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Isles nach zwei OT-Niederlagen am Abgrund

von Brian Compton / NHL.com

NEW YORK - Schaut man auf den Kalender, dann stellt man fest, dass der Groundhog Day (Täglich grüßt das Murmeltier) schon drei Monate zurückliegt, doch die New York Islanders erlebten am Freitag genau das Gleiche wie am Dienstag.

Wie schon in Spiel 3 der Eastern Conference Zweitrundenserie gegen die Tampa Bay Lightning, dominierten die Islanders das erste Drittel von Spiel 4. Sie hatten zahlreiche Torchancen zuhause in Führung zu gehen, doch sie vergaben sie und konnten nur einmal Ben Bishop bezwingen.

Das Ganze endete im Barclays Center mit einer 1-2 Overtime-Niederlage, wodurch sie sich an den Rand des Abgrunds gebracht haben.

Mit einem 1-3 Rückstand in der Best-of-7 Serie sind die Islanders dazu gezwungen am Sonntag in der Amalie Arena Spiel 5 zu gewinnen.

"Wir hatten einige Torchance, doch wir nutzten sie nicht", sagte Rechtsaußen Kyle Okposo, der New York's Tor erzielen konnte. "Wir müssen nur herausfinden, wie wir ihn [Bishop] bezwingen. Wir haben heute einige gute Sachen gemacht, doch letztendlich war es zu wenig."

Drei Tage nachdem die Islanders im ersten Drittel ihrer 4-5 Overtime-Niederlage sich ein Torschussverhältnis von 17-9 herausschossen, brachten sie es auf 16-6 Schüsse in Spiel 4. Doch sie konnten kein Kapital aus ihrer Überlegenheit schlagen, auch nicht als Lightning Stürmer Ryan Callahan nach 14:41 Minuten im Spiel für vier Minuten auf der Strafbank Platz nehmen musste.

Sie trafen nicht nur bei dieser nummerischen Überlegenheit nicht, die ihre letzte im Spiel sein sollte, sondern verbrachten auch wenig Zeit im Angriffsdrittel. Anstatt ihren 1-0 Vorsprung auszubauen, machten sie den in den Seilen hängenden Eastern Conference Champion vom letzten Jahr wieder stark.

"Offensichtlich war das nicht das Beste von uns", sagte Okposo, der bei New York's erstem Powerplay nach 4:20 Minuten getroffen hatte. "Sie haben uns ziemlich gut Matt gesetzt. Wir müssen besser abschließen. Es wäre schön gewesen, wenn wir ein weiteres geschossen und weitere Versuche unternommen hätten. Natürlich liebe ich es Tore zu schießen, doch daraus wurde nichts."

Im zweiten Spiel in Folge hielt Lightning Verteidiger Victor Hedman Islanders Kapitän John Tavares in Schach, der nur zu einem offiziellen Torschuss kam und einen weiteren, kurz vor dem vierminütigen Powerplay, an die Latte setzte.

"Das ist etwas unbefriedigend", sagte Tavares. "Wir müssen sie testen und es ihnen schwerer machen. Wir haben das erste Tor im Powerplay erzielt ... Playoffs sind wie ein Schachspiel. Ich glaube, dass sie die richtigen Veränderungen unternommen haben. Wir haben nicht gut genug darauf reagiert."

"Wir hatten das ganze Spiel hindurch reichlich Chancen und wir müssen einen Weg finden, dass einige davon reingehen."

Islanders Coach Jack Capuano möchte seinen Powerplayformationen nicht zum Vorwurf machen, dass sie zu wenige Torchancen kreiert haben. New York führte, bis Nikita Kucherov, in Spiel 3 39 Sekunden und in Spiel 4 12:11 Minuten vor dem Ende, ausglich. Jason Garrison sorgte nach 94 Sekunden in der Overtime für den Sieg.

"Du kannst sie nicht kritisieren", sagte Capuano über das Powerplay. "Wir kamen nicht aus der Zone, wir waren zu puckverliebt. Wir wissen das. Aber wir haben früh durch Kyle ein wichtiges Tor erzielt. Sie haben im zweiten Drittel Druck gemacht, doch im dritten kamen wir zurück und lieferten eine solide Partie ab. Wir ließen gegen einen starken Gegner nur wenige Chancen zu."

"Wir brauchen mehr Tore. Er ist ein richtig guter Torhüter. Ganz ohne Zweifel dieser Bishop ist ein Fels in der Brandung. Er ist ein World Cup Torwart. Wir müssen an ihn rankommen, zum Tor ziehen und bei einigen Rebounds da sein."

Da das den Islanders am Freitag wiederum nicht gelang, flogen sie nach Tampa, wo nun ihre Saison gefährdet ist. Sie wissen, dass sie genauso leicht auch 3-1 vorne liegen könnten.

"Vermutlich waren das unsere zwei besten Playoffpartien, ehrlich", sagte Linksaußen Matt Martin. "In der Serie gegen Florida bekamen wir die Abpraller. Jetzt bekommen sie etwas mehr Abpraller. Wir müssen uns da durchkämpfen. Wir dürfen nicht zu frustriert sein. Uns bleibt nicht viel Zeit darüber nachzudenken. Nach Tampa aufbrechen und bereit sein für einen Pflichtsieg."

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