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Für die Playoffs qualifiziert

von Bernd Roesch / NHL.com

Knapp 14 Tage vor dem Ende der regulären Saison haben sich die vier Divisionsleader ihre Playoffplätze gesichert! Die New York Rangers qualifizierten sich am Donnerstag, dank eines 5-1 Auswärtserfolgs bei den Ottawa Senators, als erste Mannschaft. Die New Yorker sind zum 57.

Mal in ihrer Franchisegeschichte, zum fünften Mal in Folge, mit dabei, wenn es in den Stanley Cup Playoffs darum geht, die begehrteste Eishockeytrophäe der Welt zu erobern. Zum achten Mal in ihrer Club-Historie gelang es den Rangers die 100-Punkte Marke zu knacken.

Was daraufhin folgte waren zwei Niederlagen innerhalb von 24 Stunden in Boston (2-4) und gegen die Capitals (2-5). Immerhin kamen Rick Nash, der zum ersten Mal seit der Spielzeit 2008/09 wieder die 40-Tore Marke erreichte, und Torwart Henrik Lundqvist, der sich trotz der Niederlage darüber freuen konnte nach seiner Verletzungspause wieder mitzuwirken, zu persönlichen Erfolgserlebnissen.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag schlug die Stunde eines weiteren Traditionsteams aus dem Osten: Max Pacioretty gelang nach knapp drei Minuten in der Overtime das 3-2 Siegtor der Montreal Candiens in ihrer Heimpartie gegen die Florida Panthers.

Die Frankokanadier zogen damit im dritten Jahr in Folge in die Playoffs ein. Mit 82 Playoffteilnahmen sind die Canadiens NHL-Rekordhalter.

Auch in der Western Conference durften sich zwei Teams über ihre Qualifikation freuen. Die Nashville Predators erwischten in ihrer Begegnung mit den Washington Capitals einen Traumstart.

Nach dem ersten Drittel lagen sie bereits mit 3-0 in Front und retteten ihren Vorsprung über die Zeit, nachdem die Hausherren noch zweimal bis auf ein Tor herangekommen waren. Die Partie endete 4-3 zugunsten der Gäste. Es war der erste doppelte Punktgewinn der Predators im Verizon Center der US-Hauptstadt seit dem 7. Dezember 2005 (0-2-2).

Ebenfalls am Samstagabend bezwang der Tabellenerste der Pacific Division, die Anaheim Ducks, die New York Islanders denkbar knapp mit 3-2 Toren. Andrew Cogliano war für den Siegtreffer verantwortlich durch den sich die Südkalifornier nicht nur sicher zum elften Mal in ihrer Franchisegeschichte für die Playoffs qualifizieren, sondern auch die Führung im Rennen um die Presidents' Trophy übernehmen konnten.

Ihren Vorsprung bauten sie gestern mit einem weiteren Auswärtstriumph bei den New Jersey Devils (2-1) auf drei Punkte gegenüber Nashville und Montreal aus. Die Ducks gewannen in der laufenden Saison 80 Prozent ihrer Spiele, die mit einem Tor Unterschied endeten (32-1-7). Damit sind sie auch in dieser Kategorie ligaspitze.

Unter den Verfolgern auf die Spitzenplätze konnten die Pittsburgh Penguins ihre Talfahrt - sie hatten nur eine ihrer letzten sieben Begegnungen gewonnen - durch zwei Siege gegen Arizona (3-2) und San Jose (3-2 SO) beenden.

Ihr herausragender Akteur in beiden Partien war wieder einmal Kapitän Sidney Crosby mit einem Tor und drei Vorlagen. Äußerst bitter ist es für die Pens, dass sie in nächster Zeit ohne ihre beiden verletzten Topverteidiger Christian Ehrhoff und Kris Letang auskommen müssen.

Letang, eine Konstante in Pittsburghs Defensivabteilung, zog sich in der Partie gegen die Coyotes nach einem Check von Shane Doan eine Gehirnerschütterung zu und wird auf noch unbestimmte Zeit ausfallen. Aktuell steht auch noch nicht fest, wann Ehrhoff, er stand zuletzt am Dienstag gegen die Blues auf dem Eis, seinem Team im Saisonendspurt wieder zur Verfügung stehen wird.

Spannend gestaltet sich weiterhin der Kampf um die Wildcards.

In der Eastern Conference streiten sich die Boston Bruins, die Ottawa Senators und die Florida Panthers um den letzten Playoffplatz. Gegenüber dem Klassement der Vorwoche konnten die Bruins ihren knappen Vorsprung verteidigen - gegenüber Ottawa beträgt er einen, gegenüber Florida drei Zähler.

Etwas zu spät für eine Playoffteilnahme haben die Columbus Blue Jackets zu ihrer Form gefunden.

Nach Siegen über Anaheim (5-3), Chicago (5-2) und St. Louis (4-2) sind sie mittlerweile seit sechs Spielen ungeschlagen und damit das zur Zeit erfolgreichste Team in der NHL, gefolgt von den Minnesota Wild. Die Wild gewannen gleich viermal in der vergangenen Woche und konnten sogar für einen Tag die Blackhawks vom dritten Platz in der Central Division verdrängen.

Am Freitag, bei ihrem 4-2 Heimerfolg über die Calgary Flames, schoss der Österreicher Thomas Vanek sein 20. Saisontor. Neben Vanek gibt es mit Jaromir Jagr und Alex Ovechkin nur noch zwei weitere aktive Spieler, die in jeder ihrer ersten zehn Spielzeiten mindestens 20 Treffer erzielen konnten.

Einen Tag darauf hatte Vaneks Schweizer Teamkollege Nino Niederreiter besonderen Grund zur Freude:

Dem 22-jährigen Flügelstürmer gelangen beim 4-1 Triumph über die Los Angeles Kings seine Saisontore Nummer 23 und 24. Es war bereits der dritte Doppelschlag des jungen Eidgenossen in dieser Saison.

Einen Lauf hat mit Michael Raffl noch ein weiterer Mitteleuropäer. Der österreichische Linksaußen der Philadelphia Flyers erzielte in den vergangenen drei Partien jeweils einen Treffer.

Das Ausgleichstor zum 1-1 Zwischenstand gegen die Sharks am vergangenen Wochenende war sein 20.

Saisontor, womit er seine Ausbeute von neun Treffern aus dem Vorjahr, seiner ersten NHL-Saison, deutlich übertrifft.

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