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Glen Gulutzan 'ziemlich kommod' bei Debüt

Calgary Flames neuer Trainer verdiente sich wohlwollende Kommentare nach dem ersten Vorbereitungsspiel

von Aaron Vickers / NHL.com Korrespondent

CALGARY -- Es war gewöhnungsbedürftig, doch Calgary Flames Coach Glen Gulutzan gestand ein, dass er sich nach drei Jahren Abwesenheit als Verantwortlicher hinter der Bande wohlfühlte.

Gulutzan gab am Montag sein Debüt als Flames Coach bei Calgarys 1-2 Niederlage gegen die Edmonton Oilers in einem Vorbereitungsspiel im Scotiabank Saddledome.
"Die Pedale waren zunächst noch ein bisschen seltsam, doch dann fühlte es sich wirklich so an als würde man Fahrradfahren", sagte Gulutzan.

"Es ging gut. Ich fühlte mich wohl dort zu stehen. Ich habe den Jungs gesagt, dass es mein erstes Spiel seit einer geraumen Zeit sei und dass es auch ihr erstes Spiel seit einer Weile sei. Ich muss mich noch darauf einstellen und mich an die Rolle gewöhnen, nachdem ich drei Jahre als Assistent tätig gewesen war. Es war schon nett die Regie zu führen. Du bist näher am Spiel."

Gulutzan wurde am 17. Juni für Bob Hartley verpflichtet, der am 3. Mai entlassen wurde nachdem Calgary vergangene Saison auf eine Bilanz von 35-40-7 gekommen war. Die Flames belegten am Ende den fünften Rang in der Pacific Division, zehn Punkte hinter den Minnesota Wild, die den zweiten Wildcard Platz für die Stanley Cup Playoffs der Western Conference belegten.

Gulutzan verbrachte die vergangenen drei Spielzeiten als Assistent bei den Vancouver Canucks nachdem er von 2011 bis 2013 Trainer der Dallas Stars gewesen war. In zwei Spielzeiten bei den Stars brachte er es auf eine Bilanz von 64-57-9, verpasste aber die Playoffs.

Stürmer Troy Brouwer, er unterschrieb am 1. Juli einen 4-Jahres Vertrag, Berichten nach über $18 Millionen, hat keinen Bammel vor seinem neuen Trainer, seinem dritten in drei Jahren.

"Seine Ansprache vor dem Spiel ist gut. Keinerlei Ausrutscher oder so etwas ähnliches", sagte Brouwer. "Er zeigte keinerlei Nerven. Für Trainer ist das erste Mal immer wichtig und für uns ist es wichtig ihn zu kennen, wie er die Reihen aufruft und wie er rotiert. Es wird noch besser laufen, wenn wir die gesamte Mannschaft in der Vorbereitung zusammenhaben."

Nicht nur auf Brouwer hat Gulutzan einen positiven Eindruck hinterlassen. Center Sam Bennett genoss ebenfalls die erste Erfahrung, die er mit Gulutzan gemacht hat.

"Er hat einen wirklich guten Job gemacht", sagte Bennett, der in einer Reihe mit Brouwer und dem 18-jährigen Matthew Tkachuk stand. "Er machte den Eindruck als wäre er schon 20 Jahre lang Trainer. Man kann das gar nicht glauben, dass es sein erstes Mal seit einer Weile war. Er verrichtete wirklich gute Arbeit."

"Er war positiv. Es ist großartig diese positive Energie auf der Bank zu haben. Wenn man einen guten Shift hat, dann freut es einen auch das zu hören. Er macht das. Ich genoss es ihn hinter der Bank zu haben."

"Es ist ein sehr schöner Charakterzug. Er ist ein smarter Mann und er war sehr positiv. Er schickte mich raus und gab mir die Chancen. Ich glaube, dass ich aufblühte ... Ich bin am besten, wenn ich mit Vertrauen spiele. Er gab mir die Gelegenheit [am Montag] und ich war selbstsicher.

"Ich habe es sehr genossen für ihn zu spielen."

Das ist meine Trainerphilosophie, deutete Gulutzan an.

"Wir haben die Jungs korrigiert und auch eingewiesen, besonders die jungen Spieler", sagte er. "Man möchte die Jungs ermutigen und sie antreiben. Aus meiner Sicht sind wir sehr gut vorbereitet, aus diesen Jungs das Beste herauszuholen. Sie spielen, wir korrigieren und treiben sie an, aber es ist ihr Spiel."

Gulutzan scheute sich auch nicht davor Veränderungen vorzunehmen. Bei 0-1 Rückstand nahm er Torwart Mason McDonald nach 18:01 Minuten im dritten Drittel vom Eis und wiederholte es, 2-Tore in Rückstand liegend, bei einer 2-Mann Überzahlsituation als noch 20 Sekunden auf der Uhr standen.

"Wir werden ihn auch in ähnlichen Spielen wie diesem, wenn noch 2 1/2 Minuten zu spielen sind, rausnehmen", sagte Gulutzan. "Ihr seid doch alle Analysten. Es gibt Studien, die zeigen, wann es die beste Zeit für deine Mannschaft ist den Torwart rauszunehmen. Diese 2-Minuten Marke ist das Zeichen für mich."

Beim zweiten Mal hat es geklappt. Calgarys Kapitän Mark Giordano verkürzte nach 19:51 Minuten Edmontons Führung auf 2-1.

Gulutzan nahm nach dem Treffer sofort eine Auszeit, um noch einen schnellen Spielzug zu versuchen.

Solche Entscheidungen fallen automatisch, sagte Gulutzan.

"Auszeiten nehmen, die Bank managen, es gibt Strafzeiten und verletzte Spieler, das muss nun ich handhaben", sagte er.

"Ich habe mich dabei ziemlich wohl gefühlt."

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