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Hextall spricht über Gostisbehere und Playoffhoffnungen

von Dan Rosen / NHL.com

NHL.com's Frage&Antwort Rubrik "Fünf Fragen an…" läuft über die Saison hinweg. Wir sprechen mit Schlüsselfiguren des Sports und stellen ihnen Fragen, um Einblick in ihr Leben, ihre Karriere und die neuesten Schlagzeilen zu erlangen.

Die neueste Ausgabe mit Philadelphia Flyers General Manager Ron Hextall:

BOCA RATON, Fla. -- Philadelphia Flyers General Manager Ron Hextall machte auf uns den Eindruck, dass er verstehe, warum die Frage so gestellt wurde, angesichts der relativ geringen Erwartungen, die man an die Flyers zu Saisonbeginn gesetzt hatte. Aber sein leichtes Schulterzucken und seine drei Worte sagten uns alles über das Vertrauen, das er in sie hat.

Warum sind die Flyers im Rennen um die Playoffs?

"Wir sind gut genug", antwortete Hextall nüchtern.

Mit Sicherheit erst in letzter Zeit, was der Grund ist warum ihr Spiel am Dienstag gegen die Detroit Red Wings einen großen Einfluss auf das Stanley Cup Playoff Rennen in der Eastern Conference haben kann.

Die Flyers, geführt von Rookie-Coach Dave Hakstol, liegen drei Punkte hinter den Red Wings auf dem zweiten Wildcard-Platz im Osten und haben noch zwei Spiele mehr zu absolvieren. Gegenüber den Pittsburgh Penguins, die auf dem ersten Wildcard-Rang vier Punkte vor ihnen liegen, haben sie noch ein Spiel mehr in der Hinterhand.

Philadelphia erreichte in seinen letzten zwölf Partien eine Bilanz von 8-2-2 und 17-8-5 seit sie auf ihrer Kalifornien-Tour, vom 27. Dezember bis 2. Januar, alle drei Spiele verloren hatten. Die Bilanz der Flyers lautet 5-1-1 seit sich ihr zweitbester Scorer Jakub Voracek (48 Punkte in 60 Spielen) eine Verletzung im unteren Körperbereich zugezogen hat.

Voracek trainierte in den vergangenen zwei Tagen, doch Hextall meinte, dass er zwar kurzfristig wieder bereit sei, am Dienstag aber nicht spielen werde.

Hextall sprach noch mehr über das Playoffrennen der Flyers, über die Gegenwart und Zukunft von Philadelphias Defensivabteilung beim Q&A, das NHL.com am Montag zum Abschluss des ersten Tages des NHL GM Treffens im Boca Beach Club geführt hat.

Hier sind die fünf Fragen an ... Ron Hextall:

Die Erwartungen von außerhalb waren, dass die Flyers ein 'Kraut und Rüben' Jahr haben und nicht zwangsläufig zu den Playoffkandidaten zählen werden. Diese Mannschaft dürfte sie nicht erreichen. Doch was hat das Team gemacht, dass es so konstant gut auftritt wie zuletzt?

"Ich denke sie sind zusammengerückt. Ich glaube, wenn ein neuer Trainer kommt, dann gibt es eine Übergangsphase. Wir haben das zu Saisonbeginn gesehen, als wir es in sieben [Spielen] auf eine Bilanz von 4-2-1 gebracht hatten. Unser Spiel war OK und dann hatten wir einen Durchhänger. Ich glaube jeder versteht nun die Erwartungen, die wir haben und was der Trainer verlangt. Sie machten einen guten Job und haben als Gruppe zusammengefunden."

Überrascht es dich, dass sich dein Team in diesem Rennen befindet und siehst du diese Mannschaft nun mit anderen Augen?

"Nein, mitnichten. Meine Sicht oder Philosophie hat sich nicht geändert. Es ist doch so, dass es eine Anzahl von Mannschaften gibt, vielleicht sechs oder sieben, welche die Playoffs erreichen können oder sie verpassen. Genau so habe ich das auch zu Saisonbeginn gesehen. Jetzt haben die Jungs gute Arbeit verrichtet, doch wir müssen weiter Druck machen. Wir spüren, dass wir eine Playoffchance haben und offen gesagt erwarten wir, dass wir sie nutzen. Das heißt auch, dass noch viel Arbeit auf uns wartet. Du schaust auf die anderen Mannschaften und wir haben noch einen steinigen Weg zu gehen."

Ihr habt eine Vielzahl an jungen aufstrebenden Verteidigern, wie Travis Sanheim, Samuel Morin und Ivan Provorov. Was denkst du, wie schnell ihr sie in der Entwicklung voranbringen könnt, damit sie in euren NHL-Kader passen?

"Ich mag nicht mit einer Erwartungshaltung junge Spieler unter Druck setzen, denn unfaire Erwartungen verursachen Fehler. Das ist nicht die Art und Weise, wie wir an so etwas herangehen. Wir haben einige gute Kids und selbstverständlich müssen die sich nach ihrem eigenen Tempo entwickeln, sie bestimmen das. Menschen fragen mich immer 'Kommen sie nächstes Jahr ins Aufgebot oder übernächstes?' Die Kids bestimmen das selbst. Wir werden versuchen so flexibel wie möglich zu sein, doch es liegt in der Hand der Kids, wann sie zu uns stoßen. In erster Linie hängt die Entwicklung von ihnen selbst ab und zum Teil von den Trainern. Das ist ein Prozess, darum dürfen wir nicht zu viel erwarten. Wo sind sie jetzt? Wir drängen keine jungen Spieler. Andererseits scheuen wir uns auch nicht sie in den Kader zu nehmen. Noch einmal, sie werden es uns im September oder Oktober zeigen."

Shayne Gostisbehere hat in der laufenden Saison schon eine Menge gezeigt. Wie siehst du seine Entwicklung? Hat sie dich beeindruckt oder überrascht?

"Das ist echt lustig. Shane stieß im vergangenen Jahr zu uns, bestritt [zwei] Spiele, da wir Bedarf hatten, und er war offensichtlich noch nicht für dieses Niveau bereit. Dann verletzte er sich am vorderen Kreuzband [in der American Hockey League]. Er kam vor der Saison ins Trainingscamp und war so naja. Er ging in die Minors, hatte einen schwachen Start und wurde just dann besser als wir jemanden benötigten. Wir holten ihn auf einer Spiel-zu-Spiel Basis. Aber der Junge packte seine Chance am Schopfe. Er verrichtete gute Arbeit. Er brachte einen Faktor ins Team, nachdem viele Mannschaften suchen, sicherlich auch wir: Die Art, wie er die Scheibe führt, seine Schussstärke, dass er aus nichts etwas macht und wie gut er an der blauen Linie mit dem Puck ist. Seine Entwicklung war gut und er wurde zu einem wichtigen Teil unserer Mannschaft."

Hat er auch sein Defensivverhalten in dieser Saison ausreichend verbessern können, so dass du ihm auch im eigenen Drittel vertraust, vor allem bei den anstehenden wichtigen Partien?

"Ja, er hat sich verbessert. Ich denke, dass die Beständigkeit noch besser werden muss, aber er zeigt schon ein besseres Defensivverständnis. Er hat vermutlich sein ganzes Leben lang den Puck gehalten, er musste nicht viel Defensivarbeit verrichten. Nun ist es ein anderes Spiel. Die Spieler sind größer, stärker, schneller und sie holen sich den Puck. Aber wir haben auch schon Fortschritte gesehen."

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