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Fünf interessante Dinge über Patrik Laine

von Mike G. Morreale / NHL.com

BUFFALO -- Es ist eine interessante Frage: Was wäre, wenn Patrik Laine als Center und nicht als Rechtsaußen bei Tappara in Finnlands Profiliga gespielt und sich dort zum Star gemausert hätte? Womöglich würde er dann anstatt Auston Matthews als erster Pick beim NHL Draft dieses Jahr ausgewählt. Denn der einzige nennenswerte Vorteil von Matthews gegenüber Laine ist nach Expertenmeinung, dass er eben als Centers agiert.

In der Central-Scouting-Rangliste der NHL steht Matthews an der Spitze der auswählbaren Spieler für den Draft. Laine folgt auf dem zweiten Platz. „Wenn man als Center spielt, kann man leicht auf den Flügel ausweichen. Umgekehrt ist das nicht so einfach“, sagt Laine gegenüber NHL.com. „Ich denke, es wäre ein engeres Rennen, wenn ich auch Center wäre.“ Nach seinen Worten sollte sich jedoch kein Klub davon abhalten lassen, ihn nicht als Ersten zu verpflichten, nur weil er Rechtsaußen spielt.

Der Draft findet am 24. und 25. Juni im First Niagara Center statt. Laut dem Losentscheid vom 30. April haben die in den vergangenen Jahren gebeutelten Toronto Maple Leafs das erste Zugriffsrecht.

Wenn sich die Maple Leafs für Matthews entscheiden - wovon die meisten Branchenkenner ausgehen – wären die Winnipeg Jets an der Reihe. Mit deren Vertretern hat Laine bereits Gespräche geführt. Es war sein viertes von acht geplanten Interviews mit NHL-Klubs. „Das Treffen mit den Jets verlief ziemlich gut“, sagte Laine. „Die Verantwortlichen haben mir keine harten Fragen gestellt. Ich hatte ein prima Gefühl und denke, die Leute mögen mich.“

In einem Interview mit NHL.com verriet der international bekannte Jungstar aus Finnland fünf interessante Dinge über sich und seine Karriere.

1. Wenn sein Vater nicht gewesen wäre, würde Laine heute als Goalie spielen.

Laine: „Als ich mit vier Jahren das Hockeyspielen angefangen habe, stand ich zunächst im Tor. Klar haben wir als Kinder oft die Positionen getauscht. Aber ich war gerne Torwart und auch wirklich gut - vielleicht weil ich so groß war. Als ich 12 Jahre alt war, verlangte mein Vater, dass ich mich ein für allemal festlegen sollte. Er hat mir geraten, nicht ins Tor zu gehen. Heute bin ich ihm dankbar für diesen Ratschlag. Er gibt mir immer die richtigen Tipps und ich bin froh, dass ich auf ihn gehört habe.“

2. Laines schönster Moment in dieser Saison war der Titelgewinn in Finnland.

Laine: „Der Titelgewinn in unserer Pro-Liga war toll und bedeutet mir viel. Die Jungs hatten zuletzt drei Mal in Folge nur Silber geholt. Deshalb war es natürlich für alle gewaltig, jetzt endlich mal ganz vorne zu stehen. Hinzu kommt, dass ich die Meisterschaft mit meinem Heimatverein Tappara gewonnen habe. Wir haben ein gutes Team. Jeder von uns trug seinen Teil dazu bei, dass die Saison etwas ganz Besonderes wurde. Ich werde nie diesen Lauf in den Playoffs vergessen.“

3. Laines Lieblingsspieler ist Alex Ovechkin, Kapitän der Washington Capitals.

Laine: „Ich bewundere Ovechkin, seit ich ein Kind bin. Er ist mein Idol. Ich versuche von ihm zu lernen und mir einige seiner Bewegungen abzuschauen. Es ist einfach schön, ihm beim Spielen und Toreschießen zuzuschauen. Schließlich mache auch ich gerne Tore. Bemerkenswert finde ich, wie er aus den verschiedenen Ecken schießt und von welcher Entfernung.“

4. Laine perfektionierte täglich seinen gewaltigen Schuss – auf und abseits der Eisfläche.

Laine: „Ich habe meinen Schuss täglich geübt, auch wenn ich nicht auf dem Eis stand. In meinem Garten in Tampere stand ein Tor. Darauf habe ich als Kind in jeder freien Minute geballert. Nach dem Training bin ich noch auf dem Eis geblieben und habe Schüsse geübt, als die anderen längst auf dem Heimweg waren. Das ist der einzige Weg, um besser zu werden. Um der Beste zu sein, muss man Opfer bringen.“

5. Laine glaubt, dass er eines Tages 50 Tore in einer NHL-Saison schießt.

Laine: „Ich denke, dass ich das schaffen kann. Ich habe genug Talent und die Fähigkeiten, die man braucht, um viele Treffer und Punkte zu machen. Jedenfalls werde ich hart auf dieses Ziel hinarbeiten und hoffe, es eines Tages zu verwirklichen.“

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