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Golden Knights bauen auf Heimvorteil

Vegas freut sich auf das erste Heimspiel seit über zehn Tagen und will vom Start weg wach sein

von Marc Rösch @NHLde / NHL.com/de Autor

Vielleicht haben sich die Winnipeg Jets am Montagabend zu sicher gefühlt. Erst hatten sie souverän die Minnesota Wild eliminiert, dann vielen ihnen in der zweiten Runde mit den Nashville Predators die Presidents Trophy Gewinner 2018 und Vorjahresfinalisten zum Opfer. Nachdem sie dann am Samstag famos ins Western Conference Finale gestartet sind und die Vegas Golden Knights zum Serien-Auftakt mit 4:2 abgefertigt hatten, muss ihr Selbstbewusstsein gigantisch gewesen sein.

Doch wer hoch fliegt, der fällt tief. Die Golden Knights holten die Jets am Montag auf den eiskalten Boden der Tatsachen zurück. Sie erarbeiteten sich einen 3:1 Sieg im Bell MTS Place und holten die Serie mit einem 1:1-Gleichstand zurück in die Wüste.

 

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Ein Terrain, das ihnen erfahrungsgemäß deutlich besser liegt. Vor eigenem Publikum gaben die Golden Knights in den laufenden Playoffs nur ein einziges Spiel ab. In vier von fünf Begegnungen in der heimischen T-Mobile Arena verließen sie das Eis als Sieger.

"Jedes Mal, wenn wir als Gruppe ein großes Spiel brauchen, dann explodieren wir", so Vegas-Stürmer Jonathan Marchessault. "Und am Montag sind wir wahrhaftig explodiert. Ich denke, wir haben der Welt gezeigt, dass wir es verdient haben, hier zu stehen. Wir haben es verdient, gegen ein großartiges Team zu spielen."

Zwei solcher großartigen Teams vielen den Golden Knights in ihren ersten Stanley Cup Playoffs bereits zum Opfer und am Mittwoch wollen sie den nächsten Schritt machen. Um 9:00 pm ET (3:00 Uhr MESZ; NBCSN, CBC, SN, TVAS) empfangen sie die Jets zum ersten Heimspiel seit über zehn Tagen. Zuletzt schickten sie die San Jose Sharks am 4. Mai in Spiel 5 der zweiten Runde der Western Conference mit 5:3 nach Hause und die Vorfreude auf die Rückkehr ist im Lager der Golden Knights gigantisch.

"Es fühlt sich echt nach einer sehr langen Zeit an, in der wir nicht mehr in unserer eigenen Halle gespielt haben", erinnerte sich Linksaußen James Neal. "Wir freuen uns riesig auf unsere Fans. Sie werden begeistert sein und uns mit ihrer Lautstärke antreiben. Ich bin mir sicher, dass sie ein wichtiger Faktor sein werden."

 

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Auch sein Teamkollege Deryk Engelland ist sich sicher, dass die Heimfans den Ausschlag geben könnten. Doch obwohl seine Golden Knights aus den vergangenen sieben Heimspielen nur eines abgegeben haben, mahnt er zu Vorsicht.

"Natürlich wird es nicht zu unserem Nachteil sein, dass wir vor eigenem Publikum spielen werden", erzählte er. "Davon kann man immer zehren. Unsere Fans werden uns den Rücken stärken. Aber die Gastmannschaften lassen sich davon in der Regel nicht einbuttern. Sie kommen hier her und wollen uns den Vorteil streitig machen. Die Jets werden bestimmt extrem schnell loslegen. Da müssen wir bereit sein und den Kampf annehmen."

Diesen Kampf konnten die Golden Knights am Montag in Spiel 2 der best-of-7-Serie herausragend für sich entscheiden.

"Am Dienstag war es tatsächlich etwas ruhiger", analysierte Stürmer Ryan Reaves in Bezug auf den körperlichen Faktor. "Ich denke, im ersten Drittel des ersten Spiels gingen sie richtig hart zur Sache. Es war ein unglaublich physisches Spiel. In Spiel 2 waren wir wacher. Da haben wir einen wesentlich besseren Job gemacht."

Stürmer Marchessault pflichtete seinem Teamkollegen Reaves bei und stellte die gelungene Starphase in den Fokus.

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"Der größte Unterschied zu Spiel 1 war, dass wir einen sehr guten Auftakt erwischt haben", erzählte er. "In Spiel 1 waren wir einfach nicht wach. Wir waren nicht zur Stelle und sie haben es ausgenutzt. Das haben wir besser gemacht. Wir hielten von Beginn an dagegen und gaben auch Defensiv eine gute Figur ab."

Neben ihrem körperlichen Entgegenhalten war vor allem auch die Torhüterleistung von Marc-Andre Fleury ein elementarer Baustein im Spiel der Golden Knights. Am Montag parierte dieser 30 Schüsse und ebnete Vegas den Weg zum ersten Sieg in einem Conference Finale. Für Marchessault ist dies Grund genug, positiv auf die dritte Begegnung zu blicken.

"Er war schon das ganze Jahr extrem wichtig für uns und er gibt uns Sicherheit", so Marchessault über Torhüter Fleury. "Immer wenn er im Tor steht, wissen wir, dass wir eine Chance auf den Sieg haben."

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