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Auf in das neue Jahr 2018

Jedes Team der Liga verbindet mit dem Beginn des neuen Kalenderjahres Hoffnungen und Wünsche

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

An jedem Montag der Spielzeit 2017/18 wird NHL.com/de an dieser Stelle Themen vorstellen, die abseits des täglichen Spielgeschehens liegen und beleuchten, was den Puls der Liga im Hintergrund bestimmt. Sportliche Krisen, ein intensiver Blick auf Aktuelles aus der NHL, grundsätzliche Entwicklungen, welche die Diskussionen derzeit bestimmen. Nichts davon bleibt unbeachtet.

Heute die Erwartungen der 31 NHL-Teams an das neue Jahr 2018.

Das Jahr 2017 verlief für die NHL insgesamt sehr erfolgreich. Viele Aktivitäten rund um das 100-jährige Ligabestehen rückten in das Blickfeld von Millionen. 
Mit den Pittsburgh Penguins konnte eine Mannschaft ihren Stanley Cup-Erfolg aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen, was zuletzt den Detroit Red Wings Ende der 1990er-Jahre gelang. 

Die Liga ist abwechslungsreich und der Ausgang nicht vorherzusehen. Die völlig unerwartete Finalteilnahme der Nashville Predators belegt das eindrucksvoll. Das Team hatte sich als an Nummer acht gesetztes Team im Westen bis in das große Finale durchgeboxt. Selbst gegen die Pens hielt der Underdog die Serie lange offen. 

Alle 31 Teams werden sich zum Jahresbeginn 2018 vorgenommen haben, sich für die Stanley Cup Playoffs zu qualifizieren. Sollte das nicht gelingen, werden sie ihr Augenmerk auf einen raschen Neuaufbau legen, um sich in der Zukunft Titelchancen zu verschaffen.

Worauf wird es für die einzelnen Franchises in den nächsten Monaten besonders ankommen, damit der gewünschte sportliche Erfolg möglichst rasch eintritt.

Anaheim Ducks: Es grenzt schon an ein Wunder, dass Anaheim trotz vieler Verletzungen und Ausfälle noch recht gut mithalten kann. Ryan Kesler kehrte kürzlich in den Kader zurück. Auf ihm ruhen für das Jahr 2018 sicherlich viele Hoffnungen in Südkalifornien.

Arizona Coyotes: Arizonas Neuaufbau läuft alles andere als wunschgemäß. Das Team von Tobias Rieder liegt unverändert am Ende der Tabelle. Die Coyotes können nur die Ruhe behalten und auf einen kontinuierlichen Aufbauprozess setzen. Bei ihnen geht es wirklich um einen möglichst gründlichen Neuaufbau.

Boston Bruins: Es lief in den letzten Wochen sehr ordentlich in Boston. Kann das Team diese Konstanz nur einigermaßen aufrechterhalten, dann schreitet die Umstrukturierung der Mannschaft in Boston schneller voran als von vielen erwartet.

Buffalo Sabres: Eine der Zukunftshoffnungen der Sabres ist gerade bei der Juniorenweltmeisterschaft aktiv. Der Nummer 8-Pick des Sommers, Casey Mittelstadt, gibt dort gerade seine Visitenkarte ab. Bei den Sabres hoffen die Verantwortlichen, dass er bei ihnen ebenso erfolgreich durchschlägt.

Calgary Flames: Noch immer ist die Arenafrage bei den Flames ungeregelt. Das sorgt für Unruhe im Umfeld. Sollte es zu einer Lösung kommen, dann dürfte auch die Mannschaft im Jahre 2018 davon profitieren.

Carolina Hurricanes: Viele junge Talente im Kader des Teams aus Raleigh geben Hoffnung für das neue Jahr. Diskutiert wird über die Torhüterposition. Hier gilt es schnellstmöglich eine solide Lösung für den Starterjob zu finden, wenn das Team im neuen Jahr wieder vermehrt von sich reden machen möchte.

