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Greiss entwickelt sich zum Hurricanes-Schreck

Zum dritten Mal in dieser Saison verzweifelt Carolinas Offensive am starken Islanders-Torhüter

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Thomas Greiss entwickelt sich langsam aber sicher zum Schreckgespenst der Carolina Hurricanes. Am Samstag gewann der Füssener mit den New York Islanders auch den dritten Vergleich in dieser Saison gegen den Kontrahenten aus Raleigh. Beim 4:1 im Barclays Center bot er abermals eine starke Vorstellung. Mit 26 abgewehrten Schüssen und einer Fangquote von 96,3 Prozent untermauerte der 32 Jahre alte Schlussmann seine derzeitige Stellung als Nummer 1 bei den Islanders. Bei seinen jüngsten fünf Starts verließ er viermal als strahlender Sieger das Eis. Mit nunmehr acht Erfolgen aus 14 Einsätzen ist Greiss bester Torhüter der Metropolitan Division.

"Wir haben hart gearbeitet und dem Gegner wenig Chancen eingeräumt", analysierte er das Match im Anschluss in der Kabine. Nach dem 4:3 n. V. vom Freitag bei den New Jersey Devils, feierten die Islanders gegen die Hurricanes den zweiten Sieg binnen 48 Stunden nach der Spielbetriebspause an Thanksgiving. Die optimale Ausbeute an beiden Tagen gegen die Konkurrenz aus der eigenen Gruppe freute Greiss besonders. "Das sind im Prinzip Vier-Punkte-Spiele. Deswegen gehen wir sie sehr konzentriert an", sagte er. Diese Fokussierung zahlte sich für die Islanders in der laufenden Spielzeit aus. 9:1 lautet die Bilanz des Teams aus Brooklyn nach zehn Begegnungen gegen Vertretungen aus der Metropolitan Division.

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Das persönliche Duell zwischen Greiss und dem Rivalen aus Carolina nahm gleich zu Beginn der Hauptrunde 2018/19 ihren Anfang. Beim Saisonauftakt beider Klubs wuchs der Torhüter über sich hinaus und trieb die gegnerische Offensivabteilung in der PNC Arena zur Verzweiflung. 45 Schüsse, die auf sein Gehäuse abgegeben wurden, wehrte er ab und legte damit den Grundstein für das 2:1 n. V. und den optimalen Einstand für die Islanders.

Dreieinhalb Wochen später wiederholte sich das Ganze an gleicher Stelle. Wieder erwies sich Greiss als Turm in der Schlacht und sicherte seinen Farben mit 38 Paraden ein 2:1 nach 60 Minuten. Der Jubel bei ihm fiel danach noch ein wenig größer aus als beim ersten Match. Für ihn war es der 100. Sieg in seiner NHL-Karriere nach 213 Auftritten für die San Jose Sharks, die Arizona Coyotes, die Pittsburgh Penguins und die Islanders.

 

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Wie sehr Greiss die Hurricanes bei seinem Jubiläumserfolg zur Verzweiflung trieb, bewies eine Aussage von Carolinas Kapitän Justin Williams. "Er ist ohne Frage ein guter Torwart, aber er stellt sicher keine Weltklasse dar. Keine Ahnung, warum wir uns gegen ihn so schwertun. Wir müssen dringend einen Weg finden, ihn wieder öfter zu bezwingen", meinte der Stürmer erkennbar angefressen. Bei der ersten Gelegenheit zur Revanche im Barclays Center scheiterten Williams und seine Mitspieler mit diesem Vorhaben allerdings kläglich.

Der Aufschwung der Islanders kommt überraschend. In der vergangenen Saison hatten sie die Stanley Cup Playoffs deutlich verpasst. Vor allem die Defensive erwies sich als äußerst anfällig. Mit 296 Gegentoren war die Mannschaft die Schießbude der NHL schlechthin. Auch für Greiss verlief die Runde alles andere als zufriedenstellend. Wegen einer Verletzung verpasste er etliche Spiele. Er kam auf lediglich 27 Einsätze und 25 Starts.

Seit Oktober geht es für den Keeper und seine Teamkollegen jedoch aufwärts. Die Abwehr steht sicherer und im Angriff konnten die Islanders trotz des Abgangs ihres Kapitäns John Tavares ebenfalls überzeugen. Nach 22 Begegnungen stehen sie in der Metropolitan Division mit 26 Punkten auf dem dritten Platz. Mit 64 Gegentreffern stellen sie die beste Defensive in ihrer Gruppe.

 

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Greiss führt den Umschwung in erster Linie auf die Arbeit von Trainer Barry Trotz zurück, der im Frühjahr die Washington Capitals zum Stanley Cup geführt hatte und sich danach in Richtung New York verabschiedete. "Unser Coach macht einen sehr guten Job. Wir haben mehr Struktur im Spiel, sind besser vorbereitet und können daher bessere Leistungen abrufen. Jeder weiß, was er zu tun hat", lobte der deutsche Nationalspieler den verantwortlichen Mann an der Bande vor Kurzem in einem Gespräch mit NHL.com/de.

Zudem herrsche ein anderer Teamgeist als in der Vorsaison, was sich auch positiv auf seine persönlichen Werte auswirke, fügte Greiss hinzu. "Wir unterstützen uns alle viel mehr. Die Verteidigung muss für eine gute Torhüterleistung immer mitarbeiten. Wenn Schüsse geblockt, Passwege zugestellt und dadurch Chancen vereitelt werden, hat es der Torwart einfacher."

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