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NHL.com/de fünf Fragen an Dennis Seidenberg

Der neue Verteidiger der New York Islanders im Frage und Antwort von NHL.com/de

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Seit 2010 war Dennis Seidenberg sehr erfolgreich bei den Boston Bruins fester Bestandteil in der Verteidigung mit dem Höhepunkt Gewinn des Stanley Cups 2011. Der mittlerweile 35-jährige gebürtige Schwenninger hatte mit im Sommer noch zwei Jahren Vertragslaufzeit bereits so gut wie sicher darauf eingestellt seine Karriere in Boston zu beenden, doch es kam anders als gedacht.

Die Bruins kauften ihn entsprechend den Bestimmungen des Collective Bargaining Agreement (CBA) zwischen NHL und Spielergewerkschaft NHLPA aus dem laufenden Kontrakt heraus und machten ihn wenige Tage vor der neuen Vertragsperiode überraschend zum Free Agent.

Was finanziell durchaus lukrativ ist, Seidenberg erhielt immerhin noch zwei Drittel des ausgemachten Salärs ohne für das Team weiterhin spielen zu müssen, ist jedoch sportlich gesehen, kaum erstrebenswert. Sich erst kurz vor Beginn der Wechselfrist um einen neuen Arbeitgeber kümmern zu können, ist ein großer Nachteil im umkämpften Wettbewerb der Spieler um einen der begehrten Verträge und Plätze in den Teams.

Seidenberg hatte Glück. Durch sein Auftreten für das erfolgreiche Team Europa beim World Cup of Hockey 2016 in Toronto konnte er Werbung in eigener Sache betreiben und realisierte noch während des Turniers einen neuen Vertrag bei den New York Islanders.

Wir haben in unserer Rubrik Fünf Fragen an … Dennis Seidenberg danach gefragt, wie er sich an seiner neuen Wirkungsstätte, die übrigens näher als Boston an seinem Sommersitz bei Atlantic City liegt, wohl fühlt.

Dennis, wie hast Du Dich bei den Islanders eingelebt?

"Ich bin erst ca. zwei Wochen hier und es läuft ganz gut. Die Jungs sind sehr nett, sie haben mich super aufgenommen und gestern haben wir unser erstes Spiel gewonnen. Von daher gibt es nichts zu beklagen und soweit ist alles gut."

Wie bzw. wo wohnst Du derzeit?

"Wir haben schon etwas gefunden und werden am Freitag in ein Haus einziehen, aber im Moment bin ich noch im Hotel. Das Haus liegt auf Long Island in Garden City etwa 25 Meilen von der Stadt entfernt. Mit dem Zug ist man in 40 Minuten in Manhattan."

Wie lange standst Du bisher schon in New York im Stau?

"Noch gar nicht, weil ich bin bisher fast nur mit dem Zug unterwegs. Zum Stadion sowieso, weil es sehr geschickt ist, dass direkt am Barclays Center die Haltestelle liegt. Von daher ist es sehr angenehm. Natürlich wird man da auch von Fans angesprochen, so wie gestern am Sonntag, weil da mehr Fans frühzeitig zum Spiel anreisen. Aber da ich noch neu bin hält sich das in Grenzen."

Was ist das Besondere für eine Mannschaft in New York zu spielen?

Die Atmosphäre in New York ist schon etwas Besonderes. Wir spielen zwar nur in Brooklyn, aber auch dort ist es cool. Unser erstes Spiel war gegen die Rangers und die Rivalität ist schon außergewöhnlich. Das Prickeln in der Halle und die Aufregung der Fans waren förmlich zu spüren und natürlich deren Vorfreude auf das Spiel. Nicht zuletzt sind die Auswärtsreisen zu den Rangers oder den Devils sehr angenehm, weil alles sehr nah beieinander ist. Ich habe Spaß hier."

Was wird es für ein Gefühl sein, wenn Du am 20. Dezember als Gast im TD Garden in Boston aufläufst?

"Es wird wahrscheinlich ein komisches Gefühl sein, nachdem ich so lange und erfolgreich in Boston gespielt habe. Aber wenn es soweit ist, dann geht es auch nur darum zwei Punkte zu holen und wieder abzuhauen (lacht). Aber wie gesagt, ich habe eine schöne Zeit in Boston gehabt und vermisse die auch."

 

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