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Fünf Schlüssel für Spiel 2: Bruins-Blues

Verkehr, Körperspiel, Secondary Scoring: Das sind die entscheidenden Erfolgs-Faktoren

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (2 Uhr MESZ, live auf NHL.tv, DAZN, Sport1+ und Teleclub Sport) steigt Spiel 2 des Stanley-Cup-Finales 2019 zwischen den Boston Bruins und St. Louis Blues im TD Garden. NHL.com/de schaut vor jedem Spiel der Serie auf die fünf Schlüssel zu einem Erfolg, so auch vor Spiel 2:

1. Schlüssel: Ekstase oder Schweigen

Der Heimvorteil für Boston war in Spiel 1 zu spüren: Bei jeder Torchance, jedem Check, jeder Parade von Torwart Tuukka Rask kochte der TD Garden über. Trafen die Bruins ins Tor, schien die Decke abzuheben. Das Publikum ist definitiv ein Faktor, denn auch Bostons Spieler "ernährten" sich von der heimischen Atmosphäre. Nach dem ersten Heim-Tor durch Connor Clifton entwickelte sich eine Eigendynamik: Die Fangesänge und die Lautstärke nahmen zu, parallel drehte Boston auch auf dem Eis auf. Nach dem heftigen Open-Ice-Check von Torey Krug gegen Robert Thomas schrillte es ohrenbetäubend laut durch die Arena. Diese Wechselwirkungen führten mit zum Bruins-Comeback (von 0:2 auf 4:2) und dürften auch in Spiel 2 das Heimteam tragen. Umso wichtiger ist ein guter Start für St. Louis, um das Publikum zum Schweigen zu bringen. In Spiel 1 sollte das den Blues zwischenzeitlich gelingen.

Video: STL@BOS, Sp1: Krug checkt Thomas hart

2. Schlüssel: St. Louis' Shutdown-Pärchen gegen Bostons Top-Linie

Die Top-Sturmreihe der Bruins mit Brad Marchand, Patrice Bergeron und David Pastrnak wurde in Spiel 1 weitestgehend in Schach gehalten. Dafür zuständig war das Shutdown-Pärchen der Blues mit Colton Parayko und Jay Bouwmeester. Das große, schwere und defensivstarke Tandem hatte schon in den Runden zuvor die Top-Reihen des Gegners über weite Strecken aus dem Spiel genommen und wussten auch den Sturm und Drang von Bostons Top-Trio zu bremsen: Einzig durch Marchands Empty-Net-Treffer kam diese Formation auf die Anzeigetafel. Am Ende des Tages stand neben nur einem Scorerpunkt auch eine kumulierte Plus-Minus-Bilanz von -4. Nimmt das Duo Parayko/Bouwmeester das Trio Marchand/Bergeron/Pastrnak erneut an die kurze Leine? 

3. Schlüssel: Secondary Scoring

 

[Hier findest du alles über die BOS-STL Serie]

 

In Sachen Tore schießen machten in Spiel 1 die hinteren Sturmreihen den Unterschied. Vor allem beim Vergleich der beiden vierten Linien wurde ein krasser Unterschied deutlich: Bostons Formation mit Joakim Nordstrom (ein Assist, ein Schuss, +2), Sean Kuraly (ein Tor, ein Assist, drei Schüsse, +2) und Noel Acciari (ein Assist, dreie Schüsse, +2) spielten mit kumulierten vier Scorerpunkten (ein Tor, drei Assists), sieben Schüssen und einer Plus-Minus-Bilanz von +4 eine Hauptrolle. St. Louis' vierte Reihe - die zuvor zuverlässig gepunktet hatte - blieb komplett blass: Ivan Barbashev, Oskar Sundqvist (ein Schuss) und Alex Steen blieben ohne Scorerpunkt bei nur einen einzigen Torschuss und einem Plus-Minus-Wert von 0. Tiefe und Secondary Scoring dürften auch in Spiel 2 ein Schlüssel zum Sieg sein.

4. Schlüssel: Beschäftigung für die Torhüter

Zwar hatte Bruins-Goalie Tuukka Rask in Spiel 1 schlechtere Statistiken (18 Saves, 90 Prozent Fangquote) als Blues-Keeper Jordan Binnington (34 Saves, 91,9 Prozent), doch am Ende verbuchte der Finne den alles entscheidenden Sieg. Grund dafür war vor allem die Arbeit vor ihm, denn weder er noch Binnington hatten sich etwas vorzuwerfen. Allerdings ließ Boston gerade einmal 20 Torschüsse zu - St. Louis deren 38! "Wir brauchen mehr Verkehr vor dem Tor", forderte deshalb Blues-Center Ryan O'Reilly. "Wir haben den Puck nicht oft genug aufs Tor gebracht und waren zu weit auf den Außen. Wir müssen schönere Spielzüge machen und in die gefährlichen Bereiche vorstoßen." Flügelstürmer Vladimir Tarasenko forderte: "Wir müssen mehr zweite Chancen durch Abstauber kreieren." Im Duell zweier starker Torhüter könnte am Ende die Arbeit vor den Torkreisen entscheidend und ein Schlüssel zum Erfolg sein.

5. Schlüssel: Körperspiel

Biegen aber nicht brechen ist das Motto vor Spiel 2. Denn schon in Spiel 1 flogen ordentlich die Fetzen: Boston teilte 32 Checks aus, St. Louis deren 33. Viel Physis brachten vor allem Bruins-Stürmer Noel Acciari sowie Blues-Angreifer Ivan Barbashev (je sechs Hits) mit. "Sie sind ein großes und schweres Team und setzen ihren Körper gut ein. Da müssen wir mithalten", warnt Acciari. Genau das gelang Boston in Spiel 1. "Wir wollen ein Team sein, das damit umgehen kann", sagte Stürmer Jake DeBrusk. "Diesbezüglich dürfen wir sogar noch mehr erwarten. In den Playoffs ist jeder Puck hart erkämpft." Spiel 2 verspricht erneut eine Knochenmühle zu werden. Biegen, nicht brechen dürfte eines der Gesetze sein, denn gleichzeitig sollte durch Disziplin die Strafbank auf beiden Seiten vermieden werden.

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