Skip to main content

Geschichte der NHL Awards und ihre Einführung

von Stefan Herget / NHL.com

Wie jedes Jahr bildet die Verleihung der NHL Awards in Las Vegas den krönenden Abschluss einer Saison. Am Mittwoch um 16:00 Uhr Ortszeit (Do. 1:00 Uhr MESZ) haben sich alle Nominierten und Titelträger über den ausgerollten roten Teppich vor dem Hard Rock Hotel in den festlichen Saal im Inneren begeben, um der Show beizuwohnen und vielleicht eine der begehrten Trophäen in Empfang zu nehmen.

Während die Auszeichnungen, bei denen die Bestleistungen, wie der beste Torschütze, der beste Scorer etc. prämiert werden, von vorne herein durch die eindeutigen statistischen Zahlen feststehen, ist die Spannung bei denen Verleihungen groß, die aufgrund von Bewertungen erst bekannt gegeben werden. Dies sind unter anderem die Awards für den besten Trainer, besten General Manager, besten Verteidiger, besten Torhüter und besten defensiven Stürmer.

Wir werfen einen Blick auf die Geschichte der Awards. Welche es gab und nicht mehr gibt, welche erst später hinzu kamen und wie diese Tradition sich nach und nach entwickelte. Zu unterscheiden ist zwischen den Mannschaftstrophäen und den individuellen Trophäen für Spieler, Trainer und seit ein paar Jahren für General Manager.

Die wichtigste Trophäe für eine Mannschaft ist der Stanley Cup. Doch wussten Sie, dass dieser erst seit 1927 für den Playoffsieger in der NHL verliehen wird, obwohl diese seit 1918 und der Vorgänger National Hockey Association seit 1910 existierte?

Der Stanley Cup war bis 1926 die Siegertrophäe der Western Hockey League. Zuvor hatte die NHA bzw. NHL die O’Brien Trophy als Siegerpokal verliehen. Diese wurde nach Einführung des Stanley Cups bis 1938 an den Sieger der NHL Canadien Division übergeben und nach Zusammenführung der Liga zu einer Division bis 1950 an den Verlierer des Stanley Cup Finales ausgegeben. Danach wurde sie zur Ruhe gesetzt.

Die jüngste Teamtrophäe ist die Presidents Trophy, die seit 1986 dem punktbesten Team der regulären Saison gebührt.

Die erste individuelle Trophäe war die Hart Trophy, die 1924 dem wertvollsten Spieler der Saison überreicht wurde. Sie wurde 1960 durch die Hart Memorial Trophy ersetzt, weil das Original zu unhandlich war.

Ein Jahr nach der Hart kam 1925 die Lady Byng Trophy, herausgegeben an den Spieler, der sich am meisten durch Sportlichkeit und Fairness auszeichnete. Zwei Jahre darauf wurde die Vezina Trophy für den besten Torhüter eingeführt.

1937 folgte die Calder Memorial Trophy für den besten Rookie der Saison und 1948 die Art Ross Trophy für den punktbesten Spieler nach der regulären Saison. 1954 waren dann die Verteidiger an der Reihe, deren Saisonbester ab diesem Zeitpunkt mit der James Norris Memorial Trophy bedacht wurde. Von den wichtigsten Auszeichnungen folgte 1965 noch die Conn Smythe Trophy für den wertvollsten Spieler der Playoffs.

Heute sind es 18 Trophäen, welche die NHL an Individuen vergibt. Seit 1974 wird auch jährlich der beste Trainer prämiert, der seitdem den Jack Adams Award bekommt. 2010 wurde der NHL General Manager of the Year Award eingeführt.

Doch wer bestimmt denn, wer die Trophäe bekommt, wenn es sich um keine statistische Entscheidung handelt? Diese werden durch eine Wahl entweder der Professional Hockey Writers' Association (ausgewählte amerikanische und kanadische Eishockey-Journalisten) oder der General Manager bestimmt, wobei jeder Wähler drei Favoriten platzieren darf und jeder erste Platz fünf Punkte, jeder zweite Platz drei Punkte und jeder dritte Platz einen Punkt ergibt. Jeweils der Spieler, Trainer oder GM mit der größten Punktzahl gewinnt die Auszeichnung schließlich.

Mehr anzeigen