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GMs werden wohl über die Abseitsregel diskutieren

Längere Erholungspausen, Bericht über Gehirnerschütterungen unter den Diskussionspunkten ab Montag

von Dan Rosen @drosennhl / NHL.com Chef-Autor

BOCA RATON, Fla. - Am heutigen Montag beginnt ein dreitägiges Treffen der General Manager der NHL Franchises, indem es im den aktuellen Status der Liga und potentielle Regeländerungen gehen soll, welche bereits zur kommenden Saison greifen könnten.

So wird beispielsweise erwartet, dass es um die Abseitsregeln und die sogenannte 'Challenge' der Trainer gehen wird.

Laut Abseitsregel (83,1) ist ein Spieler als nicht im Abseits stehend zu betrachten, wenn er im entscheidenden Moment entweder seine Skates noch auf oder aber zumindest noch in Kontakt mit der Blauen Linie steht, wenn die Scheibe ins Angriffsdrittel gespielt wird. Dieser Wortlaut soll zukünftig wohl dahingehend geändert werden, dass der Schlittschuh zukünftig nicht mehr direkt mit der Linie in Kontakt sein muss, sondern dann auch im Luftraum darüber befindlich sein kann, also der Schuh in der Luft sein darf zum Zeitpunkt der Linienüberquerung.

Jede entsprechende Regeländerung der General Manager müsste anschließend jedoch auch noch vom NHL Competition Committee und dem Board of Governors bestätigt werden.

Dallas Stars GM Jim Nill verspricht sich von einer solchen Änderung eine zukünftige leichtere Überprüfbarkeit durch die Challenge der Coaches.

Theoretisch soll hier die Anzahl der Videoüberprüfungen reduziert werden. Bisher ist zukünftig häufig darüber gestritten worden ob der Fuß eines Spieler in dem Moment in der Luft war, oder aber das Eis berührte.

"Im American Football reicht das auch so, in der Luft, eine Linie zu überqueren" meint auch Pittsburghs GM Jim Rutherford. "Ob ein Fuß dabei in der Luft ist spielt da keine Rolle, wenn eine Linie überquert wird. Das wäre dann eine andere Betrachtungsweise."

Montreal Canadiens Coach Claude Julien sieht darin auch eine Möglichkeit es den Schiedsrichtern leichter zu machen.

"Aus meiner Sicht ist es einfach auch schwer auf den kleinen Tablets zu erkennen was da genau vor sich ging. Ich wäre daher dafür diese Regel dahingehend zukünftig zu vereinfachen."

Man erwartet auch, dass die GMs bei ihrem Treffen über mehr Unterbrechungen im Spielplan diskutieren werden. Diese als 'Bye Week' bezeichneten Spielpausen sind auch aktuell schon eingesetzt worden um den Spielern etwas Zeit zum Durchpusten zu geben. Diese wurden zuletzt zwischen dem 1. Januar und dem 2. März eingesetzt. Zukünftig sollen diese Pausen besser an den Spielplan angepasst werden, so dass möglichst immer Teams im gleichen Rhythmus nach solchen Pausen gegeneinander anzutreten haben.

"Das ist der einzig mögliche Weg dabei" mein Torontos Coach Mike Babcock dazu.

Teams die aus diesem Pausen kamen spielten zum Auftakt zuletzt eine Statistik von 10-16-4 zusammen, wenn sie erstmals wieder auf das Eis mussten. Nur vier dieser Teams (Maple Leafs, New York Rangers, San Jose Sharks und Vancouver Canucks) trafen dann auf Teams die ebenfalls zuletzt pausiert hatten.
"Natürlich ist es gut den Spielern die notwendigen Pausen einzuräumen. Doch es gibt womöglich bessere Wege dafür" sagt Rutherford. "Einigen Teams viel es nach den Pausen dann doch deutlich schwerer erst einmal wieder in den Rhythmus zu kommen."

Potentielle Formate die dafür diskutiert werden sollen sind conference- bzw. divisionsabhängig. Demnach würde immer eine ganze Conference oder Division gleichzeitig pausieren in Zukunft.

Wenn man das so nicht möchte, dann gäbe es auch noch die Möglichkeit erst eine Hälfte der Teams aussetzen zu lassen und dann die andere Hälfte im Anschluss.

Etwas kompliziert wird das Ganze dadurch, dass es zukünftig bekanntlich 31 Franchises geben wird, da ja Las Vegas mit den Golden Knights zu den bisherigen Franchises hinzustoßen wird.

Auch der GM aus Vegas, Georg McPhee, wird bei dem Treffen übrigens schon mit dabei sein.
Sollte die Liga beschließen an den Olympischen Spielen 2018 teilzunehmen, dann würde es laut NHL Deputy Commissioner Bill Daly keine solchen Pausen geben können. Die Olympischen Spiele würden eine rund zweiwöchige Unterbrechung des Spielbetriebs im Februar zur Folge haben.

"Wichtig ist dabei natürlich, dass wir den Spielbetrieb für diese zusätzlichen Spielpausen nicht komplett einstellen, immer Ligaspiele stattfinden, wenn einige Teams in der 'Bye week' sind" sagt Rutherford.
Bei diesem Treffen wird es auch um Prognosen für den zukünftigen Salary Cap in der nächsten Spielzeit gehen. Auch über die aktuelle Lage in Sachen Gehirnerschütterungen und Faceoffs wird berichtet und dann diskutiert werden.

"Bei den Bullys ist aktuell zu viel Theater, aus meiner Sicht. Einige Spieler konzentrieren sich da ja mehr auf den Gegner als darauf die Scheibe für ihr Team zu gewinnen" meint Rutherford. "Das gefällt mir derzeit gar nicht."

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