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Grabners Hattrick ist in bester Gesellschaft

Dreierpack mit zwei Empty-Nettern reiht sich hervorragend in eine lange Liste von kuriosen Hattricks ein

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Selten hat ein Spieler lässiger einen Hattrick vollendet als Michael Grabner beim 5:1 Sieg seiner New York Rangers gegen die Carolina Hurricanes am Freitag im Madison Square Garden.

Es standen nur noch knapp 75 Sekunden auf der Uhr und Hurricanes-Keeper Scott Darling hatte sein Gehäuse längst zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen, als sich der österreichische Stürmer in Diensten der New York Rangers in die Gefahrenzone begab. Clever lief er sich bei einem Konter über Pavel Buchnevich in den Rücken der Abwehr.

Zwar wurde das Zuspiel seines russischen Teamkollegen vom herbeieilenden Verteidiger Noah Hanifin noch abgefälscht, doch seiner überragenden Geschwindigkeit verdankend, erreichte Grabner den Puck noch mit einer beachtenswerten Leichtigkeit. Locker hob er dann mit der Rückhand das Spielgerät aus einem extrem spitzen Winkel in das verwaiste Gästetor.

Kurioserweise hatte Grabner in diesem Moment nicht nur einen von den Rangers-Anhängern frenetisch gefeierten Dreierpack geschnürt, sondern auch den zweiten Empty-Netter in einem Spiel erzielt. Obwohl Grabner in New Yorks vierter Sturmformation nur 12:38 Minuten Eiszeit erhielt, avancierte er zum unbestrittenen Matchwinner.

Video: CAR@NYR: Grabner vollendet Hattrick ins leere Tor

Verblüffender Fakt: Kein Spieler in der Liga, der mehr als zehn Spiele absolviert hat, braucht weniger Einsatzzeit, um ein Tor zu erzielen als der Villacher. Rechtsaußen Grabner, der mittlerweile 13 Saisontreffer auf seinem Konto hat, erzielt durchschnittlich 2,21 Tore pro 60 Minuten und liegt damit sogar vor Washington Capitals Alex Ovechkin (2,18) und New York Islanders Anders Lee (2,12).
    
Grabner reiht sich mit seinem Zwei-Empty-Netter-Hattrick hervorragend in eine Reihe von aufsehenerregenden Hattricks ein. In der laufenden Saison schnürten schon einige Akteure bemerkenswerte Dreierpacks.

Den Anfang machte Edmonton Oilers Superstar Connor McDavid am 4. Oktober. Beim Saisoneröffnungsspiel drehte der Center voll auf und schoss die Calgary Flames im Alleingang ab. Da sich die Liste nahezu endlos fortführen lässt, hier eine Auswahl von Hattricks zum Zunge schnalzen:

Video: CGY@EDM: McDavid trifft ins leere Tor

Am 29. Oktober netzte Blake Wheeler allein im ersten Spielabschnitt dreimal gegen die Pittsburgh Penguins ein. Ähnliches gelang auch Radek Faksa: Der 23-jährige Center in Diensten der Dallas Stars erzielte am 28. November im zweiten Spielabschnitt einen lupenreinen Hattrick und vollbrachte dabei das Kunststück, innerhalb von acht Sekunden zweimal zu treffen.

Gleich zwei Sportler nutzten die letzten 20 Minuten einer Partie für ihren Hattrick: Am 15. November brachte Artem Anisimov seine Chicago Blackhawks mit drei Treffern im Schlussdrittel auf die Siegerstraße gegen die Rangers und Kings-Rechtsaußen Adrian Kempe vollbrachte selbiges am 18. Oktober. Im heimischen Staples Center nutzte er das letzte Spieldrittel gegen die Montreal Canadiens und erzielte den ersten Hattrick seiner Karriere.

Flames-Stürmer Sean Monahan ließ ebenfalls mit einem kuriosen Hattrick aufhorchen: Am 18. November erzielte er beim 5:4-Sieg nach Verlängerung gegen die Philadelphia Flyers ebenfalls drei Tore - allesamt in nummerischer Überlegenheit auf dem Eis.

Mehrere Hattricks innerhalb kürzester Zeit schafften im Oktober Ovechkin und New York Islanders John Tavares. Ovechkin traf glatt in zwei Spielen hintereinander mindestens dreifach (5. Oktober und 7. Oktober) und Tavares erzielte zwei Hattricks in drei Partien zwischen dem 24. und 28. Oktober.

Video: WSH@TOR: Ovechkin mit Hattrick der besonderen Art

Einen besonderen Tag suchte sich Teuvo Teravainen für seinen ersten NHL-Hattrick aus. An jenem Abend, an dem sein Landsmann Teemu Selanne in die Hockey Hall of Fame aufgenommen wurde, traf der Finne dreimal innerhalb von 7:05 Minuten für Carolina.

Ebenfalls beachtlich waren die Hattricks von Anthony Duclair am 18. November, von Wayne Simmonds am 4. Oktober und von Radim Vrbata am 26. Oktober: Arizona Coyotes Stürmer Duclair traf erst in der regulären Spielzeit doppelt, um dann in der Overtime den Ottawa Senators höchstpersönlich den Garaus zu machen.

Philadelphias Simmonds erwischte einen Start nach Maß in die neue Spielzeit, als er gegen die San Jose Sharks nicht nur seinen 400. Scorerpunkt sondern auch einen Hattrick erzielen konnte. Auch Vrbata legte bei den Vegas Golden Knights los wie die Feuerwehr. Er verpackte seine ersten drei Tore für sein neues Team in einen Dreierpack.

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