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Sbisa vergleicht Golden Knights mit Team Europa

Spieler helfen sich gegenseitig beim Einleben in die neue Umgebung - Trainingscamp startet Donnerstag

von Lisa Dillman @reallisa / NHL.com Redakteurin

SUMMERLIN, Nevada -- Luca Sbisa, Verteidiger der Vegas Golden Knights, sieht Ähnlichkeiten zwischen seinem neuen Klub und Team Europa beim World Cup of Hockey 2016. Die aus Spielern von mehreren europäischen Ländern zusammengewürfelte Mannschaft hatte zuvor auch noch nie zusammengespielt, aber trotzdem das Finale erreicht und nur knapp gegen Team Kanada verloren.

"Team Europa bestand aus einer bunten Truppe, die einfach so ins kalte Wasser geworfen wurde", sagte Sbisa. "Keiner kannte den anderen wirklich gut und niemand traute uns im Vorfeld etwas zu. Wir hatten deswegen nichts zu verlieren. Genau das war letztlich der Schlüssel zum Erfolg."

Bei den Golden Knights sei die Ausgangslage fast genauso. "Viele der Jungs sind sich noch fremd und müssen sich erst zusammenfinden", so Sbisa. Einen gravierenden Unterschied gibt es seiner Ansicht nach jedoch. Es sei ein Unterschied, ob man nur ein kurzes Turnier spiele oder versuche, eine auf Dauer erfolgreiche Eishockey-Familie zu gründen. Sbisa wurde vom Liga-Neuling aus Las Vegas beim Expansion Draft ausgewählt. Zuvor stand er in Diensten der Vancouver Canucks. Außerdem war er bei Anaheim Ducks aktiv.

Vergangenen Donnerstag stand er das erste Mal bei einer inoffiziellen Übungseinheit der Golden Knights auf dem Eis. Mit dabei waren einige Rookies. Offizieller Start des Trainingscamps ist am 14. September. Für Sbisa stellte das Training eine willkommene Abwechslung zu all dem Umzugsstress der vergangenen Tage dar. Mehrmals war er zwischen seinem Sommerwohnsitz in Kalifornien und Las Vegas hin und her gependelt.

Ein gefragter Ansprechpartner für alle Spieler der Golden Knights war Verteidiger Deryk Engelland. Er verbringt seit 14 Jahren die Off-Season in der Gegend und kennt sich daher bestens aus. Er und Torhüter Marc-Andre Fleury spielten von 2009 bis 2014 gemeinsam für die Pittsburgh Penguins und sind nun wieder vereint.

"Deryk war eine große Hilfe für mich, als ich damit begonnen hatte, mich nach einem passenden Platz umzusehen", sagte Fleury. Am Ende entschied er sich, das Haus des früheren NHL-Verteidigers Sheldon Souray zu kaufen. "Deryk hat mich mit den richtigen Leuten in Kontakt gebracht und mir Infos über die Nachbarn gegeben."

Engellands Ratschläge waren jedoch nicht nur in Sachen Immobilien gefragt. "Babysitter, Schule, bei all diesen Dingen war ich gerne behilflich, um meinen Teamkollegen das Einleben so angenehm wie möglich zu machen", erzählte er.

Sbisas Vergleich mit Team Europa kann Engelland nur unterstreichen. "In der Regel hat man lediglich vier oder fünf Neue im Team. Da ist es wesentlich einfacher, sie zu integrieren. In unserer Situation muss man sich schon glücklich schätzen, wenn sich zwei Leute kennen. Je schneller wir uns als Mannschaft finden, desto besser werden wir in die Saison starten."

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