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Washington souveräner Erster

Die Capitals verteidigen ihre Führung im Powerranking dieser Woche. Wild nun auf dem Treppchen

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Schaut man sich die Ausbeute der 30 Teams im Neuen Jahr an, so findet sich manch ein Topfavorit plötzlich im unteren Tabellendrittel wieder. Die New York Rangers konnten, wie die Pittsburgh Penguins, nur fünf von zehn Auftritten gewinnen. Nur acht Mannschaften wiesen in diesem Zeitraum eine schlechtere Punktequote als 50 Prozent aus. Darunter befinden sich die hochgehandelten St. Louis Blues, die es nur auf 41,67 Prozent brachten, und die Columbus Blue Jackets (46,15%).

In der vergangenen Woche blieben - aufgepasst - nur die Arizona Coyotes, also der Tabellenvorletzte in der Western Conference, punktverlustfrei (3-0-0). Ebenfalls keine Niederlage in der regulären Spielzeit kassierten die Edmonton Oilers (3-0-1), New York Islanders (3-0-1), Nashville Predators (3-0-1), Ottawa Senators (2-0-2) und Dallas Stars (1-0-2).

1. Washington Capitals (33-10-6, Vorwoche: 1)

Am 8. November 2016, in einer Partie gegen die Sharks, blieben die Capitals zum letzten Mal und bis zum vergangenen Dienstag einzigen Mal ohne Torerfolg. Sie scheiterten mit ihren Offensivbemühungen an Ottawas Schlussmann Mike Condon und der Tabellenführer der Metropolitan Division unterlag in der kanadischen Hauptstadt mit 0-3. Zuvor hatten die Capitals Siege in Dallas (4-3 OT) und Carolina (6-1) einfahren können. In New Jersey behielt Washington mit 5-2 Toren ebenfalls klar die Oberhand. Der in Klagenfurt geborene Außenstürmer Andre Burakovsky (2 Tore, 4 Assists) und Center Evgeny Kuznetsov (3 Tore, 2 Assists) waren in den vier Partien die Topscorer der Capitals.

In der kommenden Woche treten die Capitals zunächst in Brooklyn bei den Islanders und anschließend vor heimischer Kulisse gegen die Bruins an.

Video: WSH@NJD:Ovechkin erzwingt Turnover, schießt das Erste

2. Pittsburgh Penguins (30-13-5, Vorwoche: 2)

Nachdem sie gegen die Hurricanes (7-1) und Bruins (5-1) wieder einmal zwei Offensivfeuerwerke abgefeuert hatten, mussten sich die Penguins zuhause den Blues (0-3) geschlagen geben. Auch im zweiten Aufeinandertreffen mit den Bruins (3-4) zogen sie den Kürzeren. Linksaußen Conor Sheary war mit vier Treffern und einem Assist Pittsburghs erfolgreichster Torschütze. Auf ebenfalls fünf Scorerpunkte brachten es Sidney Crosby, Brian Rust und Verteidiger Justin Schultz mit jeweils einem Tor und vier Vorlagen.

In den nächsten sieben Tagen müssen die Penguins nur einmal, zuhause gegen Nashville, aufs Eis.

3. Minnesota Wild (32-11-5, Vorwoche: 4)

Einen Ausrutscher leisteten sich die Wild in der letzten Woche, als sie vor eigener Kulisse den Predators mit 2-4 unterlagen. In ihren weiteren zwei Heimauftritten konnten sie die Ducks (5-3) und die Blues (5-1) bezwingen. Auch in Dallas kam das Team von Bruce Boudreau zu zwei Zählern und konnte damit seine Führung in der Central Division ausbauen. Es ist aus Schweizer Sicht sehr erfreulich, dass Stürmer Nino Niederreiter (1 Tor, 4 Assists) zusammen mit Mikael Granlund (2 Tore, 3 Assists) Minnesotas Scorerwertung anführte. Erfolgreichster Torschütze war Erik Haula (3 Tore, 1 Assist).

In der kommenden Woche warten auf die Wild zwei Auswärtspartien gegen Edmonton und Calgary im Westen Kanadas.

4. Columbus Blue Jackets (32-12-4, Vorwoche: 3)

Bei den Blue Jackets stockt der Motor. Nach zwei doppelten Punktgewinnen zum Wochenauftakt gegen Carolina (3-2) und in Ottawa (7-6 OT) mussten sie sich in Brooklyn bei den Islanders (2-4) sowie in Nashville (3-4) geschlagen geben. Seit Jahreswechsel haben die Blue Jackets, die mittlerweile auch ihre Tabellenführung in der Metropolitan Division abgeben mussten, nur sechs von 13 Partien gewonnen. Persönliche Erfolgserlebnise konnten Cam Atkinson (3 Tore) sowie ihre Top-Vorlagengeber Seth Jones (4 Assists) und Verteidiger Alexander Wennberg (4 Assists) feiern.

Nach dem All-Star Game hat Columbus die Gelegenheit gegen die Rangers zurück auf die Erfolgsspur zu finden. Anschließend ist ihnen eine Pause von zwei Tagen gegönnt.

5. San Jose Sharks (31-17-2, Vorwoche: 7)

Ausgerechnet die Oilers (1-4), momentan ihr ärgster Konkurrent um die Tabellenführung in der Pacific Division, vermiesten den Sharks eine Woche, die so gut für sie, mit Siegen über die Avalanche (3-2 OT, 5-2) und Jets (4-3), begonnen hatte. San Joses überragender Akteur der letzten Woche war Linksaußen Patrick Marleau. Der 37-Jährige erzielte fünf Tore und einen Assist. Auf fünf Scorepunkte kam Center Logan Couture (2 Tore, 3 Assists). Auf jeweils vier Assists brachten es Marc-Edouard Vlasic und Mikkel Boedker.

