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Allianz kämpft gegen Rassismus im Jugendeishockey

Man muss 'Vorbilder für die Jugend sein, um diesen Sport aufzubauen', sagte Wild-Verteidiger Dumba

von NHL.com @NHLde

Dem Rassismus an der Basis entgegenzustellen, ist der Schlüssel, um ihn im Eishockey zu beenden, sagten Mitglieder der Hockey Diversity Alliance bei einem Konferenzanruf, der am Montag auf YouTube erschien.

"Ich denke, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass wir alle Eishockey lieben", sagte Verteidiger Matt Dumba von den Minnesota Wild. "Es hat uns und unseren Familien einen Ausweg geboten, und so viele Menschen, unsere Freunde und unsere Familie haben davon profitiert. Ich glaube, es ist der schönste Sport der Welt, aber im Kern ist noch etwas faul, und das geht zurück bis an die Basis und bis in die Ausbildung. Ich glaube, unsere ganze Gruppe ist davon überzeugt und weiß, dass wir der Jugend ein Vorbild sein müssen, um diesen Sport aufzubauen.

Zur Allianz gehören Dumba, Evander Kane von den San Jose Sharks, Wayne Simmonds von den Buffalo Sabres, Trevor Daley von den Detroit Red Wings, Nazem Kadri von den Colorado Avalanche, Anthony Duclair von den Ottawa Senators, Chris Stewart von den Philadelphia Flyers und die ehemaligen NHL-Spieler Joel Ward und Akim Aliu.

Video: NSH@OTT: Duclair nutzt ein Powerplay in Overtime

Die Hockey Diversity Alliance wurde gegründet, nachdem George Floyd, ein Schwarzer, am 25. Mai unter Polizeigewahrsam in Minneapolis starb. Ein weißer Polizist wurde wegen Mordes zweiten Grades angeklagt, und die anderen drei Polizisten am Tatort wurden wegen Beihilfe zum Mord zweiten Grades angeklagt. Der Vorfall löste in Städten der Vereinigten Staaten Proteste aus.

Duclair sagte, einer der Schlüssel zur Beendigung des Rassismus in diesem Sport sei es, mehr junge schwarze Spieler an dem Sport teilhaben zu lassen.

"Man hört, dass so viele Kinder Jahr für Jahr das Eishockeyspielen aufgeben, weil sie nicht [rassistischen Spott] ertragen wollen", sagte Duclair bei dem Anruf, der von Filmproduzent Charles Officer moderiert wurde. "Wir wollen wirklich ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es ein Rassismus-Problem im Eishockey gibt, und wer auch immer anders denkt, wer auch immer eine Gegenreaktion auf diese Aussage zeigt, ist Teil des Problems, weil wir es erlebt haben.

"Das geht schon seit den Anfängen des Eishockeys so."

 

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Aliu, dessen öffentliche Äußerungen über Rassismus, mit dem er in der Saison 2009/10 beim Junioren-Eishockey konfrontiert war, dazu führten, dass Bill Peters im November als Trainer der Calgary Flames zurücktrat, sagte, dass Rassismus nicht der einzige Grund dafür sei, dass schwarze Kinder kein Eishockey spielen oder dabei bleiben.

"Wir haben das Gefühl, dass viele Kinder wegen der wirtschaftlichen Belastung, die der Eishockeysport für die Eltern bedeutet, aufhören", sagte Aliu. "Eine Sache ist, dass viele Schwarze nicht privilegiert aufwachsen, nicht mit den besten sozioökonomischen Hintergründen aufwarten können, also ist das etwas, von dem ich weiß, dass es mir und dem Rest der Gruppe sehr am Herzen liegt."

"Viele von uns mussten sich mit diesen Themen auseinandersetzen. Ich denke, wir fangen ganz unten an, dass wir Kinder, die schon in jungen Jahren mit diesem Sport beginnen, unterstützen, sei es finanziell oder mit Ausrüstung, dass wir ihnen diese Hilfe geben, damit sie die nächste Stufe erreichen. So wie wir es als Team sehen, geht es nicht nur um Eishockey, es geht nicht nur um Sport. Wenn wir ein Kind dazu bringen können, dass es in der Major Junior spielt, bedeutet das, dass es sofort eine kostenlose Ausbildung erhält, das verändert sein Leben für immer. Ich denke, wir sollten es nicht nur aus sportlicher Sicht oder aus Sicht des Eishockeys betrachten, wie ihr Leben aussehen könnte, wenn wir es schaffen, dass sie dabei bleiben."

Kane, der sagte, die Gruppe sei bereit, eine Partnerschaft mit der NHL einzugehen, meinte, ein wichtiger Schritt in Richtung Fortschritt sei es, bei der Mission der Allianz einige der größten Eishockeyorganisationen mit ins Boot zu holen.

"Wir wollen in der Lage sein, auf der Jugendebene sofort Veränderungen herbeizuführen", sagte Kane. "Wir sind der festen Überzeugung, dass wir dies sofort schaffen können, indem wir das Konzept in Verbänden wie Hockey Canada und USA Hockey umsetzen. Ich denke, dies sind zwei der größten Eishockeyverbände der Welt, insbesondere in Nordamerika, und wir sind der Meinung, dass wir, wenn sie einige unserer Richtlinien, Vorschläge und Initiativen aufgreifen und in ihre Organisation implementieren, bei allen ihren Ligen im ganzen Land, echte Veränderungen und echte Verantwortung unter den höherklassigen Spielern schaffen können, was wiederum diesen "Trickle-down-Effekt" haben wird, um Veränderungen hoffentlich auf dem Eis und natürlich in der Kabine zu bewirken."

Dumba sagte: "Wir wollen es reibungslos machen, und in 10 bis 20 Jahren ist hoffentlich (Rassismus) kein Thema mehr. Und dann können wir zurückblicken, und den Kindern, die jetzt heranwachsen, unsere Kinder, unsere Enkel, sagen: 'Hey, das haben sie früher durchgemacht, aber das ist jetzt nicht mehr relevant'."

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