Jonathan Huberdeau, Aleksander Barkov, Nick Bjugstad, Garrett Wilson, Greg McKegg und Rocco Grimaldi und Verteidiger Aaron Ekblad, Alex Petrovic und Michael Matheson.

"Die werden nach der Niederlage heute Abend leiden, aber es war eine großartige Erfahrung für die jungen Spieler", sagte Gallant. "Ich bin stolz darauf, dass wir nie aufgegeben haben. Keiner hatte unss als ersten der Atlantic Division auf dem Schirm und wir haben 103 Punkte gemacht und sind weit gekommen. Jeder der unser Team kennt, kennt unseren Charakter und weiß wie stark wir in den nächsten Jahren sein werden. Das ist das Gute. Es fühlt sich vielleicht gerade nicht gut an, aber wir haben große Hoffnung für dieses Team."

Gallant erklärte, es liege in den Händen des Management, ob Jagr eine weitere Saison bei den Panthers spielen werde.

"Wir werden sehen", sagte Gallant. "Ich habe nichts mit Verträgen und Verhandlungen zu tun, wir werden sehen was im Sommer passiert."

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