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Hurricanes haben sich verstärkt

NHL.com/de analysiert die Teams und ihre Kaderveränderungen in den ersten Wochen der Offseason

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Um die Vorfreude auf die kommende NHL-Spielzeit 2017-18 anzuheizen, analysierte NHL.com/de das Geschehen der Vorsaison und der Offseason und wird euch den ganzen Sommer mit spannenden Rankings versorgen. Heute: Die Top 5 verstärkten Teams aus der ersten Woche der Free Agency Phase.

Mitte Juni wurden die Pittsburgh Penguins als frischgebackene Stanley Cup Champions 2017 gekürt, schon Anfang Juli haben die meisten General Manager der Liga einen Großteil ihrer Hausaufgaben zur Vorbereitung auf die neue Spielzeit erledigt. Hier sind fünf Teams, die -- zumindest auf dem Papier -- durch Trades und Verpflichtungen in der frühen Free Agency Phase einen Schritt nach vorne gemacht haben.

# 1: Carolina Hurricanes

Für viele haben die Carolina Hurricanes in der Offseason den größten Satz gemacht. Mit Scott Darling holten sie einen hochveranlagten Torsteher, der eine klare Nummer 1 sein kann. Mit einem Karrierebestwert von 18 Siegen bei 32 Einsätzen (27 Starts) für die Chicago Blackhawks in der Vorsaison stellte der 28-jährige US-Amerikaner in der Vorsaison sein Können unter Beweis. In seinen drei NHL-Spielzeiten landete Darling mit seiner Fangquote stets unter den besten sechs Goalies der Liga.

Video: PIT@CHI: Darling wehrt Crosby mit zwei Saves ab

Auch im Sturm verstärkten sich die Hurricanes mit den Ergänzungen von Justin Williams, Marcus Kruger und Josh Jooris. Heimkehrer Williams ist ein solider Zweitreihen-Angreifer, Kruger ein verlässlicher Defensivstürmer.

Dagegen scheinen die Abgänge von Jay McClement, der einer der schwächsten 5-gegen-5 Spieler der Liga war, Matt Tennyson und Ryan Murphy verschmerzbar. Mit etwas Glück können die Hurricanes um einen Playoffplatz mitspielen.

# 2: Arizona Coyotes

Die Arizona Coyotes vollbrachten das Kunststück, einige der wohl einseitigsten Trades der Offseason hinzulegen. Für Niklas Hjalmarsson, einem der stärksten Verteidiger der Liga, mussten sie an die Blackhawks Connor Murphy abtreten, was fast schon einem Diebstahl gleichkommt.

Video: CHI@NSH: Hjalmarsson schießt den Puck durch Verkehr

Auch mit Stürmer Derek Stepan, einem absolut verlässlichen Scorer und Torhüter Antti Raanta von den New York Rangers, hoben sie ihren Kader auf zwei bisweilen unterbesetzten Positionen auf ein neues Level.

Zwar werden die Playoffs für die Coyotes in 2018 wohl noch nicht erreichbar sein, doch mit Clayton Keller und Dylan Strome haben sie knackiges Material, mit dem sie in ein paar Jahren einen Angriff auf die Postseason wagen können.

# 3: Dallas Stars

Die abgelaufene Saison war eine zum vergessen für die Dallas Stars. Sowohl Kari Lehtonen als auch Antti Niemi haderten mit ihrer Form. Mit Ben Bishop verpflichteten sie nun einen Keeper, der in den vergangenen Jahren stets wesentlich bessere Statistiken hatte.

Video: LAK@CGY: Bishop stoppt Gaudreau bei 2-gegen-1 Konter

Weil Bishop alleine nicht für weniger Gegentreffer garantieren kann, machte General Manager in der Defensive eine weitere sinnvolle Ergänzung. Marc Methot wird zweifellos für eine engmaschigere Abwehr sorgen. Auch die Angriffsmaschinerie der Stars wird durch die Neuen, Center Martin Hanzal und Außenstürmer Alexander Radulov, aufgewertet.

Sollten das Verletzungspech des Vorjahres abreißen, könnten die Stars ernsthaft um die Playoffplätze mitspielen.

# 4: Buffalo Sabres

Aus gutem Grund waren die Sabres eines der aktivsten Teams am ersten Tag der Free Agency Phase. Insgesamt sieben Unterschriften ergatterte Sabres General Manager Jason Botterill am 1. Juli. Selbstverständlich werden die meisten hiervon nicht den Sprung in den NHL-Kader schaffen, sondern beim American Hockey League Partner, den Rochester Americans, zum Einsatz kommen, doch ein starker Unterbau hat noch nie geschadet.

Ebenfalls konnten sich die Sabres mit einer Handvoll erfahrenen Haudegen verstärken. Stürmer wie Benoit Pouliot (14 Punkte in 67 Spielen für Edmonton Oilers) sowie Rückkehrer Jason Pominville (47 Punkte in 78 Spielen für Minnesota Wild) stellten bereits unter Beweis, dass sie verlässliche Männer für einen tiefen Kader sind.

Video: MIN@CHI: Pominville versenkt Abpraller von der Bande

Mit 78 Punkten beendete Buffalo die Saison 2016-17 auf dem letzten Platz der Atlantic Division. Da sämtliche Abgänge verschmerzbar sind, könnte in der kommenden Spielzeit ein Angriff auf die benachbarten Plätze möglich sein.

# 5: Vancouver Canucks

Zulegen konnten in den vergangenen Wochen auch die Vancouver Canucks. Mit dem 195 cm großen Hünen Anders Nilsson angelten sie sich einen Keeper, der Ryan Miller, der zu den Anaheim Ducks abwanderte, vergessen machen könnte. Sowohl seine Fangquote von 92,3 % als auch sein Gegentorschnitt von 2,67 waren in der abgelaufenen Spielzeit deutlich besser als die von Miller.

Zusätzlich verpflichteten die Canucks mit Verteidiger Michael Del Zotto sowie den Stürmern Sam Gagner und Alexander Burmistrov drei Männer, die ihnen gut zu Gesicht stehen werden.

Video: ARI@CBJ: Gagner baut mit seinem 2. die Führung aus

Ob dank dieser Zugänge in der kommenden Saison mehr Siege als im Vorjahr rausspringen werden, bleibt abzuwarten. Letztendlich wird das Abschneiden der Canucks davon abhängen, ob die junge Garde in die Fußstapfen von Henrik und Daniel Sedin, die mit zusammen 94 Punkten in 2016-17 endgültig auf dem absteigenden Ast angekommen sind, treten kann.

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