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Grubauer und die Avalanche vor großer Herausforderung

Colorado beginnt die Stanley Cup Second Round mit Heimspiel gegen die Golden Knights und die Hurricanes haben die Lightning zu Gast

von Axel Jeroma @NHLcz / nezávislý autor NHL.com/cs

Hochklassiges Eishockey versprechen die beiden Best-of-7-Serien der Stanley Cup Second Round, die am heutigen Sonntag beginnen. Die Colorado Avalanche empfangen die Vegas Golden Knights zu Spiel 1 in der Ball Arena (8 p.m. ET; NHL.tv; Mo. 2 Uhr MESZ). Es ist das Duell der zwei punktbesten Mannschaften aus der regulären Saison. In der PNC Arena in Raleigh stehen sich die Carolina Hurricanes und die Tampa Bay Lightning gegenüber (5 p.m. ET; NHL.tv; 23 Uhr MESZ).

Fünf Faktoren, die es bei den Spielen am Sonntag zu beachten gilt:

Avalanche und Golden Knights feiern Premiere

Die Avalanche und die Golden Knights treten zum ersten Mal in einer Serie der Stanley Cup Playoffs gegeneinander an. Im vergangenen Jahr hatten sich ihre Wege zwar schon einmal in der Endrunde gekreuzt, allerdings nur bei einer Begegnung in der Platzierungsrunde. Dabei behielt Vegas mit 4:3 n. V. die Oberhand.

Die Vertretung aus Denver war nach ihrem Sweep gegen die St. Louis Blues zuletzt am 23. Mai im Einsatz, das Team aus Nevada beendete seine Erstrundenserie dagegen erst am Freitag mit einem 6:2 in Spiel 7 gegen die Minnesota Wild.

Die Spieler der Avalanche gehen daher ausgeruhter in die anstehende Partie. Ob die längere Pause jedoch tatsächlich von Vorteil ist, steht auf einem anderen Blatt. Häufig braucht ein Team danach eine gewisse Anlaufzeit, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen. "Ich erwarte eine lange und hart umkämpfte Serie", sagte Colorados Trainer Jared Bednar am Samstag. "Wir werden rausgehen und versuchen, unsere beste Leistung abzurufen."

Grubauer als Fels in der Brandung

Torhüter Philipp Grubauer präsentierte sich in der Erstrundenserie gegen die Blues als gewohnt sicherer Rückhalt der Avalanche. Der Rosenheimer brachte es auf einen Gegentorschnitt von 1,75 und eine Fangquote von 93,6 Prozent. Damit hatte er großen Anteil daran, dass Colorado erstmals seit 2001 wieder ein Sweep in einer Playoff-Runde gelang. Zugleich ist Grubauer nach Patrick Roy der zweite Schlussmann in der Klubgeschichte, der bei allen vier Spielen einer Zu-null-Serie zwischen den Pfosten stand.

Video: LAK@COL: Grubauer verbucht seinen 7. Saison-Shutout

Gegen die Abteilung Attacke der Golden Knights muss der Goalie erneut seine ganze Klasse in die Waagschale werfen. Die Offensive von Vegas hat durch die Rückkehr von Kapitän Max Pacioretty spürbar an Durchschlagskraft zugelegt.

Wer zuerst trifft, besitzt gute Siegchancen

Sowohl für die Golden Knights als auch für die Avalanche zahlte es sich in der regulären Saison aus, wenn sie das erste Tor in einem Spiel schossen. Vegas verließ danach in 31 Fällen das Eis als Gewinner, was den Spitzenwert in der NHL-Gesamtwertung in dieser Kategorie bedeutete. Unmittelbar dahinter auf Platz zwei rangierte Colorado, das 29 Auftritte nach einer 1:0-Führung siegreich beendete.

In den Playoffs spannen die Avalanche den Erfolgsfaden weiter. Bei drei der vier Siege gegen die Blues erzielten sie den ersten Treffer im Match. Nicht ganz so eindrucksvoll, aber dennoch positiv fiel die Bilanz der Golden Knights (zwei Siege, eine Niederlage) in den sieben Spielen gegen die Wild aus, wenn sie das erste Tor zustande brachten.

Optimale Shutdown-Reihe bei den Lightning gesucht

Was das Scoring-Potenzial seiner Mannschaft betrifft, braucht sich Trainer Jon Cooper von den Lightning seit dem Comeback von Nikita Kucherov und Kapitän Steven Stamkos keinerlei Gedanken mehr zu machen. Schwieriger sind da schon die Überlegungen, welche Reihe die Kreise der beiden Hurricanes-Spielmacher Sebastian Aho und Teuvo Teravainen am effektivsten stören kann. Vermutlich bekommt das Trio Barclay Goodrow, Yanni Gourde und Blake Coleman die entsprechende Order.

Video: CAR@NSH, Sp6: Aho fälscht Slavins Schuss zum Sieg ab

Goodrow hatte die ersten fünf Partien der Erstrundenserie gegen die Florida Panthers wegen einer Verletzung im oberen Körperbereich verpasst. In Spiel 6 war er wieder einsatzfähig. Mit ihm im Lineup zeigten die Lightning ihre beste Gesamtleistung der Serie und machten mit einem 4:0 den Einzug in die zweite Runde perfekt.

"Man kann so viele Ferraris haben wie man will. Manchmal benötigt man schlicht und ergreifend einen altmodischen Jeep mit Vierradantrieb, der einen gut durch den Schlamm befördert. Genau das erledigt Barclay Goodrow", sagte Cooper. "Er schafft Räume und macht dem Gegner das Leben schwer. Es war kein Zufall, dass Spiel 6 mit ihm im Aufgebot so gut für uns gelaufen ist."

Besondere Bewährungsprobe für Nedeljkovic

Auf Torwart Alex Nedeljkovic von den Hurricanes wartet in der zweiten Playoff-Runde eine besondere Bewährungsprobe. Denn die Offensive der Lightning ist noch einmal von einem ganz anderen Kaliber als die des Erstrundengegners Nashville Predators.

Video: CAR@NSH, Sp4: Nedeljkovic beraubt Trenin bei 2-auf-0

Vor allem in Unterzahl gilt für Nedeljkovic höchste Alarmstufe. Die erste Powerplay-Einheit der Lightning mit den Stürmern Kucherov, Stamkos, Alex Killorn und Brayden Point sowie Blueliner Victor Hedman zeigte sich im bisherigen Verlauf der Playoffs glänzend aufgelegt. Acht von 20 Gelegenheiten bei numerischer Überlegenheit münzte der amtierende Stanley Cup Champion in einen Treffer um. Das entspricht einer Erfolgsquote von 40 Prozent.

Nedeljkovic weiß, was ihn erwartet. "Das geht alles ziemlich schnell. Sobald man einen Sekundenbruchteil zu spät reagiert, ist der Puck im Netz. Deshalb muss ich einen klaren Kopf behalten", ließ er im Hinblick auf das Aufeinandertreffen am Sonntag verlauten.

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