Skip to main content

Fünf Fragen an Joe Pavelski

Der Kapitän der Sharks über die Zeit nach dem Stanley Cup Finale

von Dan Rosen @drosennhl / NHL.com Chef-Autor

NHL.com's Interviewreihe namens "fünf Fragen mit..." läuft über die Saison hinweg. Wir sprechen mit Schlüsselfiguren des Sports und stellen ihnen Fragen um Einblick in ihr Leben, ihre Karriere und die neuesten Schlagzeilen zu erlangen.

In der neuesten Ausgabe geht es um Joe Pavelski:

Wie war es denn nach dem langen Anlauf in Richtung Stanley Cup-Finale in dieser Saison mit dem Team wieder frisch durchzustarten? Es gibt ja etliche Spieler die davon berichten, dass ihnen so etwas in der Vergangenheit häufig schon einmal schwer gefallen ist. Nun ist ein Viertel der Saison bereits wieder gespielt. Wie war es bei Euch? War es tatsächlich eine spezielle Herausforderung?

"Das ist schon etwas Anderes. Das ist klar. Man kann es schwer in Worte fassen, man muss es durchgemacht haben. Der World Cup of Hockey hat die Situation dann ja auch noch einmal etwas verändert. Die Playoffs sind dann halt schon etwas ganz Besonderes. Jede Minute ist da so bedeutend, die Anspannung so groß. Aber im Großen und Ganzen haben wir diesbezüglich da schon einen ganz guten Job gemacht, denke ich. Es war etwas wechselhaft in den letzten Wochen. Mal haben wir drei in Folge gewonnen, dann mal wieder ein paar Spiele verloren. Man muss sich da durcharbeiten. Es geht immer weiter. Das muss man so erst einmal wieder verarbeiten. Wenn man das einmal verstanden hat, dann hilft das weiter.

Noch ist es in der Tabelle alles eng zusammen. Jetzt ist jedes Spiel einzeln zu betrachten und für sich wichtig. Man kann es sich inzwischen nicht mehr so gut erlauben eine Serie an spielen zu verlieren. Wir müssen jetzt dranbleiben.

Video: MTL@SJS: Pavelski verwertet Thorntons Pass

Logan Couture trifft inzwischen auch wieder, nachdem ihm das zu Saisonbeginn noch schwer gefallen war. Er hat sieben Punkte, darunter fünf Tore, in den letzten sieben Spielen. Ihr habt sechs der sieben Begegnungen zudem gewonnen. In den ersten 18 Spielen hatte er neun Punkte. Welchen Einfluss hat sein Erfolg auf das Team insgesamt?

"Sein Einfluss ist unglaublich groß um ehrlich zu sein. Er gibt dem Team nun deutlich mehr Tiefe im Offensivbereich. Dass er nun seine Treffer beisteuert kann der entscheidende Unterschied sein, wenn man Spiele so knapp beendet, sie sagen wir mal mit 2:1, 4:3 oder 3:2 gewinnt. Der Unterschied ist als riesig. Beim Spiel in Los Angeles zum Beispiel, da hat seine Reihe drei Punkte beigesteuert. So sind wir dort in Führung gegangen. Man muss sich im Laufe der Zeit immer auf unterschiedliche Leute im Kader verlassen können. So ist es natürlich gut wenn er nun seinen Job so erfolgreich erledigt."

Wie ist er mit seinem ungewöhnlich erfolglosen Saisonstart umgegangen? Wie hat er reagiert?

"Um ehrlich zu sein sind wir ja alle nicht so besonders gut aus den Startlöchern gekommen. Joonas Donskoi hat solide gespielt, war einer unserer Besten. Brent Burns war auch gut. Doch eigentlich kam sonst niemand an die üblichen Zahlen heran. Da haben wir uns dann durchgekämpft, versucht die Spiele zumindest knapp zu gewinnen.. Es war dann schön zu sehen wie wir uns allesamt als Gruppe zusammengerissen haben uns und aus dem Tal herausgearbeitet haben."

Ich habe mir mal die Statistiken von Martin Jones angesehen. In 18 Spielen, als ihr Jungs eine Statistik von 9-8-1 hattet, verzeichnete er einen Gegentorschnitt von 2,31 und eine Save-Percentage von 90,9%. Nun, nach einer jüngsten Bilanz von 6-1, ist sein Gegentorschnitt auf 1,99 pro Spiel gesunken, und die Save-Percentage bei 92,4%. Spielt das Team vor ihm besser, oder hat er seine Leistungen gesteigert? Was denkst Du?

"Von beidem etwas, würde ich sagen. Er spielt aktuell gut, keine Frage. Natürlich auch etwas stärker als zu Beginn. Aber wir erlauben dem Gegner auch weniger Torschüsse, weniger hochkarätige Chancen. Das trägt also beides dazu bei, dass sich die Statistiken in diesem Bereich zuletzt verbessert haben."

Im Vorjahr waren die Heimspiele nicht gerade Eure Stärke. Euer Heimrekord lag am Ende dann nur bei 18-20-3. In diesem Jahr läuft es da bisher deutlich besser. Neun von zwölf Spielen auf heimischem Eis konntet ihr gewinnen. Das ist eines Spitzenteams eher würdig. Erkennt Ihr da selber einen Unterschied im Vergleich zum Vorjahr?

"Das hat schon gegen Ende der Vorsaison wieder deutlich besser funktioniert. Viele Heimspiele hatten wir damals auch knapp verloren, das wurde zu einem gewissen Zeitpunkt dann recht frustrierend. In diesem Jahr lief es daheim dann gleich besser. Das war schön. Das Momentum galt es dann zu nutzen. Groß unterschiedlich Machen wir ansonsten eigentlich nichts. Zu Hause zu spielen ist eigentlich immer schön. Auch wenn man verliert. Doch in den Playoffs hat sich da im Vorjahr eine ganz besondere Stimmung im Shark-Tank breitgemacht. Da war es dann immer noch toller das mitzuerleben als sonst schon. Im Vorjahr mussten wir auswärts dann immer mit etwas mehr Druck punkten um im Rennen um die Playoffs zu bleiben. In der zweiten Saisonhälfte änderte sich das dann aber bereits auch schon etwas, da wurden unsere Heimauftritte schon erfolgreicher. Unsere Geduld hat sich da am Ende auch ausgezahlt."

Mehr anzeigen