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Fünf Schlüssel für Spiel 6: Bruins-Blues

Top-Reihe der Bruins erneut im Fokus, um Serie ins siebte Spiel zu bringen

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Chefautor

In der Nacht von Sonntag auf Montag (2 Uhr MESZ; live auf NHL.tv, Sport1+, DAZN, Teleclub Sport) steigt die sechste Begegnung im Stanley Cup Finale 2019 zwischen den Boston Bruins als Meister der Eastern Conference und den St. Louis Blues, dem Champion der Western Conference. Die Blues führen in der Serie mit 3:2 und genießen vor der Kulisse im ausverkauften Enterprise Center von St. Louis Heimrecht, um womöglich den ersten Stanley Cup Sieg ihrer 52-jährigen Franchise-Geschichte feiern zu können. NHL.com/de schaut vor jedem Spiel der Serie auf die fünf Schlüssel zu einem Erfolg, so auch vor Spiel 6. 

1. Schlüssel: "Angst" vor dem Siegen

Es kommt vor, dass Sportler in aussichtsreicher Position plötzlich versagen und ihre Chance, den Sieg zu erringen, nicht nutzen. Die Psychologen sprechen dann vor der sogenannten Angst vor dem Siegen. Dieser Effekt kann sich verstärken, wenn ein Außenseiter die Möglichkeit besitzt, etwas Unerwartetes zu erreichen. Ein ähnliches Phänomen erlebten im vergangenen Jahr die Vegas Golden Knights, die im Stanley Cup Finale gegen die Washington Capitals die vorherig gezeigte Leichtigkeit ihres Spiels verloren und wohl zu viel Respekt vor dem großen Triumph hatten. Sollte dieser Effekt bei den Blues eintreten und sie zu viel ins Nachdenken gekommen sein, könnte er eine Chance für die Bruins bedeuten. 

 

[Hier findest du alles über die BOS-STL Serie]

 

2. Schlüssel: Top-Reihe der Bruins

Patrice Bergeron, Brad Marchand und David Pastrnak sind die drei Top-Stürmer der Bruins und waren eine der gefürchteten Reihen der Stanley Cup Playoffs und der gesamten Saison. Im Finale konnten die drei bisher nur in Spiel 3, das Boston mit 7:2 für sich entschied, überzeugen, wenngleich sie ihre Punkte lediglich im Powerplay erreichten. Ansonsten blieben sie, vor allem bei ausgeglichener Mannschaftsstärke, blass und wurden von der Defensive St. Louis weitgehend ausgeschaltet. Insbesondere Marchand hat große Probleme sein Spiel aufzuziehen und kommt auf lediglich einen Empty-Net-Treffer in Spiel 1. Dabei bedeutet ein Tor von Marchand in den Playoffs bis auf eine Ausnahme (Spiel 5 Eastern Conference Viertelfinale 2012 gegen Washington), dass die Bruins den Sieg einfahren konnten. Die Bilanz von Boston mit einem erzielten Tor der Nummer 63 steht bei 24 Siegen und einer Niederlage.

3. Schlüssel: Über- und Unterzahlspiel

Video: BOS@STL, Sp3: 4 PP-Tore der Bruins mit 4 Schüssen

Strafzeiten und das Powerplay, insbesondere der Bruins, bleiben ein Schlüssel für den Erfolg. In Spiel 3 verwandelte Boston alle vier Überzahlspiele mit vier Schüssen zu Toren und fuhr am Ende einen deutlichen Sieg ein. In Spiel 4 hatten sie zwei Möglichkeiten im Powerplay und blieben erfolglos, ebenso wie in Spiel 5 bei drei Gelegenheiten. Beide Partien gingen verloren, weswegen die Bruins jetzt in der Serie im Zugzwang sind. Den Blues wird Ivan Berbashev als Unterzahlspezialist fehlen (siehe 5. Schlüssel) wie es Oskar Sundqvist in Spiel 3 durch seine Sperre tat. Andererseits versuchte Bruins-Trainer Bruce Cassidy im Training am Samstag Johansson in der ersten Powerplay-Reihe anstatt Jake DeBrusk aus. "Er ist ein bisschen mehr Vorbereiter als Jake", gab Cassidy in seine Überlegungen einen Einblick. "Jake ist mehr der Spieler vor dem Tor. Marcus kann uns gut in die Zone führen, da hatten wir zuletzt Probleme, von daher erhoffen wir uns mehr Optionen."

4. Schlüssel: Heimvorteil der Blues

Die Blues haben in diesen Playoffs trotz frenetisch anfeuernder Fans gerade einmal eine Heimbilanz von sechs Siegen und sechs Niederlagen eingefahren, was nicht gerade ein Ruhmesblatt für einen potenziellen Stanley Cup Sieger wäre. Doch sie können trotzdem zum erst dritten Team in der langen NHL-Geschichte werden, die in einem Jahr vier Mal zu Hause die Serie beenden konnten. Gegen die Winnipeg Jets in der 1. Runde in Spiel 6, die Dallas Stars in der 2. Runde in Spiel 7 und gegen die San Jose Sharks im Conference Finale in Spiel 6, gewannen die Blues das entscheidende Match daheim. St. Louis hat eine ewige Bilanz von 30 zu 26 in Playoff-Spielen, in denen sie die Serie beenden konnten. Über die Hälfte der Siege, nämlich 17, wurden in der eigenen Arena erzielt und nur neun Mal scheiterten sie in diesen Partien in St. Louis, was folglich eine Gewinnquote von 65,4 Prozent bedeutet.

5. Schlüssel: Änderungen im Kader und Verletzungen

Nachdem Stürmer Barbashev für seinen Check gegen den Kopf von Marcus Johansson im ersten Drittel von Spiel 5 für Spiel 6 von der NHL gesperrt wurde, fehlt er St. Louis in der vierten Reihe. Robert Thomas, der seit einer Verletzung in Spiel 1 aussetzen musste, wird in die zweite Reihe auf den Platz von Sammy Blais rücken. Blais wird Barbashev in der vierten Reihe ersetzen. Bei den Bruins fehlt weiterhin Verteidiger Matt Grzelcyk nach seiner in Spiel 2 erlittenen Gehirnerschütterung. Verteidiger Zdeno Chara sowie die Stürmer Noel Acciari und Johansson nahmen trotz ihrer Vorfälle in den letzten zwei Spielen am Samstag am Training teil und werden am Sonntag im Kader erwartet. Nach zwölf Spielen ohne Einsatz wird außerdem Karson Kuhlman in den Kader zurückkehren und den Platz von David. 

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