Chicago Blackhawks: In Chicago läuft es solide, doch es gibt vor allem im Sturm einiges an Potenzial, das im Jahre 2018 noch geweckt werden kann. Besonders in Person von Jonathan Toews steckt einiges mehr als er zuletzt abgeliefert hat. 

Colorado Avalanche: Im Kader der Avs gibt es inzwischen einige vielversprechende Talente. Sportlich schwankten die Leistungen zu sehr. Es gilt in den nächsten zwölf Monaten mehr Routine und Konstanz zu entwickeln, wenn der Titelträger von 1996 und 2001 möglichst bald wieder zu einem echten Spitzenteam werden möchte.

Columbus Blue Jackets: Die Mannschaft ist ohne Frage hochtalentiert, leistet sich aber immer noch zu viele Ausrutscher, verliert dann gerne auch gleich einmal höher als nötig. Daran gilt es in 2018 intensiv zu arbeiten.

Dallas Stars: Zu Saisonstart war die Leistung von Torhüter Ben Bishop eine ziemliche Enttäuschung. Im Laufe der Wochen steigerte er sich jedoch auffällig. Diesen Trend sollte er im neuen Jahr fortsetzen, wenn das Team in den Playoffs ein Wörtchen mitreden will.

Detroit Red Wings: Der Neuaufbau in Detroit hakt bisher. Zur Trading Deadline wird das Franchise Spieler verlieren. Die Verantwortlichen sollten die Chance nutzen um den Neuaufbau entschlossen voranzutreiben.

Edmonton Oilers: Klappt es noch mit den Playoffs im Frühjahr 2018 bei Leon Draisaitl? Nach dem schwachen Saisonstart lief es zuletzt für die Oilers wieder besser. Doch Aussetzer dürfen sie sich nicht mehr viele leisten, möchten sie in die Endrunde einziehen.

 Video: CHI@EDM: Draisaitl per Rebound zum späten Ausgleich

Florida Panthers: Nick Bjugstad gehört zu den sportlichen Gewinnern der letzten Wochen in Florida. Kann er seine tolle Entwicklung in der Formation mit Aleksander Barkov und Jonathan Huberdeau im Jahre 2018 fortsetzen und stabilisieren? Bei den Panthers wären alle glücklich.

Los Angeles Kings: Es läuft wieder im routinierten Kader der Kings, nachdem das Team in der vergangenen Saison zu den großen Enttäuschungen der Liga zählte. Geht das neue Jahr weiter wie das alte aufgehört hat, wären die Kings ein Anwärter auf den Titel und könnten vielleicht sogar an die Erfolge der Jahre 2012 und 2014 anschließen.

Minnesota Wild: Auch die Wild von Nino Niederreiter litten in den vergangenen Wochen sehr unter dem Verletzungspech. Für das neue Jahr gilt es den bestmöglichen Kader auf das Eis zu bekommen, dann ist hier vieles möglich, wenn es im Frühjahr ernst wird.

Montreal Canadiens: Nach den Anfangsproblemen zum Saisonstart sind die Montreal Canadiens rund um Startorhüter Carey Price zuletzt wieder besser in Form gekommen. Das gilt ebenso für den Goalie, der seine Verletzung völlig auskuriert zu haben scheint. Kann sich das Franchise in 2018 dauerhaft auf ihn verlassen?

Nashville Predators: Wer auf eine enttäuschende Saison der Preds nach dem Überraschungserfolg im Vorjahr gesetzt hatte, der sieht sich bisher getäuscht. Es läuft richtig gut bei Roman Josi und seinem Team. Ein Problem für das Jahr 2018 könnte dadurch entstehen, dass alles andere als das erneute Erreichen des Stanley Cup-Finales rein faktisch ein Rückschritt wäre. Die Latte liegt hoch in Nashville.

New Jersey Devils: Wenn Nico Hischier und seine Teamkameraden die Entwicklung der letzten Wochen im gesamten Jahr fortsetzen können, dann wird 2018 sehr schön in Newark und Umgebung.

