Skip to main content

Hartnäckige Lightning zeigen Charakter

von Tom Gulitti / NHL.com



TAMPA –
Bevor sie am 13. Mai zu Spiel eins des Eastern Conference Finales aufs Eis kamen, sprach Trainer Jon Cooper zu seinen Spielern über die Gelegenheit die vor ihnen lag.

"Das ist das Conference Finale", erklärte Cooper in seiner Ansprache, die von Showtimes Kameras für die Premiere der Show "ALL ACCESS: Quest for the Stanley Cup" eingefangen wurde. "Man kommt nicht durch Glück an diesen Punkt. Das verdient man sich. Geht entsprechend damit um."

Das die Lightning nicht durch Glück soweit kamen, hat Cooper gegenüber den Medien mehrmals wiederholt. Nachdem sie in Spiel zwei und drei unterlegen waren, sah es aber so aus, als hätte es etwas damit zu tun, dass die Lightning gegen die Detroit Red Wings und die New York Islaners den einfacheren Weg ins Finale hatten und gegen die Penguins überfordert sein könnten.

Die Lghtning gaben mit ihrer besten Leistung in Spiel vier die Antwort, als sie nach einer 4-0 Führung in der Amalie Arena 4-3 gewannen.

Trotz einiger Nervosität gegen Ende, nachdem die Penguins mit drei Toren nochmal herangekommen waren, glichen die Lightning die Best-of-7 Serie 2-2 aus. Spiel fünf findet am Sonntag im Consol Energy Center statt.

"Wir haben einen starken Charakter", erklärte Verteidiger Anton Stralman. "Wir kennen unsere schwächen und wir wissen wie wir uns von Spiel zu Spiel umstellen müssen wenn etwas nicht passt und das haben wir am Freitag gemacht. Ich glaube wir waren insgesamt stärker, in jedem Bereich. So eine Antwort wollten wir."

Nachdem sie in Spiel drei am Mittwoch bei der 4-2 Niederlage 48 Schüsse kassiert hatten, waren sie enttäuscht. Aber Sie glaubten an ihre Rückkehr.

Die Lightning haben in den Playoffs viel mitgemacht. Sie mussten ohne Kapitän Steven Stamkos auskommen und während den ersten beiden Runden ohne Stralman, der sich das Wadenbein gebrochen hatte. Sie hatten in Spiel eins der Serie auch Torwart Ben Bishop wegen einer Beinverletzung verloren.

Sie hatten sich aber von nichts entmutigen lassen, so auch jetzt nicht durch die beiden Niederlagen. Auch ohne Stamkos und Bishop haben sie einen starken Kern an Spielern, die auf ihrem Weg zu Stanley Cup Finale diese Jahr ähnliche Herausforderungen bewältigt haben.

"Ich glaube die Erfahrung von letztem Jahr hat uns sehr geholfen, mit all dem Auf und Ab in den Playoff", sagte Verteidiger Victor Hedman. "Wir glauben an uns.Wir glauben an unser Spiel. Es waren ein paar harte Spiele, aber wir glauben an das Team und es ist egal wer auf dem Eis steht, wir wissen sie schaffen das."

Coopers Aussage, dass Teams nicht durch Glück an diesen Punkt kommen, schien sowohl an seine Spieler gerichtet zu sein, als auch an alle die an den Lightning gezweifelt hatten. Er wollte da niemand sich mit dem bisher erreichten zufrieden gibt.

Wenn jemand glaubt sie hätten das nicht verdient, ist das sein Problem.

"Ich glaube allen hier im Raum ist es egal, was andere Leute denken wie wir hierher kamen", sagte Center Brian Boyle. "Wir wissen wer wir sind. Wir haben Selbstvertrauen. Wir sind jetzt zum zweiten Mal weit gekommen. Jeder kann sagen was er will, das ist uns egal."

Die Lightning zeigten am Freitag, dass die Penguins nicht das einzige Team der Serie sind, das über Geschwindigkeit, Technik und Tiefe verfügt. Ihre vier Tore kamen von vier verschiedenen Spielern: Stürmer aus drei verschiedenen Reihen, Ryan Callahan, Jonathan Drouin und Tyler Johnson und Verteidiger Andrej Sustr.

Sie spielten sauberer aus der eigenen Zone, was mehr Schnelligkeit und Kontrolle im Mitteldrittel gab und ihnen ihre Bestleistung der Serie mit 37 Torschüssen brachte. Das ist aber nicht das einzige, was sie auf die Siegerstraße zurück brachte.

"Wir haben einiges verändert und wir hatten Erfolg damit, aber ich glaube es geht nicht nur um Taktik und System, sondern auch um die Stimmung, um den Kampf", sagte Callahan. "Unsere Spielweise war viel besser als im letzten Spiel und das war glaube ich die Wichtigste Umstellung."

Jetzt braucht man zwei Siege aus drei Spielen um ins Finale zu kommen. Wie Cooper schon sagte, die Lightning haben es sich verdient so weit zu kommen.

Wenn sie noch zwei Mal gewinnen, wird keiner mehr von Glück sprechen.

"Es gibt 30 Teams und 16 kommen in die Playoffs und der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ist so klein", sagte Cooper. "Und dann sind es nur noch acht, da muss man durch und dann nur noch vier. Diese Teams haben es wirklich verdient und ich glaube wir haben es uns alle verdient. An diesem Punkt gibt es nur noch Spitzenteams."

"Deswegen ist man glücklich hier zu sein und das auch noch zwei Jahre in Folge."

Mehr anzeigen