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Holtby krönt Rekordsaison mit Vezina Trophy

von Shawn Roarke / NHL.com

LAS VEGAS -- Eine unvergessliche Saison für Washington Capitals Schlussmann Braden Holtby ging für ihn am Mittwoch mit dem Gewinn der Vezina Trophy für den besten Goalie der NHL zuende.

"Es ist sehr speziell; Freunde und Familie sind mit mir hier und du bekommst etwas, wo du dir nicht sicher sein kannst, ob du es noch einmal schaffst", sagte Holtby nach den NHL Awards 2016 im Hard Rock Hotel & Casino.

Alles in der 2015-16 Saison war für Holtby speziell, ausgenommen von der Art und Weise, wie sie für Washington endete.

Holtby sagte, dass er glaube, dass die Capitals nach dem Presidents Trophy Gewinn weiter als in die zweite Runde der Eastern Conference gekommen wären, wenn sie nicht auf ein Team getroffen wären, das zum perfekten Zeitpunkt auf der Leistungsspitze angekommen ist. Als Beweis dient die Tatsache, dass die Pittsburgh Penguins kaum ein Monat nach dem Sieg über Washington, den Stanley Cup gewannen.

Die Enttäuschung darüber kann jedoch nicht über Holtbys individuelle Erfolge hinwegtäuschen.

Holtby siegte in 48 Spiele, gleichauf mit Martin Brodeur für die meisten Siege eines Torhüters in einer einzigen NHL Saison. Holtby benötigte lediglich 66 Spiele, um mit Brodeur, der in seiner Rekordsaison 2006-07 bei den New Jersey Devils 78 brauchte, gleichzuziehen.

"Was er in dieser Saison leistete war außerordentlich", sagte Washington Coach Barry Trotz, der den Jack Adams Award als bester Trainer der NHL erhielt. "Ich weiß nicht, ob so etwas jemals wieder geschieht.

"Man muss bedenken, wie lang Martys Rekord bestand hatte und Braden schaffte das in zwölf Spielen weniger, das ist ziemlich einzigartig. Wenn Braden so viele Spiele gespielt hätte, hätte ihm sogar eine 0,500 Quote gereicht, um einen Rekord für eine lange Zeit aufzustellen."

Aber Holtby spielte nicht mehr Spiele, weil Trotz ihn für die Stanley Cup Playoffs schonen wollte. Obwohl er gerne öfters gespielt hätte, akzeptierte Holtby die Entscheidung seines Trainers.

"Ich bin kein großer Junge bei den Awards und Rekorden, aber Rekorde zu setzen und diese zu teilen fördert den Teamgeist ganz besonders", sagte Holtby.

Es war auch besonders, dass Holtby die Vezina erdrutschartig gewann. Zwanzig der 30 General Manager der Liga hatten Holtby oben auf ihrem Stimmzettel. Mit 140 Wahlpunkten lag er letztendlich 89 vor dem Zweiten, Ben Bishop von den Tampa Bay Lightning.

"Für mich war er mit dem, was er Abend für Abend tat, der beste Goalie in der NHL", sagte Trotz. "Wenn er nicht gewonnen hätte, wäre ich von jedem enttäuscht gewesen, der nicht für ihn gestimmt hat."

Holtby, 26 erreichte einen Gegentorschnitt von 2,20, was der viertbeste Wert aller Torhüter, die in dieser Saison 40 oder mehr Spiele bestritten, war. Seine Save Quote von ,922 ist die siebtbeste aller Torhüter mit 40 oder mehr Spielen.

"Er war in dieser Saison das Rückgrat unserer Mannschaft", sagte Trotz. "Man gewinnt nicht so viele Eishockeyspiele wie wir, ohne einen außerordentlichen Torhüter. An den Abenden, an denen wir nicht so gut waren, wie wir könnten, machte Braden den Unterschied."

Jetzt gilt die Frage der Zukunft. Kann Holtby das was er in 2015-16 tat noch toppen? Kann er 48 Siege übertreffen?

Er sagte, dass er plant besser zu sein, aber er wird den Rekord, den er nun mit Brodeur teilt nicht anvisieren, bis er nah rankommt.

"Mein Ziel ist es, jedes Spiel zu gewinnen", sagte Holtby. "Aber ich weiß nicht, ob man davon profitiert, wenn man sich das als Ziel setzt. Ich denke, dann denkt man zu viel über so etwas nach und es müssen so viele Dinge richtig laufen: Dein Team muss gesund bleiben, du musst das Personal haben, besonders in Zeiten des Salary Cap."

"Ich denke, das ist nie ein Ziel, das man sich vor dem Saisonstart setzt, aber ich glaube an mein Team in Washington und wir werden uns weiter verbessern und wir können versuchen noch einmal da hin zu kommen."

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