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Lightning sagen sich Hauptsache gewonnen

Ein Sieg ist halt ein Sieg. Den Lightning ist es egal, wie er in Spiel 4 zustande kam

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

4:2 - das war das Wichtigste! Die Spieler der Tampa Bay Lightning dürfen sich eines sicher sein, in wenigen Tagen wird sie kaum noch jemand danach fragen, wie ihr Sieg im vierten Aufeinandertreffen mit den Washington Capitals zustande kam, unabhängig davon, ob sie am Ende der Serie im Stanley Cup Finale stehen werden oder nicht. Hauptsache, erst einmal gewonnen!

Die Lightning glichen am Donnerstag die Eastern Conference Finalserie der Stanley Cup Playoffs zum 2:2 aus, nachdem sie zum Serienauftakt zweimal zuhause verloren hatten und bei ihrem zweiten Gastauftritt in der US-Hauptstadt, milde ausgedrückt, nicht gerade ihr bestes Eishockey zeigten.

Die Capitals dominierten über weite Strecken das Spielgeschehen, erarbeiteten sich Torchancen über Torchancen und hatten ihre Gäste voll im Griff. Vom Ende des ersten Drittels an, bis in den Mittelabschnitt hinein, kamen die Lightning fast 21 Minuten lang zu keinem einzigen Torschuss. Doch was kümmert es den Sieger.

 

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"Letztendlich ging es doch gut für uns aus. Wir hatten doch auch unsere Torchancen, und wir hatten ein starkes Penalty Killing". hob Brayden Point, der Schütze des 1:1-Ausgleichs, das Positive hervor. Ein Sieg ist eben ein Sieg, um nichts anderes geht es im Sport.

Was spielt es für eine Rolle, dass sich die Capitals ein Torschussverhältnis von 38:20 herausarbeiteten? Im Kasten brachten sie die Scheibe, an einem überragend aufgelegten Andrei Vasilevskiy vorbei, nur zweimal unter.

Lightning Trainer Jon Cooper fasste das Geschehen auf dem Eis der Capital One Arena knapp zusammen: "Ich mag unsere Spiele, wenn wir uns nicht wirklich auf unseren Torhüter verlassen müssen, da unsere Mannschaft vor ihm gute Arbeit verrichtet, doch wenn du nicht dein bestes Eishockey abrufst, dann brauchst du einen Torwart, der exzellent spielt, so wie heute."

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Allein im zweiten Spieldurchgang wehrte der 23-jährige Schlussmann der Lightning 13 Schüsse ab, nachdem ihm bereits im Eröffnungsdrittel 14 Paraden gelungen waren. Seiner Leistung tat es auch keinen Abbruch, dass er bereits nach knapp 4 1/2 Minuten den Puck hinter sich aus dem Netz holen musste. Zum ersten Mal gewann in dieser Serie nicht das Team, das mit 1:0 in Front gegangen war.

Ondrej Palat, der zur Mitte des Schlussabschnitts Alex Killorn den Game Winner auflegte, zeigte sich glücklich: "Das war ein wichtiger Auswärtssieg. Das erste Drittel lief ganz gut, im zweiten Durchgang haben wir uns viel zu viele Turnovers erlaubt, das Dritte war dann wieder ganz in Ordnung. Ich liebe diese Herausforderung und bin froh, dass wir mit einer ausgeglichenen Serie nach Hause fahren."

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Pikanterweise gab es in dieser Serie noch keinen Sieg der Heimmannschaft. Ein Sieg ist eben nicht nur ein Sieg, sondern es spielt auch überhaupt keine Rolle, wo er zustande kommt.

"Das ist schon ziemlich bizarr. Du begibst dich auf Auswärtstour, wo du als Gruppe zusammen bist. Du gehst gemeinsam zum Abendessen, du schaust dir gemeinsam die anderen Partien an, spielst Karten und dann begibst du dich aufs Eis und spielst. Wir sind auswärts erfolgreich und das musst du auch sein, damit du dahinkommst, wo wir jetzt sind", hob Lightning Kapitän Steven Stamkos die Bedeutung des Zusammenhörigkeitsgefühls, das auf einem Auswärtstrip entsteht, hervor.

Werden die Lightning dieses Gefühl nach Hause mitnehmen können?

Spiel 5 des Eastern Conference Finales findet am Samstag in der Amalie Arena von Tampa statt (7:15 p.m. ET; NBC, CBC, TVAS)

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