Skip to main content

Antti Raanta soll Arizona Halt geben

31 in 31: Der Torwart ist einer der Schlüsselfiguren bei den Coyotes

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Die NHL-Saison 2018/19 wirft langsam aber sicher ihre Schatten voraus. Vor dem Start der Trainingslager analysiert NHL.com/de ab dem 5. August die 31 Teams der Liga in 31 Tagen. Zu jeder Mannschaft gibt es in der Serie "31 in 31" zwei Berichte mit interessanten Fakten, Einschätzungen und Einblicken.

In dieser Folge: Arizona Coyotes

Obwohl die Arizona Coyotes in der abgelaufenen Saison die schlechteste Mannschaft in der Western Conference stellten, sorgte vor allem ein Mann für Furore: Antti Raanta. Der Goalie spielte eine beachtliche Runde, startete in 46 seiner 47 Spiele, feierte dabei 21 Siege und wies einen Gegentorschnitt von 2,24 sowie eine Fangquote von 93,0 Prozent vor.

Bilanz 2017/18: 29-41-12, 15. in der Western Conference
Playoffs 2018: Nicht qualifiziert
Trainer: Rick Tocchet, 2. Saison
Neuzugänge: Alex Galchenyuk (Montreal Canadiens, Trade), Michael Grabner (New Jersey Devils, Free Agent), Vinnie Hinostroza, Jordan Oesterle, Marian Hossa (alle Chicago Blackhawks, Trade), Jacob Graves (Columbus Blue Jackets, Trade), Robbie Russo (Detroit Red Wings, Trade), Adam Helewka (San Jose Sharks, Trade), Hudson Fasching (Buffalo Sabres, Trade)
Abgänge: Max Domi (Montreal, Trade), Marcus Krueger, Jordan Maletta, MacKenzie Entwistle, Andrew Campbell (alle Chicago, Trade), Luke Schenn (Anaheim Ducks, Free Agent), Joel Hanley (Dallas Stars, Free Agent), Ryan MacInnis (Columbus, Trade), Kyle Wood (San Jose, Trade), Michael Sislo, Brandon Hickey (Buffalo, Trade)

 

[Ähnliches: Ekman-Larsson schürt Erwartungen in Arizona]

 

Dass die Yotes nach einem desaströsen Saisonstart und 41 Niederlagen aus den ersten 52 Partien (12-32-9) noch einen regelrechten Aufschwung mit 17 Siegen aus den letzten 29 Spielen (17-9-3) erlebten, hatten sie allen voran ihrem Torwart zu verdanken. Raanta spielte sich seit dem 8. Februar 2018 regelrecht in einen Rausch und beeindruckte mit 95 Prozent Fangquote (!) sowie einem Gegentorschnitt von nur 1,67. Bereits zum Jahreswechsel war die Form des 29-Jährigen stark ansteigend: Seit dem 1. Januar glänzte der Finne mit 94,2 Prozent Fangquote sowie 1,84 Gegentore pro Partie.

 Video: CGY@ARI: Raanta beraubt Brouwer mit der Fanghand

 "Überragend", findet das auch Coyotes-GM John Chayka. "Er hat sein Spiel auf ein neues Niveau gehoben." Und sich damit für ein neues Arbeitspapier empfohlen: Am 6. April unterschrieb Raanta einen neuen Dreijahresvertrag mit einem deutlich aufgebesserten Jahressalär von 4,25 Millionen US-Dollar (zuvor: 1,0 Millionen).

"Wir sind glücklich, dass wir mit Antti verlängern konnten", sagte Chayka, der noch einmal an den 23. Juni 2017 zurückdachte, als er Raanta zusammen mit Center Derek Stepan in einem Trade-Geschäft im Tausch gegen Verteidiger Anthony DeAngelo und ein Siebtrunden-Draftpick von den New York Rangers loseiste. "Als wir Antti im letzten Sommer verpflichtet hatten, haben wir daran geglaubt, dass er das Talent und die Leidenschaft hat, ein Elite-Torhüter zu werden. Und er hat es in dieser Saison eindrucksvoll nachgewiesen. Wenn du in dieser Liga Erfolg haben willst, dann brauchst du einen überragenden Nummer-1-Keeper - und den haben wir jetzt mit Antti."

 

[Lies noch mehr 31 in 31 Saison-Vorschauen von NHL.com/de]

 

Raanta geht 2018/19 also erstmals als unumstrittene Nummer 1 in die Saison und muss unter Beweis stellen, auch langfristig ein hochkarätiger Starter zu sein. In einer blutjungen Mannschaft (Altersschnitt: 25,87) gehört der 29-Jährige schon fast zum alten Eisen. Nur die Center Brad Richardson (33), Neuzugang Michael Grabner (30, Free Agent, zuvor: New Jersey Devils), sowie die Verteidiger Alex Goligoski (33), Niklas Hjalmarsson (31) und Jason Demers (30) sind älter als der Schlussmann.

Auch auf Abwehr-Ass Oliver Ekman-Larsson wird mehr Verantwortung zukommen. Der Star der Mannschaft verlängerte vorzeitig um acht Jahre bis 2027 und soll nicht nur zum Gesicht der Yotes werden, sondern Arizona auch zurück in die Playoffs führen. "Ich habe bei den Coyotes verlängert, weil ich an unser Team glaube", sagte der 27-Jährige, der ab 2019 jährlich 8,25 Millionen US-Dollar verdienen wird.

Jung und wild ist vor allem der Angriff, der im Schnitt gerade einmal 24,5 Jahre alt ist. Darunter vielversprechende Talente wie Dylan Strom (21), Clayton Keller (20), Christian Fischer (21), Christian Dvorak (22), Lawson Crouse (21), Brendan Perlini (22) sowie die beiden Neuzugänge Vinnie Hinostroza (24, via Trade von den Chicago Blackhawks) und Alex Galchenyuk (24, via Trade von den Montreal Canadiens).

Video: LAK@ARI: Keller kann als Erster einnetzen

Das Gesamtpaket aus Stars, Stützen und vielen Talenten sorgt für eine vielversprechende Mischung, an die die Verantwortlichen in Arizona glauben. Doch ist das junge Coyotes-Rudel schon bereit für die Playoffs? In den letzten sechs Spielzeiten verpassten die Yotes die Endrunde - nun soll in der Wüste ein neues Zeitalter anbrechen.

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.