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IIHF WM: Schweiz siegt, D und A verlieren

von Stefan Herget / NHL.com

Schweiz –Deutschland 1-0 (0-0/0-0/1-0)

Wer keine Tore schießt, kann auch nicht gewinnen. So könnte das Fazit der deutschen Mannschaft nach der knappen 0-1 Niederlage gegen die Schweiz aussehen. Im zweiten Spiel in Folge blieben die Männer von Trainer Pat Cortina ohne Torerfolg.

Dabei wollten sie doch nach der 0-10 Pleite gegen Kanada Wiedergutmachung betreiben. Zwar kamen die Deutschen gut in die Partie und hatten im ersten Drittel sogar ein leichtes Übergewicht an Chancen zu verzeichnen. Insbesondere die körperbetonte Spielweise ihrer Gegner schmeckte den Schweizern zu Beginn überhaupt nicht. Diese hielten dagegen, aber ihre spielerische Überlegenheit konnte so selten aufblitzen.

Das änderte sich zunehmend im Spielverlauf und Timo Pielmeier im Tor der Deutschen, der heute den Vorzug vor Dennis Endras erhielt, stand immer mehr im Mittelpunkt. Zusätzlich arbeitete die Defensive weitgehend fehlerfrei. Auffallend war, dass in der Offensive zu wenige kontrollierte Aktionen zu Stande kamen. Meist musste der Torschuss aus schlechten Positionen genommen werden.

Die zunehmende Dominanz der Schweizer gipfelte schließlich im Tor des Tages durch Denis Hollenstein in der 53. Minute, wenn gleich ihn die Deutschen durch einen krassen Stellungsfehler vor dem Tor sträflich alleine ließen. Mit aller Zeit der Welt ausgestattet tanzte er Pielmeier aus und netzte unter die Latte ein.

Die Schweiz befindet sich nach dem Shutout von Torhüter Leonardo Genoni mit 18 Saves mit sieben Punkten aus drei Partien somit fast im Soll und Deutschland muss wieder sorgenvoller auf die entscheidenden Duelle gegen den Abstieg mit Lettland (Freitag) und Österreich (Montag) blicken.

Österreich – Frankreich 0-2 (0-0/0-0/0-2)

Einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt nach dem Sieg gegen die Schweiz verpasste der Aufsteiger Österreich durch seine knappe Niederlage gegen die bisher punktlosen Franzosen.

Wie beim Nachmittagspiel zwischen Deutschland und der Schweiz fiel der entscheidende Treffer des Abends erst im dritten Drittel. Damien Fleury erlöste Frankreich auf Vorarbeit von Stephane De Costa in der 47. Spielminute. Das Tor wurde in Überzahl markiert, weil zu diesem Zeitpunkt Michael Raffl wegen eines hohen Stockes auf der Strafbank saß.

Die Führung der Franzosen war durchaus verdient, denn sie hatten über weite Strecken der Partie die größeren Spielanteile und wirkten aktiver. Gerade in der Offensive fehlte es häufig an Durchschlagskraft oder die beiden Torhüter Bernhard Starkbaum bei Österreich und Christobal Huet bei Frankreich waren auf dem Posten.

Kurz nachdem Starkbaum sein Gehäuse zu Gunsten eines sechsten Feldspielers verlassen hatte, erhöhte Laurent Meunier 58 Sekunden vor der Sirene auf 2-0, dem Endstand. Huet feierte mit 23 Saves einen Shutout.

Frankreich verschafft sich mit den ersten drei Punkten etwas Luft im Abstiegskampf und schickt Österreich mit zwei Punkten auf den vorletzten Platz vor den punktlosen Letten.

Die weiteren Spiele:

A: Lettland -Schweden 1-8 (0-1/1-3/0-4)

A: Kanada - Tschechien 6-3 (2-1/1-1/3-1)

B: Russland – USA 2-4 (0-1/1-1/1-2)

B: Norwegen – Finnland 0-5 (0-1/0-2/0-2)

B: Dänemark – Weißrussland 1–5 (1-0/1-3/0-2)

B: Slowakei – Slowenien 3-1 (0-1/0-0/3-0)

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