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Grabner trifft weiter und bleibt Leistungsträger

Der Österreicher erzielte in Spiel 3 gegen Ottawa seinen vierten Playoff Treffer

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Michael Grabner führt seine beste Saison seit langem auch in den Playoffs fort. Nach 27 Toren in der regulären Saison, erzielte der 29-jährige Österreicher am Dienstag im Spiel 3 der Eastern Conference Stanley Cup Playoffs Serie der zweiten Runde gegen die Ottawa Senators seinen vierten Treffer der Playoffs.

Er fügte sich damit nahtlos in die geschlossene Mannschaftsleistung der New York Rangers ein, die nach den zwei Niederlagen in Ottawa unter Druck standen, doch diesen gut kompensierten und ihre Gäste von Beginn dominierten.

"Das Spiel wurde im ersten Drittel verloren", sagte Senators Trainer Guy Boucher. "Sie waren bereit, sie waren hungrig, sie waren verzweifelt und wir konnten ihnen in alledem nicht standhalten. Das ist es."

New York schoss zwei Tore mit den ersten 15 Schüssen im ersten Drittel und zwei weitere mit neun Schüssen im zweiten Drittel, ehe Jean-Gabriel Pageau in der 39. Minute beim 4-1 Rangers Torhüter Henrik Lundqvist erstmals und einzig überwinden konnte.

Alle vier Reihen der Hausherren zeigten sich für jeweils ein Tor zuständig. Grabner übernahm das wieder einmal für die Kollegen seiner Reihe. Es war wieder eine typische Szene für den Torinstinkt von ihm.

Video: OTT@NYR, Sp3: Grabner bringt Puck an Anderson vorbei

Grabner kam schnurstracks von der Bank und sprintete Richtung gegnerisches Tor und an ihm vorbei. Mats Zuccarello erhielt den Puck an der Bande und spielte diesen dort entlang tief in die Zone. Durch ein Missverständnis von Senators Torhüter Craig Anderson, der aus seinem Tor kam und einem Verteidiger, kam Grabner unvermittelt an das Spielgerät. Er zögerte keine Sekunde, zog vor das Tor und machte das 2-0.

Es war aber nicht die einzige Szene, in der Grabner auf sich aufmerksam machte. Er war äußerst effektiv in seinen fast 16 Minuten Eiszeit. Sehr präsent und auffällig. Regelmäßig erarbeitete er sich Chancen, so wie in der 28. Minute, als er mit seinem Schuss aus der Drehung allerdings an Anderson knapp scheiterte.

"Es gibt keine Frage, dass wir heute Abend das bessere Team waren", sagte Lundqvist. "Wir spielten mit Geschwindigkeit, Emotion und Entschlossenheit. Und wir haben es gemacht."

Grabner ist es, der diese von Lundqvist genannten Attribute verkörpert. Es ist ihm anzumerken, dass er mit Leidenschaft dabei ist, wenn er auf das Eis kommt. Hinzu kommt, dass ihm der Stil der Rangers und deren Art zu spielen liegt. Das verdeutlichen seine Statistiken, die um einiges besser sind, als in den Jahren zuvor bei den New York Islanders oder den Toronto Maple Leafs. Trainer Alain Vigneault weiß ihn richtig einzusetzen und er zahlt es mit Leistung zurück.

Video: OTT@NYR, Sp3: Lundqvist beraubt MacArthur vor dem Tor

Nach nur zwei Toren in 16 Playoff Spielen bei drei Playoff Teilnahmen mit den Vancouver Canucks (2009-10) und zwei Mal mit den Islanders (2012-13, 2014-15), hat Grabner nun seinen vierten Treffer in den neun Playoff Spielen mit den Rangers erzielt.

Trotzdem liegt noch viel Arbeit vor Grabner und seinen Mannschaftskollegen, denn das Ziel ist eindeutig und weitere elf Siege entfernt. "Wir wollen den Stanley Cup gewinnen", sagte Grabner schon während der Saison. Es wäre der erste Triumph der ambitionierten und historischen Franchise seit 1994.

Doch erst muss am Donnerstag in Spiel 4 (7:30 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports) erneut im Madison Square Garden der Ausgleich in der Serie her, um nicht in einen schwierigen Rückstand zu geraten und der Traum wieder vorzeitig beendet werden wird.

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