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NHL.com/de fünf Fragen an Steven Reinprecht

Ehemaliger NHL-Spieler im Frage und Antwort von NHL.com/de

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

NHL.com/de Frage und Antwort Bericht genannt "Fünf Fragen an …" wird die komplette Saison über laufen. Wir sprechen über Schlüssel des Spiels und fragen die Spieler über Bereiche ihres Lebens, der Karriere und die letzten Neuigkeiten.

Die neueste Ausgabe präsentiert den heutigen DEL Stürmer der Thomas Sabo Ice Tigers und ehemaligen NHL-Spieler Steven Reinprecht:

Der Kanadier wurde am 7. Mai 1976 in Edmonton geboren und ist dort aufgewachsen. Auch geprägt von den Erfolgen der dort ansässigen Oilers Anfang der 80er Jahre entstand seine Leidenschaft zum Eishockey. Trotz der Tatsache, dass er nie gedraftet wurde, begann er mit 24 Jahren im Jahr 2000 seine NHL-Karriere bei den Los Angeles Kings.

Bereits zum Ende seiner Rookie Saison hatte er Glück, dass die Colorado Avalanche ihn im Rahmen des Transfers von Verteidiger Rob Blake mitverpflichteten, denn in den folgenden Playoffs gewann er mit der Mannschaft aus Denver 2001 den Stanley Cup.

Seine weiteren Stationen in der NHL waren die Calgary Flames von 2003 bis 2006, die Phoenix Coyotes von 2006 bis 2009, sowie danach die Florida Panthers bis 2011. Im Januar des Jahres nahmen ihn die Adler Mannheim in der DEL unter Vertrag, ehe er im folgenden Sommer nach USA zurückkehrte, aber nur noch im Farmteam zum Einsatz kam. 2012 unterschrieb er bei den Nürnberg Ice Tigers, für die er bis heute auch im Alter von 40 Jahren auf Torejagd geht.

Die Karriere des Reinprecht umfasst immerhin 663 NHL-Spiele in der regulären Saison mit 140 Tore und 242 Vorlagen, sowie 50 Playoff Spiele mit zehn Toren und zehn Assists.  

Hier die fünf Fragen an Steven Reinprecht:

Wie siehst du den Unterschied DEL zu spielen zur NHL?

"Der Hauptunterschied ist natürlich die Größe der Eisfläche. Dann ist anzufügen, dass das Spielniveau in der NHL sicher höher ist. Dort spielen schließlich die besten Spieler in der Welt. Aber auch das Niveau der Schiedsrichter ist besser, das sind auch die Besten in der Welt. Doch die DEL braucht sich nicht zu verstecken. Das Niveau ist auch sehr gut und es macht mir viel Spaß hier zu spielen und ein Teil davon zu sein."

Die NHL hat ihre 100 großartigsten Spieler veröffentlicht. Welche Spieler sind Deiner Meinung nach die Besten aller Zeiten?

"Oh, da gibt es sicher einige zu nennen. Wayne Gretzky und Gordie Howe haben als Stürmer Maßstäbe gesetzt. Mario Lemieux und Mark Messier muss man sicher auch aufzählen. Ich würde auch Joe Sakic dazu zählen und natürlich Maurice "Rocket"Richard. Ich glaube die Liste wäre endlos fortzuführen. In 100 Jahren waren viele gute Spieler am Werk, also ist es schwer bei dieser Frage eine Auswahl zu treffen."

Auf welcher Position würdest Du Dich sehen?

"Naja, das will ich mir nicht anmaßen. Also bestimmt nicht auf dem Level, der benannten 100 Spieler. Ich würde mich nicht einmal unter den ersten 300 sehen. Ich bin sehr glücklich, dass ich eine großartige NHL-Karriere hatte und in der Lage war, dort mehrere Jahre zu spielen. Das genügt mir."

Neben Deinem Gewinn des Stanley Cups, was sind Deine besten Erinnerungen an die NHL?

"Natürlich mein erstes Spiel, denn mein erstes Bully war gegen Mark Messier. Ich bin in Edmonton aufgewachsen, ich hatte ein Gretzky Trikot und mein Bruder eines von Messier. Also immer wenn wir Street Hockey spielten, war es Gretzky gegen Messier. Insofern war mein erster Einsatz schon etwas ganz besonderes für mich und ein Moment, an dem ich mich immer noch gerne erinnere. Mein erster Trade war auch ein sehr einschneidendes Erlebnis. Dann wie Du gesagt hast, der Stanley Cup. Also diese drei Dinge stehen über vielen unzähligen Erlebnissen."

Jaromir Jagr wird nächste Woche 45 Jahre alt und spielt immer noch in der NHL. Planst du schon Dein Comeback in der NHL?

(lacht) "Also wenn sie mich haben wollen, dann wäre ich dabei, aber ich glaube nicht, dass das der Fall sein wird. Jagr ist schon etwas ganz Besonderes. In seinem Alter noch auf so einem Niveau zu spielen und solche Leistungen abzurufen ist heutzutage einzigartig. Du brauchst sehr viel Disziplin und Motivation, sowie Fertigkeiten und Fitness, um das zu bewerkstelligen. Ich möchte natürlich nach meiner Karriere gerne weiter in irgendeiner Funktion im Eishockey arbeiten, egal ob im Profi- oder Nachwuchsbereich. Man muss abwarten, was daraus wird."

 

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