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Die Torhüter wollen in Spiel 2 besser sein

Spiel 1 im Stanley Cup Finale war sowohl für Braden Holtby als auch für Marc-Andre Fleury kein erfolgreiches Spiel

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Eine der Hauptgeschichten vor dem Beginn des Stanley Cup Finales 20218 zwischen den Vegas Golden Knights und den Washington Capitals war das Duell zwischen den Torhütern Marc-Andre Fleury auf Seiten von Vegas und Braden Holtby auf Seiten von Washington.

Fleury startete mit einer hervorragenden Bilanz in den Playoffs von zwölf Siegen bei drei Niederlagen mit einer Fangquote von 94,7 Prozent und einem Gegentorschnitt von nur 1,68 mit vier Shutouts in das Finale. Holtbys Werte waren zwar weniger gut, doch er ging mit einem Shutout-Streak von 159:27 Minuten ins Spiel 1, nachdem er den letzten Gegentreffer in Spiel 5 des Eastern Conference Finale gegen die zuvor offensivstarken Tampa Bay Lightning hinnehmen musste.

Am Montag zeichnete sich dann ein anderes Bild als allgemein erwartet wurde. Die erste Begegnung im Stanley Cup Finale endete mit zehn Toren, nachdem bereits in den ersten 20 Minuten vier Tore gefallen waren.

 

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"Das war vielleicht unterhaltsam für die Fans", merkte Holtby am Dienstag nach dem Training an. "Aber für beide Seiten war es nicht das Eishockeyspiel das allgemein erwartet wurde."

Holtby verbuchte 28 Saves bei fünf Gegentoren, denn beim 6:4-Endstand drei Sekunden vor dem Ende, hatte er seinen Kasten bereits zu Gunsten eines sechsten Feldspielers verlassen. Somit stand am Ende für ihn lediglich eine Fangquote von 84,8 Prozent zu Buche.

 

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"Es war vielleicht unsere schlechteste Leistung in den bisherigen Playoffs", verdeutlichte der deutsche Ersatztorhüter Philipp Grubauer. "Natürlich stehen die Torhüter im Mittelpunkt, aber sie sind auch auf die Unterstützung ihrer Vorderleute angewiesen."

Fleury verbuchte insgesamt 24 Saves und musste vier Mal hinter sich greifen, inklusive eines Gegentreffers zum 3:4 zu Beginn des dritten Drittels, als er sich den Puck unglücklich mit dem Schlittschuh selbst ins Tor beförderte. Fleury kam dadurch nur auf 85,7 Prozent gehaltene Schüsse und damit dem zweitschlechtesten Wert seiner diesjährigen Playoffs.

"Ich will sie einfach nur alle halten, oder?", betonte Fleury auf die Frage, ob er froh war, dass die Offensive mehr Tore erzielt als er hineinbekommen hatte. "Es spielt keine Rolle. Wir können zehn Tore schießen, trotzdem will ich immer noch jeden halten. Es macht aber Spaß für ein Team zu spielen, dass niemals aufgibt und das immer die Chance sucht in einem Spiel zurückzukommen. Ich persönlich will nur den Puck halten und das Team im Spiel halten. Ich habe das Vertrauen, dass wir es schaffen können."

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Beide Torhüter jetzt abzuschreiben und zu erwarten, dass sie die Serie nicht entscheidend dominieren könnten, wäre jedoch der falsche Weg. Beide Kanadier sind Weltklasse-Torhüter und können schlechte Auftritte abschütteln, wie sie in der Vergangenheit, auch der jüngsten schon zu genüge gezeigt hatten.

"Er wird besser sein", ist auch Vegas Trainer Gerard Gallant über Fleury überzeugt. "Er hat so viel Charakter. Er ist der erste Junge, der offen sagt, dass er besser sein werde. Wir sind nur wegen ihm und seinen Leistungen hier, das wissen wir. Marc-Andre Fleury ist das Rückgrat dieser Mannschaft."

Soviel Vertrauen wie die Golden Knights in Fleury haben die Capitals in Holtby. Er war es, der nach drei schlechteren Auftritten in Spiel 3, 4 und 5 des Conference Finales zwei Shutouts holte und Washington dadurch ins Finale brachte.

"Er hat ein kurzes Erinnerungsvermögen", sagte Washington Trainer Barry Trotz. "Er schaut nach vorne. Schon die gesamten Playoffs hat diese Truppe gelernt und ein Gefühl dafür entwickelt, dass es Schwingungen in den Serien der Playoffs gibt. Du musst das abhaken und nach vorne schauen und neu beginnen. Ich denke Braden macht da einen exzellenten Job. Das ist einer der Gründe, warum er einer der besten Torhüter in der National Hockey League ist."

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