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Entscheidende Veränderungen bei Blue Jackets

Mit Bobrovsky, Duchene und Panarin verlassen drei absolute Leistungsträger Columbus

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Der erste Tag der Free Agency ist gelaufen und die ersten großen Ab- und Zugänge sind bekannt. Besonders hart traf es die Columbus Blue Jackets, bei denen sich gleich drei Spitzenspieler verabschiedeten. Torwart Sergei Bobrovsky einigte sich mit den Florida Panthers auf einen Vertrag, Außenstürmer Artemi Panarin unterschrieb bei den New York Rangers und Center Matt Duchene wird in Zukunft für die Nashville Predators stürmen.

"Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir tun würden was wir können, um ihn zu halten", erklärte Jarmo Kekalainen zu den Verhandlungen mit Panarin. "Das haben wir bis zum letzten Tag bewiesen. Wir wollten unbedingt gewinnen und die Eigentümer waren sich mit uns einig. Wir haben alles in unserer Macht stehende getan und ich kann jeden Abend ruhig schlafen, weil ich weiß, dass wir getan haben was wir konnten."

 

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Bobrovsky hütete nach zwei Jahren bei den Philadelphia Flyers für sieben Saisons das Tor der Blue Jackets und kommt in seiner Karriere auf eine Statistik von 255-153-37 bei 2,46 Gegentoren pro Spiel, 91,9 Prozent Fangquote und 33 Shutouts. Als zweimaliger Gewinner der Vezina Trophy (2013, 2017) ist er in den vergangenen Jahren einer der besten Torhüter der Liga. Mit Keith Kinkaid verloren die Blue Jackets einen weiteren Torhüter an die Montreal Canadiens. Aktuell bleiben ihnen noch Joonas Korpisalo und Elvis Merzlikins als Torhüter.

"Korpisalo hatte eine Fangquote von 92 Prozent, als er länger die Rolle als Nummer eins übernehmen musste, weil Bobrovsky verletzt war", baut Kekalainen auf die Spieler aus der eigenen Organisation. "Er ist ein sehr talentierter junger Torhüter und jetzt wird er die Möglichkeit haben, diese Rolle langfristig zu übernehmen. Mit Ausnahme von Carey Price, Martin Brodeur und ein paar anderen, musste beinahe jeder Torhüter der Welt als Ersatztorwart anfangen."

 

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Mit Duchene und Panarin verloren sie ihre beiden wohl gefährlichsten Stürmer. Panarin führte die Blue Jackets mit 87 Punkten (28 Tore, 59 Assists) in 79 Spielen an. Duchene war mit 58 Punkten (27 Tore, 31 Assists) in 50 Spielen der zweitbeste Scorer der Ottawa Senators, ehe er für die letzten 23 Spiele, in denen er zwölf Punkte (vier Tore, acht Assists) erzielte, nach Columbus kam. Die beiden hinterlassen eine gewaltige Lücke im Angriff.

"Ich glaube nicht daran, dass ein, oder zwei Spieler, ob sie kommen, oder gehen, den Unterschied für ein Team machen", so Kekalainen. "Ich glaube an die Mannschaft. Eishockey ist ein großer Teamsport. Teams gewinnen Meisterschaften."

Die Blue Jackets vermeldeten zuvor nach den prominenten Abgängen auch einen offensivstarken Zugang. Gustav Nyquist wird fortan für Columbus stürmen. Er spielte in der abgelaufenen Saison 81 Spiele für die Detroit Red Wings und San Jose Sharks. Dabei erzielte er 60 Punkte (22 Tore, 38 Assists), ein persönlicher Rekord.

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"Wir sind in einer großartigen Position, was den Spielraum im Salary Cap und die Tiefe unseres Talentpools angeht", zeigte sich Kekalainen optimistisch. Bei allem Optimismus und dem starken Neuzugang, lässt sich nicht leugnen, dass die Blue Jackets nach dem 1. Juli schwächer besetzt sind, als zuvor. "Wir haben eine sehr starke Abwehr, die breit aufgestellt ist", setzte Kekalainen fort. "Mit Gustav Nyqvist haben wir eine Lücke auf dem linken Flügel geschlossen. Wir sind in einer großartigen Position mit allen möglichen Optionen. Die Free Agency ist eine davon, aber es gibt andere Möglichkeiten unser Team zu verbessern. Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir keine Angst haben einen Transfer einzugehen, wenn wir das Gefühl haben, dass er unser Team verbessern kann."

Sie würden gut daran tun, die von Kekalainen angesprochenen Optionen zu nutzen. Ein Kandidat für die Offensive könnte Ryan Dzingel sein, der mit Duchene (vor dessen Wechsel nach Columbus) bei den Senators einer der Topscorer der abgelaufenen Saison war. Der erste Tag der Free Agency brachte große Veränderungen mit sich und vielen Fans der Blue Jackets dürften diese Veränderungen nicht gefallen. Doch der Sommer ist noch lang und es kann sich noch viel tun.

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