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Glückliche Abpraller führen Habs zu Erfolg

NHL.com @NHL

Ein 4-2 Sieg gegen die Tampa Bay Lightning am Dienstag war der dritte in Folge für Montreal und sorgt für Erleichterung bei den Canadiens, die wieder bis auf drei Punkte an einen Wild Card Platz für die Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference heran kamen.

"Wir dürfen nicht zu weit vorausschauen," sagte Trainer Michel Therrien nach dem Sieg. "Wir konzentrieren uns auf ein Spiel nach dem anderen. Wir wiessen immer noch wo wir stehen, wissen immer noch, dass wir noch viel Eishockey vor uns haben und noch einige Siege brauchen, einige Punkte holen müssen."

Während eines großen Teils ihres 5-20-1 Absturzes von 3. Dezember bis 3. Februar haben die Canadiens sogar eins ihrer großen Ziele erreicht, die sie sich vor der Saison gesteckt hatten. Das Management und die Trainer hatten entschieden, dass Montreal mehr Puckbesitz braucht und das hatten sie.

Das Endziel war dabei, die Belastung auf das Rückgrat des Teams, den Torhüter Carey Price zu verringern. Als Price sich dann am 25. November verletzte, fühlten sich die Canadiens bereit die Aufgabe zu übernehmen.

Dann ging alles in die Brüche.

Montreal machte, was sie sich vorgenommen hatten, Gegner im Dezember jeden Abend zu dominieren, aber sie verloren dennoch. Die Canadiens machten von 3. bis 30. Dezember im Schnitt 32,3 Torschüsse pro Spiel und kassierten nur 25,5, aber sie machten nur halb so viele Tore wie sie kassierten.

In den letzten drei spielen machte Montreal 10 Tore, so viel wie davor in fünf Spielen und ließen nur vier Tore zu, obwohl sie 87-98 Schüsse kassierten.

"Die Scheiben gehen im Moment einfach rein, aber ich denke es ist wichtig zu verstehen, warum das so ist," sagte Stürmer Brendan Gallagher, der in drei Spielen zwei Tore machte. Ich denke wir haben Erfolg, weil wir tief in ihrer Zone spielen, die gegnerische Verteidigung hart arbeiten lassen und ich denke, mit der Zeit zehrt das an ihren Kräften."

klingt nach einer guten Erklärung, einer die an den Schwerpunkt der Canadiens aus dem Sommer erinnert, mehr Puckbesitz.

Nur das Gallaghers Trainer und einige seiner Teamkollegen eine viel einfachere Erklärung gefunden haben, eine die man im Eishockey oft hört und die schwer zu erklären ist, ein bisschen die zufällige Natur des Spiels zeigt.

Scheibenglück.

"Man braucht im Eishockey auch mal Glück, ob es einem gefällt oder nicht. [Devante] Smith-Pelly's Tor war ein gutes Beispiel dafür," sagte Therrien. "Man braucht im Eishockey auch mal Glück und am Dienstag war das Glück auf unserer Seite."

Smith-Pelly traf in den letzten Sekunden des zweiten Drittels zum 3-1 für die Canadiens, als ein langsamer Rückhandschuss von P.K. Subban von seinem Schlittschuh ins Tor prallte. Man könnte anbringen, das Subban das Tor erarbeitet hatte, als er in der Ecke so schnell umdrehte,dass Lightning Stürmer Alex Killorn stürzte und sich so den nötigen Platz verschaffte um den Schuss Richtung Tor zu bringen, aber das Tor war trotzdem das Ergebnis eines glücklichen Abprallers.

Davon hatten die Canadiens zwei Monate lang nicht viele. Jetzt schon.

"Ich denke definitiv Abpraller kommen und gehen," sagte Torhüter Ben Scrivens, der betonte, zwei Schüsse die hinter ihm den Pfosten trafen, hätten gegen die Lightning das Spiel drehen können. "Mal hat man Glück, mal Pech. Aber es schien als hätten wir eine lange Durststrecke gehabt. Da ist es schön zu sehen, dass wir für unsere harte Arbeit belohnt werden und das sie sich auszahlt."

Scrivens wies die Verantwortung für die Siegesserie der Canadiens, die ihm einige zuschrieben, von sich, Therrien aber nicht. Während der Schwächephase, betonte Therrien mehrere male, dass die Torhüterleistung nach einer Niederlage, wegen der Verletzung von Price, eine einfache Entschuldigung war, während das Team regelmäßig weniger als drei Tore erzielte.

Als Center Tomas Plekanec gefragt wurde, welchen Einfluss Scrivens Leistungen der letzten Zeit auf das Selbstvertrauen der Canadiens hatte, zögerte er, denn er wollte nicht den Eindruck erwecken Mike Condon, der erste Ersatz für Price, hätte einen schlechten Job gemacht.

"Das war das beste Beispiel, wie wir Tore erzielt haben und Scrivens die großen Saves gemacht hat, die Condon auch gemacht hat, aber da haben wir nicht getroffen," sagte Plekanec. "Ich weiß worauf Sie hinaus wollen, aber Condon hat sehr gut gespielt."

Therrien, hatte jedoch keine solchen Sorgen, als er nach Scrivens gefragt wurde.

"Er kämpft", sagte Therrien. "Er macht teilweise diese unglaublichen Saves. Es ist gut sich auf seine Technik zu konzentrieren, aber manchmal muss man einfach kämpfen. Ich denke das ist es was er seit Samstag macht. Er kämpft er macht die großen Saves. Wenn dein Torhüter so spielt wie er, gibt das dem Team Selbstvertrauen und gibt dir die Chance zu gewinnen."

Zwar wollte Plekanec nichts zur Torhüterleistung sagen, aber auch er sprach den Einfluss an, den ein paar glückliche Abpraller auf das Selbstvertrauen haben können, als es um seine eigene Wiederauferstehung ging. Er machte gegen die Lightning zwei Tore und eine Vorlage, steht damit bei sieben Punkten in drei Spielen, so viel wie davor in 13 Spielen.

"Ich bin kein großer Fan davon zu jammern, dass ich hier und da kein Glück hatte, aber man spielt anders, wenn man so ein gutes erstes Drittel hat, wenn das Tor fällt und etwas klappt," sagte Plekanec "Wenn das nicht der Fall ist, fällt man in ein Loch, dass ist uns passiert."

Das führt zurück zur These, warum die Canadiens anscheinend wieder in Form sind. Einer der Hauptgründe, warum Puckbesitz im Eishockey wichtig ist, ist das Scheibenglück, das ein entscheidender Faktor sein kann. Wenn man den Puck öfter hat, bekommt man auch öfter die Abpraller. Wenn nicht, dann nicht.

Deshalb haben sich die Canadiens bemüht mehr Puckbesitz zu haben, bevor sie diese Theorie in den letzten zwei Monaten dem ultimativen Test unterzogen. Jetzt müssen sie hoffen, dass das Glück extrem in die andere Richtung umschlägt und dort auch eine Zeit lang bleibt, denn sie werden noch.

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