Die Fußstapfen erwiesen sich aber als zu groß. Zwar waren die Leistungen von Condon solide und angemessen, doch an die Werte von Price kam er nicht heran. Erschwerend kam hinzu, dass die Canadiens die Playoffs verpassten, was sicher nicht nur ihm anzulasten war.
Doch immerhin durfte Condon in 55 NHL-Spielen Erfahrung sammeln, die ihm später zu Gute kam. Noch nicht bei den Penguins, die ihn am 11. Oktober 2016 von der Waiverliste holten, um den verletzten Murray zu ersetzen, doch nach dessen Genesung keine Verwendung mehr für ihn hatten. Sondern es war nämlich einer der Gründe, warum ihn die Senators schließlich einen Monat später auswählten, wie Senators General Manager Pierre Dorion damals betonte.
"Warum Condon?", sagte Dorion. "Weil wir jemanden bekommen, von dem wir wissen, dass er NHL Erfahrung hat und letztes Jahr eine sehr gute Saison hatte. Wir haben ihn ein paar Mal gesehen. Wir denken, dass er ein sehr guter NHL Torhüter ist und er wird uns helfen zu gewinnen."
Rückblickend ist bislang zu resultieren, dass die Einschätzung Dorions zutreffend war und die Senators keinen Fehler gemacht haben. Hinzu kommt, dass Condon mit lediglich 575.000 US-Dollar aus seinem bei Montreal abgeschlossenen Zwei-Jahres-Vertrag, der im Sommer enden wird, ein ausgesprochenes Schnäppchen ist.
Eine Tatsache, die den in Holliston, Massachusetts geborenen Torhüter noch mehr dazu anspornen dürfte durch gute Leistungen zu überzeugen und sich für einen neuen, deutlich höher dotierten Vertrag zu empfehlen. Letztendlich wird er im Juli zum unrestricted Free Agent und kann dann den Markt frei testen.
Gut möglich, dass ihn die Senators aber auch schon vorher längerfristig als neue Nummer 1 an sich binden. Der mit 4,2 Millionen US-Dollar Jahresgehalt ausgestattete Vertrag des 35-jährigen Anderson läuft nämlich nur ein Jahr später aus.
Am Donnerstag zeigte Condon auf jeden Fall erneut eine überzeugende Vorstellung und wehrte 42 Torschüsse der Columbus Blue Jackets beim 2-0 Erfolg der Senators zu seinem dritten Shutout der Saison ab. Mit seinen Leistungen hat er einen Anteil daran, dass die Senators auf dem zweiten Platz in der Atlantic Division stehen und von der Playoff-Teilnahme träumen dürfen.
Mit nur 111 Gegentoren hat Ottawa die drittbeste Verteidigung der Eastern Conference. Eine Zahl, die auch die Leistungen von Condon untermauert, der zusätzlich durch die verzögerte Rückkehr von Hammond viel Einsatzzeit erhält und sich dadurch zeigen kann, aber ebenso einer hohen Belastung ausgesetzt ist. So lief er zuletzt elf Mal in Folge auf.