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Hischier und Devils möchten Negativserie beenden

Last-Minute-Niederlage gegen Florida verstärkt die Sorgen von New Jersey und ein Aufbaugegner ist nicht in Sicht

von Marc Rösch @nhlde / NHL.com/de Autor

Längst ist die Eishockeywelt bei den New Jersey Devils nicht mehr so rosarot wie noch in der Vorsaison, als Nico Hischier in die NHL kam und mit dem schwer gebeutelten Klub, der sich fünf Jahre lang nicht für die Stanley Cup Playoffs qualifizierte, wieder den Sprung in die Postseason schaffte.

Hischier feierte einen sensationellen Einstand und legte eine tolle Rookie-Saison hin, in der ihm 52 Punkte (20 Assists, 32 Tore) in 82 Hauptrundenspielen gelangen. Er schwamm mit den Devils auf einer Erfolgswelle, die in diesem Jahr abrupt gebrochen ist.

Die neue Spielzeit startete für die Devils ähnlich grandios, wie die alte. Sie feierten eine beeindruckende Eishockey-Show in Bern und gewannen jedes ihrer ersten vier Punktspiele. Doch danach fing die Fassade an zu bröckeln. 

 

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Die Devils wurden in der Tabelle heruntergereicht, fanden nicht mehr richtig in die Spur und kassierten am Montagabend gegen die Florida Panthers eine weitere bittere Auswärtspleite. 1:29 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit lagen die Devils noch mit 3:2-Toren in Front. Der fünfte Sieg - aus 14 Spielen - im Monat November lag zum Greifen nahe, doch Panthers-Stürmer Jonathan Huberdeau machte New Jersey einen Strich durch die Rechnung. Es war bereits ein sechster Feldspieler im Austausch für Floridas Torhüter James Reimer auf dem Eis, als Huberdeau den Puck zum von den Fans im BB&T Center umjubelten Ausgleich ins Tor der Devils stocherte und somit New Jerseys vierzehnte Niederlage aus den vergangenen 19 Spielen besiegelte.

Florida zwang die Devils in die Overtime und durchkreuzte dort ihre Träume von einem doppelten Punktgewinn endgültig. Diesmal war es Mike Hoffman, der nach 1:28 Minuten einen Pass von Huberdeau zum 4:3-Endstand verwertete. Nichts wurde es mit dem lang ersehnten und so wichtigen Erfolgserlebnis für New Jersey.

"Wir lagen in den letzten Minuten noch mit einem Tor vorne", sagte Devils-Stürmer Travis Zajac. "Beim 6-gegen-5-Tor hatten sie einfach einen glücklichen Abpraller und in Overtime, da habe ich meinen Mann verloren. Sie sind gute Spieler und können Spielzüge machen. Das darf nicht passieren. Es ist mein Job und das letzte Tor darf nicht fallen. Offensichtlich haben wir heute richtig gekämpft, aber es nicht gepackt."

Video: NJD@FLA: Hoffman versenkt Huberdeaus Pass zum OT-Sieg

Zusammen mit den strauchelnden Devils, die gegen die Panthers so aufopferungsvoll gekämpft haben, durchlebt Hischier seine erste lange Durststrecke in der NHL. Aus zehn Spielen im November erreichte er lediglich fünf Scorerpunkte (ein Tor, vier Assists). In den vergangenen vier Partien konnte er nichts Zählbares auf den Spielberichtsbogen bringen.

"Ich denke, wir haben an sich ein ziemlich solides Spiel abgeliefert aber trotzdem verloren. Das ist echt hart", fasste das Schweizer Talent seine Gedanken zusammen. "Aber wir müssen es abhaken, eine Nacht drüber schlafen und nach vorne schauen." 

Vorne heißt für die Devils zunächst die kommende Begegnung am Freitag um 7:00 pm ET (1:00 Uhr MEZ) gegen die Washington Capitals. Doch die Auswärtspartie in der Capital One Arena ist alles andere als eine leichte Hürde. Die amtierenden Stanley Cup Champions werden New Jersey allerhand abverlangen und sind alles andere als ein dankbarer Aufbaugegner. Die Capitals führen die Tabelle der Metropolitan Division mit 31 Punkten an und gaben sich zuletzt nur viel zu selten eine Blöße. 

 

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Und obwohl ihr kommender Gegner seit sechs Spielen ungeschlagen ist, wollen die Devils nicht kampflos die Punkte in Washington liegen lassen. New Jerseys Coach John Hynes sah sein Team in den zurückliegenden Begegnungen keineswegs chancenlos und ist guter Dinge, dass sich die harte Arbeit bald auszahlen wird.

"Wir müssen einfach weiter dran bleiben", sagte Hynes nach der Partie am Montag. "Jedes Mal ist es eine neue Situation. Es sind andere Gegner und andere Faktoren. Es gibt keinen klassischen Trend. In den vergangenen Spielen waren die Bullys unser Manko und heute lief es mit dem Puckbesitz. Wir müssen einfach weiter arbeiten."

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