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Columbus muss Crosby Reihe stoppen

Gelingen dieses Unterfangens wird ein Schlüssel im vierten Spiel der Serie sein

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Nicht selten sind es in den Playoffs die Spieler, mit denen kaum einer gerechnet hatte, die Spielen oder ganzen Serien ihren Stempel aufdrücken. Nicht von ungefähr gibt es den gängigen Spruch, dass Playoffs weniger von den Starspielern, sondern durch die hinteren Reihen und die Tiefe entschieden werden.

Nach dem Spiel 3 der ersten Runde in der Eastern Conference Serie zwischen den Pittsburgh Penguins und den Columbus Blue Jackets am Sonntag in der Nationwide Arena ist diese Geschichte erst einmal von Jake Guentzel belegt, obwohl dieser derzeit in der ersten Reihe aufläuft.

Die Penguins gewannen das dritte Spiel der Serie mit 5-4 in der Verlängerung, auch dank eines gut aufgelegten Guentzel, der mit drei Toren, inklusive des Siegtreffers in der 14. Minute der Verlängerung, einen Hattrick erzielen konnte und so maßgeblichen Anteil daran hatte, dass Pittsburgh jetzt wohl schon vorentscheidend mit 3-0 in der Serie führt.

Der Name Guentzel ist in Deutschland kein unbekannter. Nicht nur, weil der Name natürlich deutscher Abstammung ist, sondern auch wegen Jakes älterem Bruder Gabe Guentzel, der in der DEL bei Augsburg aktiv ist.

Der jüngere Guentzel wurde der erste Pittsburgh Rookie, der in den Stanley Cup Playoffs einen Hattrick erzielen konnte und er hat damit etwas, was so renommierte Spieler wie Mario Lemieux, Jaromir Jagr, Evgeni Malkin oder Sidney Crosby vor ihm nicht erreichten.

Video: PIT@CBJ, Gm3: Malkin trifft mit der Hilfe von Rust

"Es geht mir gar nicht in den Kopf, irgendwie verrückt, aber ein ganz besonderer Abend", sagte Guentzel. "Es lief einfach für mich. Zwei der Dinger waren wirklich glücklich."

Er spielt auf die Tatsache an, dass Blue Jackets Torhüter Sergei Bobrovsky erneut keinen guten Tag erwischte. Bei allen drei Treffern von Guentzel sah der Russe nicht gerade glücklich aus. Beim 1-1 in der 4. Minute und beim 4-3 in der 52. Minute - die Penguins lagen zuvor mit 1-3 hinten - nutzte der 22-jährige US-Amerikaner sogar Bobrovsky als Bande, um den Puck im Tor unterzubringen. Den Siegtreffer ließ der Columbus Schlussmann in der kurzen Ecke durchrutschen.

"Guentzel war großartig, wie er sich positionierte und sich dem Check entzog und die Lücke sah", sagte Crosby über das entscheidende Tor, der es von hinter dem Gehäuse vorbereitete. "Der Puck ist einfach durchgerutscht."

Für Columbus und deren Trainer John Tortorella stellt sich nun die Frage, wie man die derzeit gut aufgelegte Reihe mit Conor Sheary, Sidney Crosby und Guentzel stoppen kann. Letzterer hat inklusive der letzten fünf Partien der regulären Saison in den vergangenen acht Spielen neun Tore erzielt.  

Spiel 4 der Serie findet am Dienstag (7:30 p.m. ET; CNBC, SN360, TVA Sports 2, FS-O, ROOT) erneut in Columbus statt.

"Wir stehen mit dem Rücken an der Wand", sagte Blue Jackets Center Brandon Dubinsky. "Wir haben keine Wahl, als besser zu werden und uns zurück zu kämpfen."

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