Die Sharks würden gerne in der Heimpartie gegen Chicago und in Vancouver ihren ersten Divisionsplatz verteidigen.

Video: SJS@WPG: Marleau verwertet Carpenters Querpass

6. Montreal Canadiens (29-14-7, Vorwoche: 9)

Zwei Siege, zwei Niederlagen und fünf von acht möglichen Punkten gewonnen, die Canadiens blicken auf keine sensationelle, aber solide Wochenausbeute zurück. Gegen die Devils (3-1) und Flames (5-1) heimsten sie jeweils zwei Zähler ein, gegen die wiedererstarkten Sabres (2-3 OT) und Islanders (1-3) reichte es nur zu einem Punktgewinn. Alexander Radulov (2 Tore, 3 Assists) und Shea Weber (2 Tore, 1 Assist) untermauerten in den vergangenen Partien erneut wie wichtig sie für die Frankokanadier sind. Verteidiger Nathan Beaulieu (3 Assists) war an drei von Montreals elf Toren beteiligt.

Am Dienstag könnten die Canadiens Revanche für ihre Niederlage gegen die Sabres nehmen und 48 Stunden später treten sie in Philadelphia an.

7. Anaheim Ducks (27-15-9, Vorwoche: 5)

Eine Niederlage zum Wochenabschluss, man verlor zuhause 0-4 gegen die Oilers, und schon war die Tabellenführung in der Pacfic Division verspielt. Auch bei ihren Auswärtsauftritten in Minnesota (3-5) und in Winnipeg (3-2) taten sich die Südkalifornier, die einen klasse Start ins Neue Jahr hingelegt hatten, schwer. Ihre punktbesten Spieler waren Center Ryan Getzlaf (1 Tor, 2 Assists) und Verteidiger Cam Fowler (1 Tor, 2 Assists). Rechtsaußen Corey Perry (1 Tor) konnte die meisten Torschüsse (11) verbuchen.

Nach dem All-Star Game treten die Ducks zuhause gegen die Avalanche an.

8. Chicago Blackhawks (30-16-5, Vorwoche: 6)

Es läuft nicht rund bei den Blackhawks. Einem knappen Auswärtserfolg bei den Bruins (0-1) und einem 4-2 Heimsieg über die Canucks folgten zwei Heimniederlagen gegen die Lightning (2-5) und Jets (3-5), also Pleiten gegen zwei Mannschaften, die in der unteren Tabellenhälfte zu finden sind. Teamkapitän Jonathan Toews führte mit zwei Toren und vier Assists die teaminterne Scorerwertung deutlich vor Richard Panik (1 Tor, 2 Assists) an. Weitere zwölf Spieler der Blackhawks konnten mindestens einen Zähler für sich verbuchen.

In der kommenden Woche begeben sich die Blackhawks auf die Reise nach San Jose und Glendale, Arizona.

9. New York Rangers (31-17-1, Vorwoche: 8)

Die Rangers erwischten, dank starker Defensivvorstellungen, einen perfekten Start in die vergangene Woche. Durch ihre doppelten Punktgewinne gegen die Red Wings (1-0 OT) und Kings (3-2) konnten sie Kontakt zur 3er-Spitzengruppe in der Metropolitan Division halten. Am Mittwoch beendeten die Flyers mit 2-0 Toren New Yorks Miniserie von drei Siegen in Folge. Die Rangers, immerhin das Team mit den zweitmeisten geschossenen Toren in der Liga, hatte Ladehemmung. In den vergangenen drei Partien erzielten ihre vier Treffer J.T. Miller (1 Tor, 1 Assist), Mats Zuccarello (1 Tor, 1 Assist), Brandon Pirri und Matt Puempel.

Nach der All-Star Game Pause stehen für die Blueshirts in der kommenden Woche Partien gegen die Blue Jackets und Sabres an.

Video: LAK@NYR: Miller, Zuccarello in Koproduktion zum Tor

10. Edmonton Oilers (28-15-8, Vorwoche: 10)

Unter den Mannschaften der Top 10 sind die Oilers, das einzige Team, das in jedem seiner Auftritte in den letzten sieben Tagen punkten konnte. Sie konnten, dank ihrer sieben gewonnenen Zähler aus vier Auftritten, nach Punkten mit San Jose auf dem ersten Platz der Pacific Division gleichziehen. Nach ihrer 2-3 Shootout-Heimniederlage gegen die Predators, gaben die Oilers den Flames (7-3), den Ducks (4-0) und den Sharks (4-1) in deren Arenen deutlich das Nachsehen. Der deutsche Stürmer Leon Draisaitl (2 Tore, 4 Assists) fand in den vier Spielberichtsbögen als Scorer Erwähnung und baute damit seine Punkteserie auf sechs Spiele aus. Connor McDavid (2 Tore, 3 Assists) war an fünf Treffern beteiligt gewesen.

Auf die Oilers warten nun mit den Wild und Predators zwei ganz schwere Brocken.

Die Verfolger: Toronto Maple Leafs (V), Nashville Predators (V), Ottawa Senators (V), St. Louis Blues (V), Boston Bruins (V)

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Keiner.

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