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IIHF WM: Bitterer Abstieg für Österreich

von Stefan Herget / NHL.com

Kanada – Österreich 10-1 (4-0/2-0/4-1)

In der Mittagspartie der Gruppe A war schnell klar, dass Österreich wie erwartet den Klassenerhalt nicht aus eigener Kraft schaffen wird, sondern vom Ausgang der Partie Lettland gegen Frankreich am Nachmittag abhängig sein würde, um die Klasse zu halten.

Dort passierte dann das, was nicht hätte passieren dürfen: Frankreich siegte nach Penaltyschießen und besiegelte damit den erneuten, sechsten Abstieg in Folge der Alpenrepublik.

Nicht den Hauch einer Chance wenigstens den nötigen einen Punkt einzufahren hatten die Österreicher, denn Torhüter Bernhard Starkbaum wurde aus allen Lagen beschossen und musste im ersten Drittel bereits vier Mal hinter sich greifen. Tyson Barrie (7.), Matt Duchene (10.), Taylor Hall (12.) und Aaron Ekblad (15.) sorgten früh für klare Verhältnisse.

Jason Spezza (22.) und Jordan Eberle (36.) legten im Mittelabschnitt nach.

Es schien so, als wenn die Kanadier eine Trainingseinheit für das Viertelfinale am Donnerstag, wo sie als verlustpunktfreier Gruppenerster auf den Vierten der Gruppe B Weißrussland treffen werden.

Immerhin konnte Dominique Heinrich eine der seltenen Möglichkeiten des Außenseiters in der 43. Minute zum Ehrentreffer nutzen.

Das Team Kanada verstand jedoch keinen Spaß und erhöhte bereits neun Sekunden später durch Nathan MacKinnon auf 7-1 und weitere 12 Sekunden danach durch Jason Spezza gar auf 8-1.

Starkbaum hatte daraufhin genug und überließ seinen Kasten Rene Swette. Dieser musste noch zwei Mal den Puck aus dem Netz holen. Brayden Schenn in der 47. Minute und erneut Duchene in der 55. Minute machten den zweistelligen Erfolg perfekt. Am Ende standen 46 zu 15 Torschüsse für die Kanadier.

Tschechien – Schweiz 2-1 SO (0-1/0-0/1-0/0-0/1-0)

In der letzten Partie der Gruppe A, in der es eigentlich um nichts mehr ging, denn die Tschechen standen schon vorher als Dritter der Gruppe und die Schweiz als Vierter fest, zeigten die beiden Mannschaften noch einmal ein unterhaltsames Spiel. Leider fielen nur wenige Tore.

Die Gastgeber rannten lange vergeblich gegen das von Reto Berra gehütete Tor der Schweizer an.

Erschwerend kam hinzu, dass Kevin Fiala die Eidgenossen in der 17. Minute auf Vorarbeit von Damien Brunner und Mark Streit mit 1-0 in Führung brachte.

Die Tschechen waren zu diesem Zeitpunkt nach zwei Hinausstellungen in doppelter Unterzahl.

Dafür dass die Begegnung bedeutungslos war, legten die Spieler erfreulicherweise sehr viel Engagement an den Tag. Klar, dass sich die Tschechen vor ihrem ausverkauften Haus keine Blöße geben konnten.

Deswegen war auch der Ausgleich durch Martin Zatovic in der 51. Minute sehr umjubelt. Trotz zweier weiterer Strafzeiten gegen jeweils beide Lager ging die Partie in die Verlängerung.

Dort hatten die Tschechen noch einmal nach einem geahndeten Stockschlag von Streit Überzahl, brachten allerdings die Scheibe nicht an Berra vorbei. Im Penaltyschießen trafen schließlich Jakub Voracek und Michal Vondrka bei den Hausherren und nur Fiala bei den Schweizern.

Die weiteren Spiele:

A: Schweden – Frankreich 4-2 (1-0/2-1/2-0)

B: Slowenien – Dänemark 1-0 (1-0/0-0/0-0)

B: Norwegen – Weißrussland 2-3 (0-1/1-2/1-0)

A: Frankreich – Lettland 3-2 SO (0-1/0-1/2-0/0-0/1-0)

B: USA- Slowakei 5-4 OT (2-0/2-4/0-0/1-0)

B: Finnland – Russland 3–2 SO (0-1/1-0/1-1/0-0/1-0)

Viertelfinalpaarungen am Donnerstag:

Kanada – Weißrussland

Schweden – Russland

Finnland - Tschechien

USA – Schweiz

Absteiger: Österreich und Slowenien

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