New York Islanders: Viele wird derzeit über die Zukunft von Teamkapitän John Tavares bei den Islanders diskutiert. Gelingt es den auslaufenden Vertrag mit dem Stürmer langfristig zu verlängern? Die Islanders mit Thomas Greiss und Dennis Seidenberg wären durch eine dadurch entstehende mögliche Euphorie ein denkbarer Überraschungskandidat für die Playoffs.

New York Rangers: Soll das Jahr 2018 für die Rangers ein erfolgreiches werden, müssen sich die Blueshirts auf ihre alte Auswärtsstärke besinnen. Das Jahr beginnt für die Jungs vom Broadway mit 14 Auswärtsspielen in ihren ersten 21 Begegnungen des Kalenderjahres.

Ottawa Senators: Die Sens sind derzeit meilenweit von der Form des Vorjahres entfernt - viel Unruhe rund um das Franchise. Im neuen Jahr gilt es die Ruhe wiederzufinden, damit der sportliche Absturz gestoppt wird.

Philadelphia Flyers: Wer zehn Spiele in Serie verliert, der kann hinter die Saison häufig rasch einen Haken machen. Im neuen Jahr müssen die Flyers Negativserien wie zum Saisonstart komplett vermeiden, ansonsten wird das mit einer Rückkehr der Erfolge früherer Zeiten so schnell nichts.

Pittsburgh Penguins: Schwerer Kater herrscht derzeit bei den Penguins. Noch ist der Zug für das Frühjahr nicht abgefahren, ein weiterer Titel zumindest möglich. Doch viel darf in den ersten Wochen des Jahres 2018 nun wirklich nicht mehr schiefgehen, wenn Sidney Crosby und Kollegen nicht frühzeitig Zeit zum Golfspielen haben werden.

Video: TOR@PIT: Crosby tippt Letangs Pass spät im 3. rein

San Jose Sharks: Die Sharks liegen auf Playoffkurs - trotz ihrer wechselhaften Leistungen. Mehr braucht es in der Pacific Division aktuell offenbar nicht. Und ist ein Team erst einmal in der KO-Runde, dann ist immer alles möglich. Das kennt man ja. 

St. Louis Blues: Trotz diverser Verletzungsausfälle in den ersten Wochen der Saison läuft es recht gut in St. Louis. Alles ist denkbar in 2018 für das Team. Was will ein Fan mehr?

Tampa Bay Lightning: Die überragende Mannschaft der Atlantic Division liegt voll auf Kurs. Es gibt wenig Grund zur Sorge derzeit in Tampa Bay. Offensiv, defensiv. Es läuft. Weiter so in 2018.

Toronto Maple Leafs: Auston Matthews kehrte kürzlich nach seiner Verletzungspause in das Team zurück und vermochte auf Anhieb überzeugen. Kann er seine Form im Frühjahr dauerhaft abrufen? Das neue Jahr könnte nicht nur das von Matthews, es könnte auch das der Leafs werden.

Vancouver Canucks: Rookie Brock Boeser macht den Canucks extrem Freude. Er alleine ist schon ein Grund, um sich an der Westküste auf das neue Jahr zu freuen.

Vegas Golden Knights: Erstes Jahr dabei und sofort eines der besten Teams? Nichts scheint derzeit unmöglich in Las Vegas, auch nicht im Jahr 2018. Die Golden Knights sind einfach eine Wucht.

Washington Capitals: Die Capitals sind abhängig von der Leistung eines Alex Ovechkin. Ist der Russe in großer Form, dann sind es auch die Caps. Hat er nicht seinen besten Tag, dann wird es rasch eng für die Hauptstädter. Man darf gespannt sein, wie sich der Kapitän in den nächsten Monaten präsentiert.

Winnipeg Jets: Der Aufbau des Teams rund um Patrik Laine trägt langsam Früchte. Coach Paul Maurice hat einen Kader beisammen, der nur noch schwer zu schlagen ist. Die Playoffs im Frühjahr 2018 zu erreichen, ist inzwischen fast schon zu wenig für das Franchise aus Winnipeg.

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