Skip to main content

Fünf Gründe warum sich die Flyers Playoffpatz sicherten

von Adam Kimelman / NHL.com

Die Philadelphia Flyers kehren in die Stanley Cup Playoffs zurück und alles begann mit einer Finte am 14. November in Raleigh, N.C.

Es war die erste Saisonpartie von Rookie Verteidiger Shayne Gostisbehere, der an diesem Tag von Lehigh Valley aus der American Hockey League berufen wurde. Etwas mehr als drei Minuten waren im dritten Drittel noch zu spielen und die Flyers lagen mit 1-2 hinten. Gostisbehere machte eine Körpertäuschung und brachte Hurricanes Stürmer Chris Terry aus der Position, so dass sich eine freie Bahn ergab. Gostisbehere schoss aufs Tor und Wayne Simmonds fälschte den Puck, an Torwart Cam Ward vorbei, zum Ausgleich ab. In der Overtime sorgte schließlich Jakub Voracek für den 3-2 Siegtreffer der Flyers.

"Die Trainer hatten mir gesagt, ‘Das ist jetzt die Zeit, in der du machen kannst, was du möchtest’", sagte Gostisbehere. "Ich sah meine Chance und bin froh darüber, dass es geklappt hat."

Gostisbehere machte viel von dem, was ihn auch in den kommenden fünf Monaten auszeichnen sollte und die Flyers sicherten sich am Samstag, nach einem Jahr Abstinenz, ihre Playoffteilnahme mit einem 3-1 Sieg über die Pittsburgh Penguins.

Hier sind fünf Gründe, warum es die Flyers geschafft haben:

1. Gostisbehere

Philadelphia weist eine Bilanz von 35-19-11 aus seitdem sie Gostisbehere zurückgeholt haben und ihre daraus resultierenden 81 gewonnenen Punkte sind die viertmeisten in der Eastern Conference.

Gostisbehere führt in jeder Hauptstatistik alle Rookie Verteidiger an. Mit seiner Punkteserie von 15 Spielen, der zweitlängsten in dieser Saison, stellte er einen neuen NHL-Rekord auf.

Er ist die Triebfeder für die Flyers Offensive. In 63 Partien, in denen Gostisbehere im Kader stand, haben die Flyers durchschnittlich 2,70 Tore pro Spiel erzielt, in 18 Partien ohne ihn kamen sie auf 2,00 Tore pro Spiel bei einer Überzahlquote von 12,5 Prozent.

"Er ist unglaublich", sagte Torwart Michal Neuvirth said. "Er ist ein ganz besonderer Spieler und er arbeitet jeden Tag sehr hart. Es macht Spaß ihm zuzuschauen."

2. Bessere Torwartleistungen

General Manager Ron Hextall rüstete auf der Backup-Torhüterposition auf, indem er am 1. Juli Michal Neuvirth für Ray Emery verpflichtete.

Die Flyers haben mit Mason und Michal Neuvirth im Kasten durchschnittlich 2,57 Gegentreffer zugelassen, eine Verbesserung gegenüber den 2,72 Toren mit Mason und Ray Emery in der vergangenen Saison.

Mason war ganz stark im Endspurt der Flyers um einen Playoffplatz. Seit dem 5. März kam er mit einem Gegentrefferschnitt von 2,14 und einer Rettungsquote von 92,4 Prozent auf eine Bilanz von 10-4-3. Er startete zwölf Spiele in Folge nachdem sich Neuvirth am 16. März eine Verletzung im unteren Körperbereich zugezogen hatte und brachte es dabei auf 6-4-2 mit einem Gegentrefferschnitt von 2,21 und einer Fangquote von 92,6 Prozent.

"Er ist unser MVP", sagte Gostisbehere. "Er ist das Rückgrat unserer Mannschaft. So wie er spielt, gibt es nur wenige."

3. Schenn steigerte sich

Brayden Schenn hat es gemocht, gemeinsam mit seinem Bruder, Verteidiger Luke Schenn, auf dem Eis zu stehen, doch es war ausgerechnet Luke's Abreise, die Brayden's Saison zum Guten wendete.

Nachdem Luke am 6. Januar an die Los Angeles Kings getradet wurde, avancierte Brayden zum Top-Angreifer der Flyers und zählte mit 17 Toren und 38 Scorerpunkten in 43 Partien zu den besten 20 Spielern in der Liga.

Er brachte es in dieser Saison auf persönliche Bestleistungen in allen Offensivkategorien.

"Ich versuche konstanter zu spielen", sagte Schenn. "Für mein Spiel ist es sehr wichtig, dass ich immer in Bewegung bleibe. Wenn mir das gelingt, dann bin ich auch erfolgreicher. Ich bin dann besser im Spiel und physisch präsenter. Das hat auch etwas mit Erfahrung zu tun. Ich versuche konstante Leistungen abzurufen. Es ist keine einfache Liga und ich versuche alles mir Mögliche."

4. Hakstol Justierung

Hextall’s Entscheidung Dave Hakstol als Trainer anzuheuern, galt als Risiko, da Hakstol noch über keinerlei NHL-Erfahrung, weder als Spieler noch als Coach, verfügte. Er war elf Spielzeiten zuvor Trainer der University of North Dakota gewesen.

Die Flyers hatten am Anfang vorhersehbar Probleme Hakstol's neues System umzusetzen und der Coach lernte schnell in der NHL dazu. Wie auch die Teams von Hakstol in North Dakota, wurden die Flyers im Laufe der Saison immer besser. Laut des North Dakota Sports Information Departement kamen Hakstol's Mannschaften in der zweiten Saisonhälfte auf eine Punktausbeute von 69,9 Prozent (176-69-24). Die Flyers brachten es auf 21-12-7 seit ihrem 41. Spieltag am 13. Januar und teilen sich mit diesen 49 gewonnenen Punkten (61,3 Prozent) den dritten Platz in der Eastern Conference.

Hakstol überredete Voracek Linksaußen zu spielen, was für den Angreifer eine Wende in der Saison bedeutete. Hakstol half Schenn und Sean Couturier, dass sich ihr Offensivspiel stark verbesserte und er war bereit Gostisbehere mehr Gelegenheiten zu geben sich auszuzeichnen, indem er ihn bei Unterzahl und gegen die Top-Angreifer aufs Eis schickte.

5. Voracek ist aufgewacht

Voracek erzielte ein Tor in 30 Partien bevor er am 15. Dezember im Spiel gegen die Hurricanes auf links außen eingesetzt wurde, eine Position auf der er zuvor noch nie gespielt hatte. Voracek konnte sich umgehend darauf einstellen.

Er brachte es auf ein Tor und zwei Assists beim 4-3 Sieg gegen Carolina. In 29 Partien als Linksaußen zwischen dem 15. Dezember und dem 25. Februar, bevor er sich eine Verletzung im unteren Körperbereich zugezogen hatte, gelangen Voracek neun Treffer und 31 Scorerpunkte. In diesem Zeitraum teilte er sich damit nach Punnkten den sechsten Platz in der NHL.

An diese Leistungen konnte er nach seiner Rückkehr am 19. März, mit zwei Vorlagen in sieben Spielen, nicht mehr anknüpfen, aber in den fünf Spielen im April kam er auf ein Tor und drei Assists.

Mehr anzeigen