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Fünf Gründe für Qualifikation der Ducks

von Brian Hunter / NHL.com

Die Qualifikation der Anaheim Ducks für die Stanley Cup Playoffs war in der Saison 2015-16 lange fraglich.

Nachdem sie nur einen Sieg vom Stanley Cup Finale 2015 entfernt waren und das Western Conference Finale in sieben Spielen gegen den späteren Meister, die Chicago Blackhawks verloren hatten, taten sich die Ducks in der ersten Hälfte der Saison schwer zu treffen und zu gewinnen.

Anaheim war am 29. Dezember auf Platz 29 der Tabelle und nach der All-Star Pause auf Platz vier der Pacific Division. Die Ducks hatten mit einem Durchschnitt von 2,11 Treffern pro Spiel den schlechtesten Angriff der Liga. Aber sie waren nur zwei Punkte hinter den Arizona Coyotes und als sie dann anfingen wieder zu treffen, legten sie einen Aufstieg hin, der seinen Höhepunkt darin fand, dass sie das vierte Playoffticket in Folge lösten, als sie am Donnerstag, bei der 6-5 Niederlage nach Verlängerung, einen Punkt gegen die Toronto Maple Leafs holten.

Hier sind fünf Gründe, warum sich die Ducks qualifizierten:

1. Torjäger

Anaheim befindet sich mit 187 Toren immer noch im unteren Drittel der Liga. Aber nach 99 Treffern in den ersten 47 Spielen, erzielten sie 88 in den letzten 26 Spielen, im Durchschnitt 3,38 pro Spiel. Zum Vergleich: Das Team mit den meisten Toren der Saison, die Dalla Stars, kommen auf einen Durchschnitt von 3,24 Toren.

"Das liegt am Selbstvertrauen; wir trainieren jeden Tag hart und alle fühlen sich gut und wissen, was ihre Rolle im Team ist", sagte Ducks Stürmer Rickard Rakell zu SI.com nach dem Sieg gegen die Philadelphia Flyers am 9. Februar. "Ich weiß nicht woran es liegt, aber seit Anfang des Jahres treffen wir wieder."

Eine Sorge für Anaheim ist, dass David Perron wegen einer Schulterverletzung angeschlagen ist, der am 16 Januar im Tausch für Carl Hagelin von den Pittsburgh Penguins kam und seitdem acht Tore und 20 Assists in 28 Spielen machte.

2. Auswärtsserie führt zu Rekord

Die Ducks hatten nach der All-Star Pause sieben Auswärtsspiele in Folge vor sich. Sie standen Auswärts bei einer Statistik von 9-10-3 und verloren das erste Spiel gegen die Penguins, aber der Sieg gegen die Flyers im zweiten Spiel leitete ein 5-0-1 Lauf ein.

Anaheim gewann die letzten vier Spiele des Auswärtstrips, sowie fünf Heimspiele in Folge und zwei Auswärtss0piele gegen Konkurrenten aus ihrer Division, die Coyotes und die Los Angeles Kings, damit stellten sie einen Vereinsrekord von 11 Spielen in Folge auf.

"Ich weiß nicht ob irgendjemand hier zufrieden ist, aber so etwas macht Spaß", sagte Torhüter Frederik Andersen nachdem dem Sieg gegen die Kings. "Das heißt, dass wir etwas richtig machen und darauf konzentrieren wir uns. Wir achten nicht auf Zahlen. Wir achten darauf wie wir spielen."

3. Gemütliches Zuhause

Die Ducks haben sich auswärts stark verbessert, aber sie haben im Honda Center seit November konstant gepunktet.

Nach einem Heimstart von 0-2-1 verbesserten sich die Ducks auf eine Statistik von 23-7-4 und ihre 51 Punkte auf heimischem Eis sind mit den Blackhawks die dritt meisten der NHL, angeführt von den Washington Capitals mit 58 Punkten.

Die Playoffs sind sicher und die Ducks haben noch eine Chance den Kings den Divisiontitel abzunehmen; Anaheim kämpft mit den San Jose Sharks um den zweiten Platz, der ihnen in der ersten Runde der Western Conference das Heimrecht bringen würde.

4. Abwechslung im Tor

Andersen und John Gibson wechselten sich im Tor ab und waren gut genug, um Trainer Bruce Boudreau die Entscheidung schwer zu machen, wer im ersten Playoffspiel im Tor stehen soll.

Andersens Saison spiegelt die der Ducks wieder. Dem 26 jährigen gelang im Oktober nichts (0-5-2), aber er hat in seinen letzten 18 Spielen seit dem 13 Januar einen Lauf von 15-1-2. Er könnte den Vorzug bekommen, weil er Anaheims erster Torhüter in den Playoffs 2015 war.

Gibson, 22, startete mit San Diego in der American Hockey League und machte sein Saisondebut erst am 24 November. Er führt die Ducks mit einem Gegentorschnitt von 2,13 und vier Shutouts an. Gibson holte bei seinem ersten Playoffspiel in der zweiten Runde der Western Conference 2014 einen Shutout gegen Los Angeles, kassierte dann aber in Spiel sieben vier Tore bei 18 Torschüssen und wurde ausgewechselt, als die Ducks ausschieden.

5. Formationsflug

Die üblichen Verdächtigen haben die Führung übernommen – Corey Perry machte zum sechsten Mal 30 Tore und Ryan Getzlaf hat sich von einem schwachen Start erholt (ein Treffer ins leere Tor in 29 Spielen), steht derzeit bei 11 Toren und führt die Ducks mit 57 Punkten an – Aber Anaheim hat Tiefe im ganzen Kader bewiesen.

Im Angriff haben Rakell und Ryan Kesler jeweils mindestens 40 Punkte und stehen vor der 20 Tore Marke, der Held der Playoffs 2015, Jakob Silfverberg hat sich wieder verbessert und Mike Santorelli war eine angenehme Überraschung. Verteidiger Sami Vatanen und Hampus Lindholm bringen an beiden Enden der Eisfläche eine starke Leistung.

Die Ducks haben 10 Spieler mit wenigstens 20 Punkten und weitere sieben mit mindestens 10 Punkten. Sie haben auch noch den Joker Brandon Pirri in der Hinterhand, der am 29 Februar von den Florida Panthers kam und am Donnerstag sein erstes Tor in seinem fünften Spiel erzielte, nachdem er nach einer Sprunggelenkverletzung zurückkam (letzte Saison: 22 Tore in 49 Spielen). Pirri und Stürmer Jamie McGinn, der auf sieben Tore in 12 Spielen kommt, seit er am 29 Februar von den Buffalo Sabres kam, könnten beide in Perrons Abwesenheit für einen Schub sorgen.

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