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Die Hoffnung trägt einen Namen

Jaroslav Halak versiegelt das Tor der Islanders und lässt Brooklyn weiterhin von den Stanley Cup Playoffs träumen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Die Stanley Cup Playoffs rückten ab Mitte März für die New York Islanders immer weiter in die Ferne. Punkt für Punkt ließ das Team aus Brooklyn liegen, während die Konkurrenz um die zweite Wild Card zu den Stanley Cup Playoffs der Eastern Conference zielstrebig voranschritt.

Auch die beiden Deutschen im Team konnten nicht verhindern, dass die Islanders auf dem besten Wege waren, sich um die wohlverdienten Lorbeeren zu bringen. Nach famoser Aufholjagd vom letzten Tabellenplatz setzten sie ihren Kurs mit Volldampf in Richtung Stanley Cup Playoffs. Doch kurz vor der Einfahrt in den Zielhafen gerieten sie in raue Fahrwasser.

Video: NYI@CAR: Halak nutzt Schoner gegen Dahlbeck

Dennis Seidenberg musste teilweise als healthy scratch herhalten und Thomas Greiss haderte in den entscheidenden Spielen mit seinen Leistungen. Da kam Coach Doug Weight der entscheidende Geistesblitz. Im American Hockey League Farmteam der Islanders brilliert doch ein Jaroslav Halak. Er drängte sich regelrecht für das NHL-Team auf.

Am 30. Dezember wurde der 31-jährige Slowake zu den Bridgeport Sound Tigers geschickt. Allen Umständen zum Trotz glänzte er dort mit erstklassigen Leistungen und steckte den Rückschlag weg. Dies erkannte auch Weight.
"Er war da unten ein richtiger Profi", lobte er Halak, der in seiner Zeit bei den Sound Tigers eine Bilanz von 17-7-3 einfuhr. "Er schwebt auf einer Welle von Selbstbewusstsein. Ich bin stolz auf Jaro und wie er diese Situation gemeistert hat... Er ging da runter und wollte den Leuten beweisen, dass er immer noch spielen kann. Das hat er großartig gemacht."

"Natürlich will soetwas niemand durchmachen", erklärte Halak. "Nachdem du in der NHL warst, willst du nicht mehr in die Minors geschickt werden. Das ist keine schöne Sache. Aber ich wollte einfach mit einer guten Einstellung runtergehen und hart arbeiten und wieder Spaß am Spielen haben und wieder Spiele gewinnen."

Halaks professionelle Einstellung zahlte sich aus. Am 23. März beorderten ihn die Islanders wieder in ihr NHL Team.

"Du willst dir immer beweisen, dass du immer noch Spielen kannst", erzählte Halak. Das hat er nicht nur sich, sondern auch allen anderen. Seit er am 24. März nach fast dreimonatiger Abstinenz von der nordamerikanischen Eliteliga gegen die Pittsburgh Penguins sein erstes NHL-Spiel machte und prompt einen 4-3 Sieg nach Shootout einfuhr, ist er den Islanders ein sicherer Rückhalt und blieb ohne Niederlage.

Am Donnerstag legte er gegen die Carolina Hurricanes mit 29 Saves seinen vierten Sieg in Folge hin. Am Ende stand ein 3-0 für die Islanders und der zweite Shutout der laufenden Saison für Halak zu Buche.

"Ich will von Spiel zu Spiel gehen und nicht über Druck nachdenken", sagte Halak. "Ich will einfach Spaß haben. Ich bin wieder in der NHL. In der AHL war es ganz anders. Wir hatten viele junge Kerle. Die lernen noch, wie man das Spiel der Männer spielt. Hier ist es etwas einfacher als da unten."

Dank Halak darf das Team aus Brooklyn weiterhin träumen. Drei Punkte trennt sie von den Toronto Maple Leafs. Sollten diese in den letzten beiden Spielen Federn lassen, könnte die Tür zu den Playoffs für die Islanders doch noch aufgehen.

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