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Neue Bestmarken an fast jedem Spieltag

NHL Pulse: Rekorde werden gebrochen, neue Serien aufgestellt. An Attraktivität mangelt es wahrlich nicht

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

In der Rubrik "NHL Pulse" beleuchtet NHL.com/de an jedem Montag aktuelle Themen, Diskussionen und Entwicklungen der Saison 2018/19, die im Hintergrund des Spielgeschehens liegen.

Heute geht es um die neuen Rekorde und Serien, die fast in jeder Nacht aufgestellt und gebrochen werden.

Ein Blick auf die Zusammenfassungen der Spiele offenbart fast täglich eine Serie, die aufgestellt, einen neuen Rekord der gebrochen wurde oder zumindest einige faustdicke Überraschungen. Die Klubs und ihre Protagonisten bieten an nahezu jedem Spieltag ein besonderes Spektakel. Die Torjäger präsentieren sich in dieser Saison einmal mehr in absoluter Topform, aufgestellte Tor- und Punkteserien sind die Folge. 

 

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Nicht von ungefähr wird derzeit darüber diskutiert, ob es Alex Ovechkin von den Washington Capitals sogar gelingen könnte, den bislang nahezu unantastbar erscheinenden Rekord von Wayne Gretzky in Sachen Torproduktion zu übertreffen. 

Gretzky gelangen 1981/82, als er mit 92 Treffern seinen Torrekord aufstellte, 50 Tore in nur 39 Spielen. Ovechkin ist, auch wenn diese spezielle Bestmarke auf ewig wohl nicht zu knacken ist, auf einem sehr guten Weg ebenfalls Geschichte zu schreiben. Er kann derzeit auf 29 Saisontreffer verweisen, wofür er lediglich 32 Spiele benötigt hat. Das entspricht einer für ihn rekordverdächtigen Torquote von 0,9 Treffern pro Spiel. Rechnet man diesen Wert auf die komplette Hauptrunde hoch, dann käme er bis Mitte April auf rund 74 Tore. Sein bisheriger persönlicher Höchstwert aus der Saison 2007/08 liegt bei 65 Treffern.

Könnte er diese Form über die Spielzeit hinaus konservieren, dann erscheint selbst Gretzkys Allzeit-Rekord von 894 Treffern nicht mehr unerreichbar. Der 33-jährige Russe steht derzeit bei 636 Toren. 

Gretzky war 20 Spielzeiten lang in der NHL aktiv. Ovechkin befindet sich inmitten seiner 14. Runde. Kann Ovechkin bis er 40 Jahre alt sein wird im Durchschnitt etwa 40 Treffer pro Jahr zum Teamerfolg beisteuern? Es stellt eine große Herausforderung dar, die zu meistern nicht unmöglich erscheint.

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"Wenn ich fit bleibe, dann möchte ich schon noch einige Jahre weiterspielen", verkündete Ovechkin kürzlich. "Ich will irgendwann einmal mit meinen eigenen Kindern gemeinsam Eishockey spielen. Doch allzu weit in die Zukunft lässt sich so etwas ohnehin nicht planen. Wir werden sehen." 

Vierzehn Spieler liegen in der ewigen Bestenliste zwischen Ovechkin und Gretzky. Jeder einzelne von ihnen, mit Ausnahme von Jaromir Jagr, ist Mitglied in der Hockey Hall of Fame in Toronto. Das zeigt schon auf, in welchem elitären Kreis wir uns hier bewegen.

Es gilt ebenso zu berücksichtigen, dass die Fangquote der Torhüter zu Gretzkys Zeiten niedriger war und im Durchschnitt mehr Tore pro Spiel fielen. Die Leistung des Russen, unabhängig davon, ob er den Rekord nun erreichen kann oder nicht, ist im sportgeschichtlichen Zusammenhang noch höher einzuschätzen.

Doch nicht nur die Torjäger und Punktesammler sorgen in nahezu jeder Nacht für besondere Momente, auch die Teams sorgen immer wieder für Abwechslung und Spannung wie nur selten zuvor in der über 100-jährigen Ligageschichte.

Waren es in der Vorsaison in erster Linie die Vegas Golden Knights, die als Expansion Team positiv überraschten, sind es diesmal die Buffalo Sabres, die dabei sind ein ähnliches Eishockeymärchen zu schreiben. 

Im Vorjahr ganz unten im Tabellenkeller beheimatet, entwickelt sich der Klub offenkundig zu einem echten Klasse-Team, das auf einem der oberen Ränge in der Atlantic Division und der Eastern Conference aufzufinden ist.

Dass die Sabres bis Ende November ihren Franchise-Rekord für die meisten Siege in Folge einstellen, also zehn Spiele hintereinander gewinnen konnten, damit hatten sicherlich zu Saisonbeginn selbst die kühnsten Optimisten nicht gerechnet. Mit einer Zwischenbilanz von 20-9-5 liegen die Sabres klar auf Playoff-Kurs. 

Weitere Bestmarken, die aufgestellt wurde, waren ein neuer Torrekord für die Columbus Blue Jackets oder eine Franchise-Premiere für Aleksander Barkov von den Florida Panthers.

Nach dem 4:1-Erfolg über die Los Angeles Kings in der vergangenen Woche, freute man sich in Columbus zusätzlich darüber, dass ihr Team mit durchschnittlich 3,42 Toren aus den ersten 31 Spielen einen neuen Bestwert in der Geschichte der Blue Jackets aufstellen konnte. Mit 106 Treffern hatten sie 33 Tore mehr erzielt als in der Spielzeit 2016/17. 

 

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Am Sonntag kam es zu einer Premiere in der Geschichte der Florida Panthers. Stürmer Barkov schnürte an diesem Tag seinen ersten Dreierpack. Seinen Premieren-Hattrick gegen die Toronto Maple Leafs komplettierte er als erster Spieler in der Geschichte der Panthers in einer Verlängerung. 

Bei den Tampa Bay Lightning sorgte Kapitän Steven Stamkos am Montag beim 6:3-Erfolg über die New York Rangers mit seinem neunten NHL-Hattrick für einen neuen Klub-Rekord und er übertraf dabei wie nebenbei die Marke von 700 Scorerpunkten.

All diese ungewöhnlichen Serien, die neuen Franchise-Rekord machen die Liga interessant, sorgen für eine Menge Unterhaltung und sind ein gutes Zeichen, dass sich die NHL auf dem richtigen Weg befindet. 

Sportliches Spektakel und volle Arenen sind ein Indikator für eine gesunde Entwicklung und bieten zudem regelmäßig Anlass sich der reichen Liga-Geschichte zu erinnern.

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