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Islanders verlassen sich auf Greiss und Seidenberg

Serie 31 in 31 von NHL.com/de: Die Defensive der New York Islanders ist auf zwei Deutsche gestützt

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Der Startschuss zur NHL-Saison 2017-18 steht zwar noch nicht unmittelbar vor der Türe, doch die Nachwuchs-Camps sind geschafft und die Trainingscamps in Sichtweite. Wir denken, dass es das Beste ist, die Sommerhitze im August mit Analysen Eurer Lieblingsteams zu bekämpfen.

Jeden Tag wird Euch NHL.com/de im Rahmen der 31 in 31 Serie mit fundierten Einschätzungen der Mannschaften versorgen.

Wo wird die Reise für den Liganeuling Vegas Golden Knights hingehen? Können die Pittsburgh Penguins ihre dritte Meisterschaft in Folge feiern? Welche Teams könnten uns alle überraschen?

Alle diese Fragen werden in den täglichen Artikeln beantwortet.

Heute analysieren wir die New York Islanders.

In Diensten der New York Islanders stehen gleich zwei deutsche Spieler, die dafür verantwortlich sind, Gegentore zu verhindern. Thomas Greiss steht zwischen den Pfosten, als letzte Gegenmaßnahme, um den Puck zu stoppen und die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung zu bringen. Vor ihm soll Veteran Dennis Seidenberg die Gegner abräumen und verhindern, dass es überhaupt dazu kommt, dass Greiss eingreifen muss.

Greiss wurde in der dritten Runde des NHL Draft 2004 von den San Jose Sharks gedraftet und spielte für die Phoenix Coyotes und die Pittsburgh Penguins, bevor er bei den Islanders landete. Hier schaffte er es endlich, sich als NHL Torwart zu etablieren und auf eine größere Zahl an Einsätzen zu kommen. In seiner ersten Spielzeit kam er hier auf 41 Spiele, vergangene Saison waren es 51 Einsätze. Vor allem in dieser zweiten Saison in New York, überzeugte er oft durch gute Leistungen und konnte sich gegen seine Mitstreiter im Kampf um den Platz im Tor durchsetzen.

Video: OTT@NYI: Greiss rettet mehrmals in Folge im 2.

Er dürfte auch ab Oktober wieder die Nummer eins sein, muss aber eine überzeugende Leistung bringen, denn hinter ihm lauert mit Jaroslav Halak ein fähiger Konkurrent, der etwa doppelt so viel Spielerfahrung in der NHL aufweisen kann. Doch die Entlastung durch eine größere Anzahl an Einsätzen für Halak, könnte Greiss auch gut tun und ihm zu konstanteren Leistungen verhelfen. Letzte Saison wurde Halak noch zu den Bridgeport Sound Tigers in die American Hockey League geschickt, überzeugte Trainer Doug Weight dort aber durch konsequente, harte Arbeit, so dass die Islanders diese Saison wieder mit ihm planen.

Seidenberg endete letzten Sommer als Free Agent, nachdem sich die Boston Bruins, mit denen er 2011 den Stanley Cup gewann, aus dem letzten Vertragsjahr mit ihm frei kauften. Dennoch wurde er beim World Cup of Hockey 2016 in den Kader von Team Europa berufen. Dort zeigte er starke Spiele und half der Auswahl überraschend das Finale zu erreichen, wo sie Team Kanada unterlagen. Diese Leistung belohnten die Islanders mit einem einjährigen Vertrag, den sie im April diesen Jahres um eine weitere Spielzeit verlängerten.

Video: PHI@NYI: Seidenberg bezwingt Neuvirth durch Beine

Der Schwenninger ist als Defensivspezialist bekannt und macht nicht viele Punkte, verhindert dafür aber auch mehr Gegentore, als die meisten Spieler. Er spielt körperbetont, nimmt jeden Zweikampf an und wirft sich in jeden Schuss. Vergangene Saison blockte im Team der Islanders nur Calvin de Haan mehr Schüsse und Seidenberg machte die viertmeisten Checks. Dieser Wille um jeden Puck zu kämpfen und auch die kleinen Dinge zu machen, die undankbaren, unauffälligen Aufgaben zu übernehmen, sichert ihm einen Stammplatz in New Yorks Defensivabteilung. Er und seine Mitspieler müssen aber noch mehr Schüsse verhindern, um Greiss und Halak zu unterstützen.

Die beiden deutschen Spieler hoffen darauf, dass die Islanders mit ihrer Unterstützung diese Saison wieder die Playoffs erreichen. Während Seidenberg sich mit seinen 36 Jahren bereits eher dem Ende seiner Karriere nähert, aber noch das ein oder andere Jahr im Tank haben dürfte, hofft der 31-jährige Füssener Greiss, sich mit guten Spielen weiterhin als Nummer eins eines NHL Teams empfehlen zu können und in seiner Karriere einen weiteren Schritt nach vorne zu machen.

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