In Nashville hatten es die Verantwortlichen geschafft, dass das gesamte Team, den Erfolg verpflichtend, an einem Strang zog. Housleys Aufgabe wird es sein ein solches Zusammengehörigkeitsgefühl nun auch in Buffalo zu etablieren. Es wird keine leichte Aufgabe für den 53-jährigen US-Amerikaner werden.
Die Sabres schlossen mit 78 Punkten (33-37-12) die Spielzeit 2016/17 als schlechteste Mannschaft der Atlantic Division und zweitschlechteste Mannschaft der Eastern Conference ab. Sie kassierten mit 237 Gegentreffern die fünftmeisten Tore im Osten. "Ich glaube an eine Weiterentwicklung, besonders bei einer jungen Mannschaft", zeigte sich Housley zuversichtlich. Housley fordert von seinen Verteidigern, dass sie sich auch ins Offensivspiel mit einbringen. "Eishockey ist ein Spiel bei dem du attackieren und mit Tempo spielen musst. Dabei sind alle fünf Spieler gefragt. Unsere Verteidiger werden da genauso am Spielaufbau beteiligt sein müssen."
In Nashville konnte Housley auf die Dienste eines P.K. Subban, eines Roman Josi, eines Matthias Ekholm und eines Ryan Ellis zurückgreifen, doch welchen Verteidiger der Sabres, außer dem 22-jährigen Finnen Rasmus Ristolainen, kann er soweit bringen? Zach Bogosian, 26, absolvierte vergangenes Jahr mit einem Punkteschnitt von 0,20 und einem +/-Wert von -17 die schlechteste Saison seiner neunjährigen NHL-Karriere. Jake McCabe, 23, hätte noch Entwicklungspotenzial. Man darf auch gespannt darauf sein, ob einer der drei Unrestricted Free Agents unter den Defensivkräften der Sabres, Cody Franson, Dmitry Kulikov und Taylor Fedun noch eine Chance unter Housley erhalten werde.
Es dürfte nicht wundern, wenn sich der neue Trainer der Sabres in der am 1. Juli beginnende Transfer- und Vertragsunterzeichnungsperiode auf die Suche nach Spielern machen wird, die sein Spielkonzept auf dem Eis am besten umsetzen können.
"Es ist unglaublich wie viele gute Spieler es in diesem Kader gibt. An diesem Eishockeyclub fasziniert eine Menge", blickte Housley erwartungsfroh auf die bevorstehenden Aufgaben.