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Binnington scheint dem Druck gewachsen

Die fünf Lehren aus Spiel 2 des Western Conference Finales zwischen San Jose und St. Louis

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Am Montagabend (Ortszeit) siegten die St. Louis Blues in Spiel zwei des Western Conference Finales 2019 bei den San Jose Sharks mit 4:2 und glichen die 'Best of 7'-Serie damit zum 1:1 aus. 

Im SAP Center zu San Jose gingen die Blues zunächst mit 2:0 in Führung, bevor die Gastgeber im weiteren Spielverlauf den Vorsprung wieder egalisieren konnten. Am Ende war es Robert Bortuzzo, der mit seinem ersten Playoff-Tor für die entscheidende 3:2-Führung zu Gunsten von St. Louis sorgte. Der Treffer zum Endstand von 4:2 durch Oskar Sundqvist kurz vor Ablauf der Spielzeit sicherte den Erfolg ab.

Während für San Jose vor allem Doppeltorschütze Logan Couture überzeugte, standen in Reihen der Blues die Defensivakteure rund um Torhüter Jordan Binnington im Mittelpunkt. 

Folgende fünf Lehren sind aus der Begegnung zu ziehen:

 

[Hier findest du alles über die SJS-STL Serie]

 

1. Verteidiger der Blues überzeugen offensiv

Die Defensivspieler von St. Louis Bortuzzo, Alex Pietrangelo, Vince Dunn und Joel Edmundson kamen auf fünf Punkte (2 Tore, 3 Assists). Damit erreichten die Abwehrspieler von St. Louis in diesen Stanley Cup Playoffs 38 Zähler (7 Tore, 31 Assists). Kein Team in der laufenden KO-Runde kann von diesem Bereich mehr Zählbares aufweisen. Lediglich der aktuelle Gegner aus San Jose kann mithalten und kommt ebenfalls auf 38 Punkte seiner Defensivspezialisten. 

Mit 12 Zählern (2 Tore, 10 Assists) stellt Pietrangelo nach seiner Vorlage beim Sundqvist-Treffer den Franchise-Rekord für seine Organisation ein und zog mit den Bestmarken von Joe Micheletti (1981), Jeff Brown (1990 und 1991), sowie Al MacInnis (1999) gleich. 

Video: STL@SJS, Sp2: Bortuzzo bringt Blues erneut in Führung

2. Sharks haben in Spiel zwei Probleme

San Jose hat in den diesjährigen Playoffs offenkundig ein Problem in den zweiten Spielen einer Serie. Zum dritten Mal in Folge verlor das Team dieses Duell, nachdem das Eröffnungsspiel gewonnen wurde. Sowohl gegen die Vegas Golden Knights in der ersten Runde, als auch gegen die Colorado Avalanche in der zweiten Runde sowie jetzt gegen die Blues im Conference Finale setzte es in Spiel 2 jeweils zu Hause eine Niederlage. "In jeder Serie erwischen wir einen tollen Start. Doch dann lassen wir stets etwas nach und bekommen Schwierigkeiten", sagte Tomas Hertl unmittelbar nach der Heimpleite gegen die Blues. "Noch ist das kein großes Problem, doch wir müssen uns steigern, wir können es besser." 

3. Couture auf Rekordjagd

Coutures zweiter Treffer gegen die Blues war für den Stürmer der insgesamt 100. Punkt (47 Tore, 53 Assists) in den Stanley Cup Playoffs seiner Karriere. Damit rangiert er in der Geschichte der Sharks auf Rang drei. Besser sind nur Patrick Marleau (120) und Joe Thornton (112). 

Zudem fehlt Couture (13 Tore) lediglich ein weiterer Treffer um Joe Pavelskis Klubrekord in Sachen Tore in einer einzelnen Postseason zu erreichen. Pavelski sammelte 14 Treffer im Jahr 2016, als die Sharks am Ende im Stanley Cup Finale gegen die Pittsburgh Penguins in sechs umkämpften Spielen unterlagen. Couture hat noch mindestens drei Gelegenheiten den Rekord einzustellen bzw. zu überholen.

Video: STL@SJS, Sp2: Couture mit zweitem Tor zum Meilenstein

4. Binnington scheint dem Druck gewachsen

Blues-Torhüter Binnington sammelte 24 Paraden und war damit einer der Erfolgsgaranten seines Teams. Die persönliche Bilanz des Torstehers steigerte sich durch den Sieg auf 4-2, nachdem seine Mannschaft zuvor ein Playoff-Spiel verloren hatte. Seine Fangquote in diesen Spielen liegt bei 93,2 Prozent. 

Kein Wunder also, dass sein Teamkollege Ryan O'Reilly nur Lob für ihn übrighatte: "Er war unglaublich heute und hatte einige phantastische Paraden dabei. So ist er für uns ein unglaublich wichtiger Faktor." Binningtons Auswärtsbilanz in dieser KO-Phase liegt bei starken 6-2. 

Schon in der Serie zuvor gegen die Dallas Stars war er am Ende ein Erfolgsgarant. In vier der sieben Spiele gegen die Texaner hielt er diese bei zwei oder weniger Treffer. In den wichtigen Spielen fünf bis sieben kassierte er in Summe lediglich vier Gegentreffer. 

Der vergleichsweise unerfahrene Torhüter ist dem Druck in dieser Saisonphase vollauf gewachsen. 

Video: STL@SJS, Sp2: Binnington stoppt Goodrow im Gegenzug

5. Das Powerplay der Blues bleibt ein Problem

Das Endergebnis von 4:2 hat es etwas kaschiert, doch das Überzahlspiel von St. Louis ist und bleibt ein Problem in diesen Playoffs. Die Gäste konnten in Spiel 2 in keiner ihrer fünf Powerplay-Möglichkeiten einen Treffer erzielen. 

Das alleine wäre nicht weiter dramatisch, wenn die längerfristige Ausbeute nicht ebenso traurig aussähe. Von den vergangenen 26 Gelegenheiten mit einem Mann mehr auf dem Eis konnten die Blues lediglich in einem Fall etwas Zählbares verbuchen. Das ist höchstwahrscheinlich zu wenig, wenn sie die Western Conference gewinnen wollen. 

Spiel drei der Western Conference Finalserie zwischen den Blues und den Sharks findet am Mittwoch im Enterprise Center in St. Louis statt (8 p.m. ET / Do. 2 Uhr MESZ; NBCSN, CBC, SN360, TVAS, NHL.tv).

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