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Samsonov hält Washington an der Tabellenspitze

Auswärtsstarker Capitals-Goalie auf Rekordjagd - Druck auf Holtby wächst

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Freier Autor

Als erstes Team in der laufenden Saison durchbrachen die Washington Capitals die Schallmauer von 60 Punkten. Am Freitag landeten die US-Hauptstädter einen 4:3-Auswärtssieg in der PNC Arena in Raleigh bei den Carolina Hurricanes und thronen mit nun 61 Zählern weiter an der Liga-Spitze. Zum Sieggarant avancierte Ersatztorwart Ilya Samsonov, der vor einer strahlenden Zukunft steht.

Ein Monster-Save als Schlüsselmoment

Samsonov erhielt seinen 13. Start in dieser Spielzeit und zahlte das Vertrauen voll zurück: Der 22-jährige Russe entschärfte 38 von 41 Schüssen (92,7 Prozent Fangquote) und brachte den Gegner schier zur Verzweiflung. "Es scheint, als wäre es immer dasselbe, wenn wir gegen sie spielen: Es ist ein enges Spiel, wir haben viele Torchancen, aber finden keinen Weg, sie zu nutzen", ärgerte sich Hurricanes-Trainer Rod Brind'Amour.

Hauptverantwortlich für Carolinas Frustrationslevel war Samsonov. Der Schlüsselmoment an diesem Abend war seine artistische Parade gegen Dougie Hamilton beim Stand von 1:0 im Powerplay (25.). "Der von Samsonov parierte Alleingang und unser darauffolgendes Tor hat uns viel Momentum gegeben", erinnerte sich Evgeny Kuznetsov, der nur 25 Sekunden später auf 2:0 für Washington stellte (26.). Er war neben Richard Panik (23.), Lars Eller (43.) und Jakub Vrana (45.) einer von vier unterschiedlichen Torschützen für die Capitals.

Samsonov war da längst schon warmgeschossen: 18 Schüsse musste der Rookie bereits im ersten Abschnitt abwehren sowie deren 15 in einem heißen Schlussdrittel. Der in Magnitogorsk geborene Linksfänger aber blieb cool. "Das ist okay. Ich mag es, wenn ich viele Schüsse aufs Tor bekomme", sagte Samsonov, der sich nur gegen Jordan Staal (41.), Teuvo Teravainen (47.) und Ryan Dzingel (53.) geschlagen geben musste.

Auswärtsstark: Samsonov auf Rekord-Kurs

"Keine Frage: Samsonov war heute der Spieler des Spiels", sprach Todd Reirden dem Goalie ein Sonderlob aus. "Er hat seine Emotionen immer unter Kontrolle. Das erlaubt es unserem Team, in der Spur zu bleiben. Er war überragend."

Auch bei einer Strafe gegen ihn wegen Schauspielerei im ersten Durchgang blieb der Russe ruhig und entschärfte weiter fleißig die auf sein Tor abgefeuerten Scheiben. Am Ende gewann der 22-Jährige auch sein achtes Auswärtsspiel in seiner NHL-Karriere (8-0-0). Er ist damit erst der zweite Torhüter in der NHL-Geschichte, der jedes seiner ersten acht Auswärtsspiele gewinnen konnte. Den Rekord hierfür hält noch immer Brent Johnson, der zwischen den Pfosten der St. Louis Blues seine ersten zehn Auswärts-Starts gewinnen konnte (26. Februar 1999 bis 13. Januar 2001).

 

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"Es ist mir egal, wo ich spiele - ich fühle mich zu Hause genauso wohl wie auswärts", so Samsonov.

Druck auf Holtby wächst

In seiner ersten NHL-Saison überzeugt Samsonov bislang mit einem Gegentorschnitt von 2,33 sowie einer Fangquote von 91,8 Prozent in 15 Einsätzen und 13 Starts. In seinen jüngsten beiden Partien betrieb der 1,91-Meter-Mann mit 94,2 Prozent Fangquote eine Menge Eigenwerbung.

"Fast an jedem Abend spielt Samsonov auf diesem Level. Ich denke, er hat alle Erwartungen übertroffen, die man an so einen jungen Rookie-Torhüter stellen kann", sagte Stürmer Lars Eller. "Es ist nicht leicht. Manchmal macht er über zwei Wochen kein Spiel, liefert dann aber trotzdem ab. Ich kann mich an keine Partie erinnern, in der er nicht gut war."

Damit wächst der Druck auf Stammkraft Braden Holtby. Der acht Jahre ältere Kanadier zählt zu den Top-Torhütern in dieser Liga, doch seine Statistik ist angesichts eines Gegentorschnitts von 2,99 und einer Fangquote von 90,2 Prozent noch ausbaufähig. Pikant: Holtbys Vertrag läuft am Saisonende aus. Mit 6,1 Millionen Dollar Jahresgehalt war der 30-Jährige bislang kein Schnäppchen.

Man darf gespannt sein, wie die Capitals auf der Torwart-Position planen, sollte Samsonov weiterhin so konstant stark halten. Der im Jahr 2015 in der 1. Runde an 22. Stelle gedraftete Herausforderer steht mit seinem Einstiegsvertrag für 925.000 US-Dollar noch bis 2021 in Washington unter Vertrag.

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