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Minnesota zeigt sich hungrig nach mehr

31 in 31: Die Minnesota Wild sind fest entschlossen die Sommerpause weit nach hinten zu verschieben

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Die NHL-Saison 2018/19 wirft langsam aber sicher ihre Schatten voraus. Vor dem Start der Trainingslager analysiert NHL.com/de ab 5. August die 31 Teams der Liga in 31 Tagen. Zu jeder Mannschaft gibt es in der Serie "31 in 31" zwei Berichte mit interessanten Fakten, Einschätzungen und Einblicken.

In dieser Folge: Minnesota Wild

Nach dem erneuten Ausscheiden in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs, war die Enttäuschung bei den Minnesota Wild groß. Drei Mal in Folge war in der ersten Runde der Playoffs nach einer erfolgreichen regulären Saison Schluss. In dem eishockeyverrückten Bundesstaat im Norden der USA, sind die Erwartungen hoch und der neue General Manager Paul Fenton will die Fans der Wild nun für ihre Unterstützung belohnen und ist fest entschlossen, mit dem Team endlich bis tief in die Playoffs vorzustoßen.

 

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Dabei setzt Fenton auf die Spieler, die auch in den vergangenen Jahren den Kern der Mannschaft bildeten und die Organisation sechs Mal in Folge in die Playoffs brachten. Allen voran ist dabei Veteran Eric Staal gefragt. Der 33-jährige Center, der mit den Carolina Hurricanes bereits einmal den Stanley Cup in die Höhe stemmen durfte, hatte in der vergangenen Spielzeit seine beste Saison seit 2010/11. Er erzielte 76 Punkte, darunter immerhin 42 Tore, womit er der viertbeste Torschütze der Liga war.

Staal bildete mit Mikael Granlund, der auf 67 Punkte kam (21 Tore, 46 Assists) und Jason Zucker, der 64 Zähler lieferte (33 Tore, 31 Assists) die Zugmaschine der Offensive der Wild. Dabei konnten sich die Torgaranten auf tatkräftige Unterstützung aus der Abwehr verlassen. Verteidiger Ryan Suter egalisierte mit 51 Punkten (sechs Tore, 45 Assists) seinen persönlichen Rekord und sein Kollege Matt Dumba übertraf seine Bestleistung von 34 Punkten (elf Tore, 23 Assists) aus der Vorsaison mit 50 Punkten (14 Tore, 36 Assists) deutlich.

Einen großen Unterschied sollte der Gesundheitszustand von Charlie Coyle, Nino Niederreiter und Zach Parise machen. Alle drei verpassten Teile der vergangenen Saison verletzt. Coyle kam dabei in 66 Spielen auf 37 Punkte (elf Tore, 26 Assists) Niederreiter auf 32 Punkte (18 Tore, 14 Assists) in 63 Partien, Parise war nur in 42 Spielen einsatzfähig und holte daher nur 24 Punkte (15 Tore, neun Assists). Sollten die drei verletzungsfrei durch die Saison kommen dürften sie die Ausbeute der Wild deutlich verbessern.

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Vor allem von dem Schweizer Niederreiter wird eine Leistungssteigerung erwartet. Immerhin verbesserte sich der 25-jährige Außenstürmer in den vier Jahren zuvor bei den Wild kontinuierlich von Saison zu Saison und schaffte so eine Entwicklung von 36 Punkten (14 Tore, 22 Assists) in der Saison 2013/14 zu 57 Zählern (25 Tore, 32 Assists) in 2016/17. Sein Ziel für die kommende Saison könnte die Marke von 60 Punkten sein.

Mit den Neuzugängen J.T. Brown, Eric Fehr und Matt Hendricks soll die Offensive der Wild mehr Tiefe und Härte bekommen. Hendricks machte bei den Winnipeg Jets vergangene Saison 13 Punkte (fünf Tore, acht Assists) in 60 Spielen, Brown erzielte in 47 Spielen für die Anaheim Ducks und die Tampa Bay Lightning sieben Punkte (zwei Tore, fünf Assists), Fehr kam in 18 Spielen für die Toronto Maple Leafs und die San Jose Sharks auf vier Punkte (drei Tore, ein Assist).

Mit 250 Toren landete die Offensive der Wild in der abgelaufenen Saison auf Rang elf der Liga. Nicht schlecht, doch für ein Team, das in den Playoffs ein ernstes Wort mitreden will, ist noch Luft nach oben.

Auch die Abwehr der Wild stand nach 82 Begegnungen mit 229 Gegentoren auf dem elften Platz. Der Abstand zu Platz eins betrug jedoch lediglich 27 Tore, das sind lediglich 0,33 Gegentore pro Spiel. Diese Statistik könnte sich noch deutlich verbessern, wenn Devan Dubnyk, der Star im Tor der Wild, mehr Pausen bekommen würde.

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Der 32-Jährige machte in den letzten drei Saisons nie weniger als 60 Spiele. Um ihn zu entlasten, hofft GM Fenton nun auf einen Konkurrenzkampf um die Position des zweiten Torwarts zwischen Alex Stalock und Neuzugang Andrew Hammond. Stalock unterstützte Dubnyk vergangene Saison und startete in 23 Partien, wobei er zehn Siege holte. Hammond hatte in den vergangenen Jahren wenig NHL-Einsätze und absolvierte nur ein Spiel für die Colorado Avalanche in der regulären Saison, jedoch drei weitere in den Playoffs, wo er mit einer Fangquote von 93,3 Prozent durchaus zu überzeugen wusste. Ähnlich wie in der Saison 2014/15, als er für die Ottawa Senators in 23 Spielen auf eine sensationelle Statistik von 20-1-2 kam. Vor Dubnyk soll der 28-Jährige Greg Pateryn, der von den Dallas Stars kam und dort in 73 Spielen 13 Punkte lieferte (ein Tor, zwölf Assists), für weitere Unterstützung sorgen.

Zusätzlich darf auf Verstärkung aus der eigenen Organisation gehofft werden. Der 21-jährige Stürmer Jordan Greenway überzeugte bereits in den vergangenen Playoffs mit einem Tor und zwei Vorlagen in fünf Partien gegen die Jets. Von ihm wird in der kommenden Saison der große Durchbruch erwartet.

Neben Greenway ruhen große Hoffnungen auf Luke Kunin. Der Pick Nummer 15 im NHL Draft 2016 bestritt bereits 19 Spiele für die Wild und erzielte dabei zwei Tore und zwei Assists.

 

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Dadurch dass der Kern des Kaders erhalten blieb und einige junge Spieler eine vielversprechende Entwicklung zeigen, dürfen die Fans der Minnesota Wild in der kommenden Saison erneut auf Playoff-Eishockey in Saint Paul hoffen. Entscheidend für das Resultat der regulären Saison und die Aussichten in den Playoffs wird jedoch sein, ob die Wild mit weniger Verletzungen durch die Saison kommen und wie gut die verletzungsgeplagten Schlüsselspieler wieder in Form sind.

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